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50er-Schuppen

- Stiftung Hamburg Maritim -

 

Um die Liegeplätze der Frachter, Tanker und später nachfolgend Containerschiffe so zu bezeichnen das ihr Standort auch für Ortsunkundige leicht auffindbar wurde, beschloss die Hafendeputation Ende des 1800 Jahrhunderts, die neuzubauenden Schuppenanlagen zu nummerieren. Große Objekte erhielten eigenständige Buchstaben; bekannt sind der Kaispeicher A und der Kaispeicher B, aber auch der Speicher D in Altona.

Speicher und Schuppen lagen unmittelbar an Kaikanten mit unterschiedlichen Wassertiefen (bis hin zur Seeschiffstiefe) und von den Häfen mit unterschiedlichsten Namen nur durch eine Krananlage getrennt. Rückwärtig befanden sich oftmals Gleisanschlüsse auf befestigten Ebenen, die auch für Fuhrwerk und nachfolgend LKW genutzt werden konnten.

 

Viele der Hafenbecken sind inzwischen zugeschüttet, um durch die Landgewinnung zusätzliche Flächen für die Container-Lagerung zu erreichen. So auch der Indiahafen, der auf der süd-westlichen Seite der 50er-Strecke Hamburgs  mit den letzten Kaischuppen aus der Kaiserzeit lag. Gleichwohl sind im nördlichen Bereich noch Reste der ursprünglichen Kaikante zu erkennen. Indiahafen und Schuppen 52 + 53 lagen am Australiakai.

Auf der nord-östlichen Seite befindet sich nach wie vor der 1893 angelegte Hansahafen mit dem Bremerkai und den 50 + 51er Schuppen; er ist auch weiterhin als Schiffsanlaufstelle nutzbar.  Mittig der Gebäudeeinheiten befindet sich die Australiastraße, die zwischenzeitlich als Privatstraße genutzt wird und an den Wochenenden durch Schrankenanlagen gesperrt ist.

 

 

Auf dieser ehemaligen Landzunge befanden sich zwei parallel laufende Schuppenanlagen von jeweils mit jeweils einer Länge von etwa 270m und einer Breite von 48m, die 1908 bzw. 1912 gebaut wurden. Bis Anfang der 80er Jahre nutzte die HHLA die beiden Strecken, die ihrerseits geteilt waren in zwei Gebäudeeinheiten mit Kopfgebäude. Während der stark verfallene Schuppen 53 (1.+ 2.Foto) für das neue Hauptzollamt 2002 die Fläche räumen mußte und das Wartehäuschen am Anleger (4.Foto) verfallen war, konnten die drei anderen Lagereinheiten für Stückgut sowie das Beamtenwohnhaus (5.Foto) erhalten und unter Denkmalschutz gestellt werden.
Die gesamte ehemalige  Stückgutanlage im aufgegebenen Freihafengebiet ist die einzige noch erhaltene historische Speichereinheit. Sie ist von der damals zuständige Liegenschaftsverwaltung der Finanzbehörde an die Stiftung Hamburg Maritim übergeben worden; die wurde damit Eigentümerin (nur) der Gebäude.

 

 

Die Stiftung bemüht sich sehr um den Hochwasserschutz (7.Foto) sowie um den Erhalt der elektrischen Halbportalkränen (8.) entlang der Kaimauer und der historischen Hafenbahn (9.Foto), die auf einem Gleis direkt unter den genieteten Stahlbögen der Kräne fuhr. 
Die damit verbundenen ehebliche Sanierungsmaßnahmen dürfen nur in Absprache mit dem Denkmalschutzamt erfolgen. Die entstehenden Sanierungskosten versucht die Stiftung u.a. auch durch die Vermietung der Lagerhallen zu erreichen.

Während die Schuppen 52 oftmals im Blick der Öffentlichkeit steht aufgrund großartig inszenierter Events - gleich, ob Festgala beim ersten Deutschen Radiopreis (2010), Präsentation des neuen 911 Carrera (2004)  oder Wahlkampf für den Hamburger Bürgermeister in Anwesenheit der Kanzlerin (2008) - tut sich die Anmietung des Hafenmuseums deutlich schwerer. Doch auch hier deutet sich eine positive Entwicklung an in Richtung Deutsches Hafenmuseum.

 

 

Darüberhinaus ist die  Stiftung Eigentümerin der MS Bleichen sowie verschiedener Eisenbahnwaggons auf den Kaigleisen. Ihr gehören auch fünf fahrtüchtige Schiffe:

  • Dampfschiff SCHAARHÖRN
  • Lotsenschoner N°5 ELBE
  • Ewer JOHANNA
  • Hochseekutter LANDRATH KÜSTER und
  • Schlepper FAIRPLAY VIII.

sowie fünf weitere Schiffe, die sich 2010 zur Grundrestaurierung auf der eigenen Werft im Harburger Binnenhafen befinden:

  • Elbfischkutter GRETA
  • Barkasse  PORTO ALEGRE
  • Bergungsdampfer TAUCHER FLINT III
  • Eimerkettenbagger  ALSTER
  • Kreuzeryacht  ARTEMIS
  • Hafenbarkasse META

 

 

Adresse: Australiastraße - Schuppen 52A in 20457 Hamburg-Kl.Grasbrook
Verkehrsanbindung: S3 Station Veddel, weiter mit Bus Linie 256 Station Australiastraße / Hafenmuseum bzw. Barkasse / Maritime Circle Line ab Landungsbrücken Brücke 10 HADAG-Fähre 73 bis Argentinienbrücke mit Anschluss Bus Linie 256.

Homepage:  www.stiftung-hamburg-maritim.de
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