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Foto zum Thema <%= Peking / Stahlbark%>   
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Das 7.Foto ist dankenswerter Weise von Fam. Bloch zur Verfügung gestellt worden

P-Liner PEKING

- Museumsschiff -

Eingesetzt wurde der Großsegler Peking damals auf der Route zwischen Hamburg und China, hat demnach keinen Bezug zu seinem Liegeplatz in den USA. Die Ladung bestand vor allem aus Guano = Vogelmist, ein hervorragender Dünger. Die daraus entstehenden stark stinkenden Gase sind leicht entflammbar. Dafür waren zwei trompetenförmige Röhren als Lüftungseinheiten durch das Oberdeck geführt.

Mit einer Länge über Alles von 115m und einer Breite von 14,4m lief die Peking im Februar 1911 als Viermast-Stahlbark bei der Hamburger Traditionswerft Blohm & Voss vom Stapel. Das Vollschiff besitzt eine Segelfläche von über 4.000m² und gehört als Schwesternschiff der

 

  • Passat (Baujahr 1911) - liegt als Museumsschiff in Lübeck-Travemünde,

 

  • Pommern (Baujahr 1903) - liegt vor Anker in Mariehamn / Finnland

 

  • Padua (Baujahr 1926) - fährt noch heute – allerdings unter dem Namen Kruzenshtern als russisches Segelschulschiff

 

mit zu den berühmten Flying P-Linern der Reederei Laeisz.

Verloren gingen

  • 1910 - die Preußen (Bj.1902 / zusammen mit der Potosi von der Tecklenborgwerft in Bremerhaven größtes Segelschiff, da Fünfmastvollschiff)

 

  • 1913 - die Pitlochry (Bj. 1903)

 

  • 1913 - die Pangani (Bj.1903)

 

  • 1919 - die Petschili (Bj.1903)

 

  • 1945 - die Priwall (Bj.1917)

 

  • 1957 - die Pamir (Bj.1905, ab 1954 Segelschulschiff der deutschen Handelsschifffahrt). Als Mahnmal befindet sich im Turmraum der St.Katharinenkirche eine etwa zwei Meter breite Gedenktafel des Bildhauer Gerhard Marcks mit den Namen der Opfer und ein frei schwebender bronzener Albatros (8.Foto).

 

Bemerkenswert, dass die Reederei Laeisz - benannt nach Ferdinand Laeisz (1801-1887 / Hutmachermeister, Alterspräsident der Hamburger Bürgerschaft sowie Gründer der Reederei) - all ihre Segelschiffe benannte mit Namen, die mit "P" begannen. Pudel war der Kosename der Ehefrau Sophie Laeisz (1838-1912); daraus entstand diese Idee. Übrigens sitzt auf dem First des Firmensitzes der Reederei an der Trostbrücke noch heute ein Pudel und schaut in Richtung Hafen (9.Foto). Da die Segelschiffe mit den Traditionsfarben schwarz (Rumpf über der Wasserlinie), weiß (Wasserlinie) und rot (Unterwasserschiff) für die damalige Zeit sehr schnelle Überfahrten erzielten, entwickelte sich daraus die Bezeichnung "Flying P-Liner".

 

Von 1975 bis 2017 lag das Museumsschiff am Pier des Southstreet Seaport Museums (7.Foto) in Nachbarschaft zur Brooklyn Bridge im Hafen von Manhattan / New York. Das nebenstehende Foto zeigt sie an diesem bisherigen Standort. Leider mußte das Museum aus finanziellen Gründen das Haus schließen und ist seitdem bereit, den Viermaster an Hamburg zu verschenken. Zur Überführung des alten Windjammers Peking und zusätzlicher Kosten für die Reparatur in Hamburg war bisher nicht genug Penunse zusammengekommen trotz intensiver Werbung insbesondere durch die Handelskammer. Noch Anfang 2015 war fraglich, ob die Stahlbark Peking - ein Viermast-Segelschiff - in Hamburg festmachen würde.

 

Doch das wird sich in der Zeit 2016-2019 ändern. Dank einer Finanzierungsübernahme durch den Bund, beschlossen im November 2015 im Bundeshaushaltsausschuß, kann die Viermastbark bequem nach Hamburg schippern – nämlich leicht abgespeckt von Schrott und Müll huckepack auf dem Dockschiff COMBI DOCK III. Allein würde sie es wohl aufgrund ihres maroden Zustands nicht schaffen. Deshalb hatte der Bund tiefer in das Staatssäckel gegriffen und ermöglicht nun neben den Kosten für den Erwerb und die Überfahrt auch noch die Finanzierung der Restaurierung.

Ziel der Überfahrt war der Elbhafen in der Elbmündung bei Brunsbüttel. Von dort schwamm sie eigenständig am 2. August 2017 erfolgreich - also ohne Leck etc. - per Schlepperzug durch das Stör-Sperrwerk in das Trockendock der Peterswerft in Wevelsfleth.  Dort erfolgt die mehrjährige rundum Restaurierung.

Danach wird die PEKING die Attraktion des neuen Deutschen Hafenmuseums in Hamburg sein. Liegeplatz wird sein der Bremerkai am Hansahafen.

 

Das Hafenmuseum Hamburg übernimmt dann den echten Hamburger Veermaster sowie die laufenden Betriebskosten, muss sich dafür aber kräftig wandeln und zum Deutschen Hafenmuseum ausgebaut werden. Möglich wird dies ebenfalls Dank der vollständigen Kostenübernahme durch den Bund. Engagierte Hamburger Politiker haben es möglich gemacht … und sicherlich auch das Versuch Hamburgs, für Deutschland im Jahre 2024 die Sommerolympiade ausrichten zu dürfen … auf dem benachbarten Grundstück am Kleinen Grasbrook.

Wer die PEKING schon frühzeitiger in voller Besegelung sehen bzw. gar besitzen will, kann dieses als Buddel-Minischiff in einer kleinen 10-50ml bis hin der großen 1,5-5Liter fassenden Buddel bei einer entsprechenden Flaschen-Schiffgröße umsetzen.

 

Adresse: zukünftig HafenMuseum in Hamburg-Kl.Grasbrook

Homepage:  www.peking-freunde.de
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