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HafenCity Hamburg

- Stadtteilentwicklung -

In der HafenCity wird seid Anfang dieses Jahrtausends das größte innerstädtische Wohnungsbauprojekt Deutschlands realisiert. Auf einer Gesamtfläche von 157 Hektar (=1.570.000m²) in unmittelbarer Nähe des Hamburger Zentrums entsteht ein neues innerstädtisches Quartier, dass seinen besonderen Charme erfährt durch die unmittelbare Hafennähe mit Kränen und Brücken, Schiffsanlegern und Uferpromenaden sowie der unmittelbar angrenzenden 100 jährige Speicherstadt mit vielen spannenden "Kulturbausteinen" .

Initiator dieser Idee war der damalige Erste Bürgermeister von Hamburg Dr. Henning Voscherau (1941-2016). Er stellte am 07.05.1997 erstmals die "Vision HafenCity" der Öffentlichkeit vor. Vorzug dieser Idee war und ist die Rückkehr der Innenstadt ans Wasser der Elbe, das bisher nur vereinzelt am nördlichen Elbufer sowie am Altonaer Fischmarkt gelungen war. Der organisatorische Vorlauf begann bereits 1991, als die damals noch bestehende Liegenschaftsverwaltung der Finanzbehörde (jetzt LIG Anstalt d.ö.R.) noch für die Grundstücksverwaltung auch der Hafenflächen zuständig war. Sie mußte beginnen, stillschweigend bestehende Mietverhältnisse von Hafenbetrieben im damaligen Hafengebiet aufzulösen bzw. durch Verlagerung in andere Hafenbereiche zu versetzen sowie Neuvermietungen in diesem Areal zu verhindern.  Die Aufgabe des Afrika-Terminals am Baakenhafen sowie die Verlagerung von Redlefsen Würsten (Frigo / Altstandort Magdeburger Hafen) nach Altenwerder und Kaffeelager Neumann (Altstandort jetziges Überseequartier mit Riesen-Kaffeebohne aus Bronze) nach Kattwyk waren herausragende Transaktionen.

 

Ziel ist es,  dass in dem neuen Stadtteil mit dem Namen HafenCity bis zu 12.000 EinwohnerInnen Wohnraum und bis zu 20.000 Personen Arbeitsflächen finden, denn gemischte Nutzung aus Wohnungen und Gewerbe ist eine wesentliche Vorgabe des Masterplans HafenCity. Eine Ganztagsschule sowie ein Kindergarten sowohl für AnwohnerInnen als auch dort Beschäftigte sind in den Planungen aufgenommen worden.  

 

Seitdem im Jahre 2000 der Masterplan als Planungsgrundlage für das Gesamtareal von dem Hamburger Parlament, der Bürgerschaft, beschlossen wurde, wurde im ersten Abschnitt die Quartiere um den Dalmannkai bis hin zum Strandkai im Detail von der HafenCity Hamburg GmbH (vormals GHS) beplant und über interessierte Investoren zügig bebaut. Die Bebauung des Kaiserkais folgte; parallel dazu die sehr kostenintensive Sanierung der kontaminierten Fläche des ehemaligen Gaswerks Grasbrook (1844 bis 1976), damit auch sie als dritter Abschnitt für eine baldige Neubebauung nutzbar wird. Dazu mussten rund 65.000m² Boden abtragen und gesondert gesäubert werden.

Der aktuelle Stand der Planungen ist anhand eines kontinuierlich um aktuelle Architektenentwürfe ergänzten 8x4 m großen städtebaulichen Modells im Maßstab 1:500 zusehen, welches auf dem Foto abgebildet ist. Im Original steht dieses Modell im Kesselhaus in der Hafencity . Wer den ViewPoint besteigt, hat einen realen Überblick über den Stand der Bauarbeiten. Im Modell wie real sind die gelungenen Freiraumflächen Magellan-Terrassen, Vasco-da-Gama-Platz sowie Marco-Polo-Terrassen zu sehen. Auch die erste Planungen, Modelle sowie baulichen Anfänge für

  • das Überseequartier,
  • die U-Bahn Strecke U 4 und
  • ein Science Center mit 3 D IMAX-Kino im Überseequartier als ein weiteres Highlight in der HafenCity-Bebauung - nicht nur wegen seiner aufrecht stehenden kantigen Baulichkeit gleich einem O -

sind für den Interessierten erkennbar.

Mit dem Überseequartier entsteht auf einer Fläche von 7,9 Hektar das Herzstück der HafenCity. Das Kennzeichen des Überseequartiers ist die gleichberechtigte Vielfalt von Wohnen, Arbeiten, Einzelhandel und urbanem Leben innerhalb eines innerstädtischen Quartiers direkt an der Elbe. Insgesamt entstehen im Überseequartier 16 Gebäude mit rund 288.000m² Bruttogrundfläche. Realisiert wird das Projekt durch das Investorenkonsortium aus Groß & Partner, ING Real Estate sowie SNS Property Finance. Das nördliche Überseequartier wird im ersten Halbjahr 2010 fertig gestellt werden. Die Fertigstellung des südlichen Abschnitts erfolgt voraussichtlich bis 2012. Am 17.06.09 war Richtfest im nördlichen Überseequartier. Damit war im Herzen der HafenCity durch die Fertigstellung des Rohbaus ein wichtiger Meilenstein im Überseequartier geschafft. 2010 wurden 370 Wohnungen und ca. 27.500m² Büroflächen bezugsfertig. Eine Vielzahl von Geschäften wurden eröffnen, darunter so manche ansprechende Gastronomie. Unterirdisch sorgt der nördliche Teil von Deutschlands größter Tiefgarage für optimale Erreichbarkeit auch mit dem Auto. Seit Eröffnung stehen hier rund 1.160 Stellplätze für Besucher und Anwohner bereit. Zusammen mit dem südlichen Abschnitt werden es dann rund 3.400 Parkplätze sein.  

