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St. Katharinen Kirche


Im Jahre 2000 feierten Hamburgs Bürger mit vielen Gästen das 750-jährige Jubiläum ihrer alten Hauptkirche St. Katharinen gegenüber der Speicherstadt.

Auch sie wurde in den Bombennächten 1943 in Schutt und Asche gelegt, doch als "Kirche für die Stadt" und einzige "Frauenkirche" im evangelischen Hamburg entschieden sich die Verantwortlichen für den Wiederaufbau am alten Platz.
Die nach Katharina von Alexandrien benannte evangelisch-lutherische Backsteinkirche wurde um 1250 als Pfarrkirche am Hamburger Hafen erbaut und war damals konfessioneller Mittelpunkt der Gemeinde auf den Elbinseln Grimm, Cremon, Brook, Wandram und Kehrwieder – dem späteren  Brooksviertel, bewohnt mit Schiffsbauer und  Bierbrauer, einfachen Leuten und wohlhabende Kaufleuten. Erst durch die Gründung des Freihafens und den Bau der Speicherstadt 1885 verlor sie einen Großteil ihrer Gemeinde.
 
Aktuell befindet sie sich nun im Stadtteil HafenCity (bestehend aus den Stadtteilen von Hamburg-Altstadt (teilweise), Klostertor und Großer Grasbrook), benannt nach der fulminant wachsenden und derzeit europaweit größten zentrumsnahen Baustelle, der Hafencity. Damit ist aus der Kirche für Seeleute eine Kirche für Sehleute geworden.
 
Um vom Rat­haus zur Hauptkirche zu gelangen, begeht der Interessierte historischen Boden. So führt die Kleine Johan­nis­straße über  die Zol­len­brü­cke - als dem ältesten beste­henden Brü­cken­bau­werk Ham­burgs - in die Straße Grimm, benannt nach der bischöflichen Siedlung Hamburgs um 1300. Ihr gegenüber befand sich die kurfürstlichen Siedlung - damals wie heute Cremon genannt.
Dieser Weg ist erst seit wenigen Jahren Teil des Katharinenweges geworden und führt bis nach Harburg. Anlass war der Archi­tek­tur­som­mer 2009, zu dem im Zusammenhang mit dem Projekt „Stadt im Fluss” diese Weg­stre­cke sym­bo­lisch ins Leben gerufen wurde.
Dieser Weg führte auch vorbei an der Schule Bei der Katharinenkirche. Sie ist 2009 aufgegeben für einen Neubau, der Katharinenschule in der Hafencity.  Das neue Gebäude mit dem Schulhof auf dem Dach beherbergt zusätzlich eine Kindertagesstätte der Diakonie des Kirchenkreises Alt-Hamburg, die Kinderbetreuung vom Krippenalter an bereitstellt.
 
Beachtung verdienen die 1968 von Fritz Fleer angefertigte Bronzetür im Südportal, die drei  lichtintensiven , kunstvoll aus farbigen Glas gefertigten, jeweils etwa 18 m hohen Chorfenster nach Entwürfen von Gottfried von Stockhausen(1957), das  in Form eines Kranichs gegossene kupferne Taufbecken von Hans Kock sowie der Altar, die Kanzel und das Chorgestühl sind von Otto Münch von 1959.

Erwähnenswert ist auch die mit großer Spannung erwartete Rückkehr der Bach-Orgel nach ihrer durch Kriegseinwirkung vor  65 Jahren zerstörten, weltberühmten Orgel von St. Katharinen.
Bereits Ende 2007 wurde das sogenannte Rückpositiv als erstes spielfertiges Segment in Gebrauch genommen. Zwischenzeitlich wurden die bauseitigen Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Es folgte der Einbau der neuen Empore aus Holz, das bessere Klangeigenschaften gegenüber der früheren Stahlkonstruktion besitzen soll. Parallel dazu entsteht in der niederländischen Orgelbauwerkstätte der Firma Flentrop das Instrument, das dort komplett aufgebaut und anschließend in St. Katharinen eingebaut werden wird.
Für die Finanzierung bemüht sich die Stiftung Johann Sebastian, die unermüdlich für den weiteren Bauabschnitt sammelt. Die Aufstellung der Orgel in der Kirche beginnt ab Herbst 2011. Die Einweihung ist für den 1. Advent 2012 geplant.

Adresse: 20457, Katharinenkirchhof 1
Telefon: (040) 33 62 75
Öffnungszeiten: täglich 9 - 17 Uhr
Gottesdienste
Sonntag 11.00-12.15 Uhr
Mittwochs 12.30-12.50 Uhr (Musik und Muß

Homepage:  www.katharinen-hamburg.de