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Beamtenwohnhaus

- Historisches Gebäude -

Inmitten der 1893 angelegten Wasserflächen Indiahafen (zwischenzeitlich zugeschüttet) und Hansahafen befindet sich ein denkmalgeschütztes kaiserzeitliches Schuppenensemble, die 50er-Schuppen. Die Stiftung Hamburg Maritim hat die Flächen und Gebäude 2001 von der HHLA übernommen. Die Grundfläche erhielt sie von der Finanzbehörde – Liegenschaftsverwaltung / Hafenreferat, denn laut Hafengesetz bleiben Flächen mit Hafennutzung im städtischen Eigentum. Die Hafenbetriebe können benötigte Freihafenflächen langfristig anmieten.

 

Doch hier war eine neue Regelung durch ein auf 30 Jahre bestehendes gesteigertes Nutzungsrecht sinnvoll, da es sich um ein zu erhaltendes Kulturgut handelt, das auch den Sitz des Hafenmuseum beherbergt (Schuppen + Kopfbau 50A). Das Gebiet wird durchschnitten von der Australiastraße. Zwischen dieser Straßenverbindung und dem nördlich gelegenem Bremerkai am Hansahafen - unweit des Hansahöft und vormals gegenüber den Liegeplätzen der HHLA-Schwimmkräne - liegt das Flurstück 393 der Gemarkung Kleiner Grasbrook. Darauf steht mit Hausnummer 12 das Beamtenwohnhaus, ein 1911 mit Dienstwohnungen ausgestattetes Gebäude aus charakteristischem Ziegel für den Vorsteher als "Schuppenvize" und für Kaibeamte mit ihren Familien zum Schutz wertvoller Waren.

Im Gegensatz zu dem unmittelbar angrenzendem Kopfbau 51B mit seiner sachlich kühlen Gestaltung hat das ehemalige Dienstgebäude neben dem großen Mansardengiebel Holzloggien und Balkon. Im Erdgeschoß befanden sich Räume, in denen mit Blumen und Kränzen gehandelt worden waren. Nach der Renovierung 2018 / 2019 soll dort eine Kaffeeklappe als klassische Hafenkantine für BesucherInnen zur Verfügung stehen.

Vor Sanierungsbeginn waren Nutzungen der leerstehenden und heruntergekommenen Räume durch die Volkshochschule Hamburg mit kreativen Werkstätten incl. "Sommeratelier" sowie für Film- und Fotoaufnahmen möglich. Die Weihnachtskomödie von Regisseur Dennis Satin aus 2011: Weihnachten - ohne mich mein Schatz führte fast zum Abbruch des Beamtenwohnhauses. Doch zum Glück war das nur im Spielfilm vorgesehen und konnte selbst dort abgewendet werden.

 

Eine wesentliche Veränderung ergab sich im Umfeld. Bereits seit 1970er sicherte die Gesamtanlage eine Spundwand gegen Hochwasser, denn das Gelände liegt nur auf 4,50m über NN. Doch das reicht heute nicht mehr; mindestens eine Höhe von 7,50m über NN gewährleistet einen sicheren Schutz. Durch die Freigabe von Fördermitteln im Haushalt 2016 aus dem „Förderprogramm Privater Hochwasserschutz“ in Höhe von 1,385 Mio. Euro durch die Hamburger Bürgerschaft wurden die Gebäude der 50er Schuppen gesichert. Dazu errichtete die HPA einen Betonwall von 1,50m Höhe in Form von Treppenstufen, der durch einsetzbare Pfosten und Leichtmetallbalken um weitere 1,50m erhöht werden kann, erforderlich nur bei extremen Hochwassern. Dank der Stufen ist die Fläche als kleines Amphitheater nutzbar. Ebenso als Aussichtfläche für die gegenüberliegende Elbphilharmonie und die HafenCity. Da sich hier auch der zukünftige Liegeplatz der P-Liner Peking befinden wird, macht dieses weitere Highlight die Planung bemerkenswert.

 

Adresse: Australiastr.12 in 20457 Hamburg-Kl.Grasbrook
Verkehrsanbindung: S3 Station Veddel, weiter mit Bus Linie 256 Station Australiastraße / Hafenmuseum bzw. Barkasse / Maritime Circle Line ab Landungsbrücken Brücke 10 HADAG-Fähre 73 bis Argentinienbrücke mit Anschluss Bus Linie 256.

Homepage:  www.stiftung-hamburg-maritim.de
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