Um den Magdeburger Hafen sind ebenfalls konkrete Projekte zu bestaunen. Damals befanden sich dort Hafenbetriebe wie die Kaffeelagerei Neumann, die Firma Frigo oder Schiffsausrüster etc.; sie hatten zum Jahreswechsel 2004 / 2005 ihre Standorte aufgeben und im Hamburger Hafengebiet neu begonnen. Nun entwickelt sich dort das Elbtorquartier mit den Elbarcaden. Interessante Nutzer stehen bereit; so werden dort die Zentralen von Greenpeace und dem öffentlche design-xport ihre "Zelte aufschlagen". Richtung Elbe folgt dann das "Wissensquartier". Die HafenCityUniversität mit Elbblick ist bereits im Werden; eine europaweit einzigartige Hochschule für Baukunst und Metropolentwicklung (HCU).  Mit ihrer Fertigstellung wird in 2013 gerechnet.   In späteren Schritten werden die Quartiere um den  Baakenhafen folgen. Bewusst ist dafür eine langfristige Bauphase gewählt, um auch zukünftigen Generationen die Möglichkeit der eigenen Ideenumsetzung zu ermöglichen. Ein Abschluss der Bauarbeiten auf den ehemaligen Hafenflächen bis hin zu den Norderelbbrücken wird nicht vor 2025 erwartet. Parallel zu den bereits erwähnten Nutzungen soll das Wohnen und Leben in den Quartieren in der HafenCity durch weitere "Kulturbausteine" bereichert werden. So bestehen bereits spannende Ideen, die nachfolgend alphabetisch aufgelistet sind. Viele konnten realisiert werden:

  • Der wandernde ViewPoint, der von Beginn an innerhalb der HafenCity interessante Projekte begleitet und sich dafür auch hin und wieder versetzten läßt. Wer allerdings kürzlich seine Liebste versetzt hat sollte sie dringend auffordern, gemeinsam den ViewPoint zu besteigt: der reale Überblick über den Stand der Bauarbeiten verzeiht so manche Nachlässigkeit.
  • Elbphilharmonie / Kaispeicher A (fast fertig)
  • Internationales Maritimes Museum / Kaispeicher B
  • das Oberhafenquartier mit den kostengünstigen und hafenspezifischen Lagerschuppen soll genutzt werden , dort Künstler anzusiedeln.  Unter dem Begriff "Transformationsräume, Kultur und Kreativität" wird eine dauerhafter Kultur- und Kreativort installiert.
  • der rund 4ha große Lohsepark wird zur größten Grünanlage in der HafenCity ausgebaut. Eine besondere Herausforderung besteht darin, diese Fläche einzubinden in die Vorgeschichte des Areals rund um den ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs. Denn dort wurden im Zweiten Weltkrieg 7.692 Juden, Sinti und Roma deportiert und damit in den Tod geschickt. Eine entsprechende Installation in Form einer diagonal durch die Parkanlage führenden Fuge wird Fingerzeig für Hamburgs erstmaligen zentralen Ort des Gedenkens.
  • Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen mit den Magellan-Terrassen.
  • die HafenCityUniversität.

 

Nicht unerwähnt bleiben sollen die vielen vorhandenen Kultureinrichtungen im Bereich der HafenCity, wie die jährlich wiederkehrenden Theateraufführungen von "Jedermann" beim Kesselhaus oder diverse Kunstausstellungen unter dem Oberbegriff Kunst im öffentlichen Raum. Ob aber die chinesischen Schriftzüge als Ergänzung zur Bezeichnung für die Busanbrücke Kunst darstellen soll, wird eher bezweifelt. Hier scheinen wirtschaftliche Gründe Triebfeder dieser Maßnahme zu sein, stellt die Busanbrücke doch eine harmonische Verbindung zwischen West und Ost dar (hier der Promenaden der HafenCity). Parallel könnte das auch als positive Annäherung an Hamburgs Partnerstadt Shanghai gewertet werden.

 

 

Und weitergehende Planungen sehen bereits heute vor, dass die HafenCity unter dem Stichwort "Sprung über die Elbe" mit Hafenflächen zwischen Norder- und Süderelbe - etwa in Höhe von Wilhelmsburg und der Veddel - verbunden werden. Während anscheinend der behördliche Arbeitstitel aufgegeben und von Privat übernommen wurde, erwuchs aus der Idee das IGS 2013-Projekt. Unter dem Stichwort "Wachsende Stadt" - soll (te) es fortgeführt werden bis hin zum Binnenhafen in Harburg (Channel Harburg). Allerdings hat sich der Begriff geändert, da Neuwahlen andere politische Verhältnisse bescherten. Unter: "Wir schaffen das moderne Hamburg" wird der Nachfolge-Senat die begonnenen Arbeitsprogramme weiterentwickeln ....wenn sie es denn schaffen. Es wird schneller neu gewählt als Programme abgearbeitet.    

Adresse: Stadtteil HafenCity
Verkehrsanbindung: U3 Station Baumwall - U1 Station Messberg - U4 Station HafenCity-Universität und Busse 3 - 4 - 6 - 111 sowie Fährlinie 72 der HADAG

Homepage:  www.hafencity.com
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