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Fischmarkt Altona

- Sehenswürdigkeit -

Bereits seit Anfang des 18. Jahrhunderts - genauer seit 1703 erlaubte die Stadtregierung den Altonaer Fischern per Sondergenehmigung, ihre Fische auch sonntags zu verkaufen. Damit wurde verhindert, dass der frische Fang vom Samstag bis zum Montag verdarb. Doch der Verkauf durfte von 5.00h morgens nur erfolgen "bis die Glocke halbe neun schlägt". Durch eine Verordnung war damit sichergestellt, dass zum einen die Fischware insbesondere in den warmen Sommermonaten nicht bei ansteigender Tageshitze verdarb und zum anderen die Fischhöcker Zeit fanden, pünktlich ihre Kirche zum Gebet aufzusuchen.

Wer den Stuhlmannbrunnen kennt, weiß um den Kampf der damals noch selbständigen Stadt Altona mit eigenem Fischereihafen und der Hansestadt Hamburg um die Fischereirechte und den Anteil am Fischmarkt. Zumal Hamburg 1870 seinen Fischmarkt in den damaligen Vorort St. Pauli direkt neben den Altonaer Markt verlegte. Doch der erwiderte das Gebaren Hamburgs einerseits 1896 durch den Bau der Fischauktionshalle sowie andererseits mit der Erweiterung ihres Angebots um Gemüse und Obst, u.a. aus dem Alten Land. Der Wettstreit endete, indem die beiden Fischereigesellschaften sich zu einer Gesellschaft zusammenschlossen, nur wenige Jahre vor Erlass des Großhamburggesetzes von 1937.

Dadurch lag der Hamburger Fischmarkt inmitten der Stadt unweit der heutigen HafenCity, dem St.Pauli Kiez und nur ca. 200m von den St.Pauli Landungsbrücken entfernt. Auf einer Fläche von rund 21.000m² konnten bis zu 700 Händler*innen ihre Stände aufbauen, um ihre Fisch- und Obstwaren und Kleintiere den Nachtschwärmern oder Touristen, gleich ob jung oder alt, oder mehr oder weniger beschwingt, anzubieten. Doch seit dem Jahrtausendwechsel hat sich einiges verändert: weniger Ware und Stände, dafür mehr Souvenirs (8.Foto) haben sich dort etabliert. Aber eines ist nach wie vor geblieben: bei Hochwasser dürfen die Stände nicht aufgebaut werden!

Berühmt geworden und inzwischen eine touristische Attraktion sind die Marktschreier-Ikonen wie Aale-Dieter, Bananen-Fred oder Käse-Tommi. Ihr Auktionsgebrüll aber auch das Kikiriki vom Hahn beim Kleintierstand, vielseitige "Attraktionen" reizen zum Wiederkommen. Nicht Wenige sind nach durchzechter Nacht schon mit einem lebendigen Kaninchen nach Hause gekommen oder eben mit einem leckeren Aal, natürlich von Aale-Dieter...! Der heißt eigentlich Dieter Bruhn (*1939) und wohnt in Eppendorf unweit vom Isemarkt. Im Mai 2019 besuchte ihn Hamburgs 1.Bürgermeister auf dem Altonaer Fischmarkt und lobte ihn für seine nunmehr über 60-jährige Aktivität als Marktschreier.

 

Der Fischmarkt ist eingefaßt in Neubauten, die sich der äußeren Struktur von alten Wohnhäusern aus der Zeit um 1900 angepasst haben. Auch die Kunst im öffentlichen Raum wurde angemessen berücksichtigt:

  • Am Kopf des inneren Freiraums auf dem Fischmarkt bildet der Minervabrunnen den "Mittelpunkt".

 

  • Am südlichen Ende befindet sich auf der Hochwasserschutzwand die Skulptur einer sichtlich trauernden Frau - gleich, ob Mutter oder Ehefrau - die nach ihrem nicht heimgekehrten Seemann Ausschau hält. Das Seemannsdenkmal "Madonna der Seefahrt" ist 1985 von Manfred Sihle-Wissel geschaffen worden.

 

  • Und vor der angrenzenden Gastronomie befindet sich die Bronze einer Obstverkäuferin und eines Fischverkäufers vom Wochenmarkt, die vom Bildhauer Gerd Brandes in Lebensgröße angefertigt wurde. Initiiert hatte der Bauverein der Elbgemeinde die Aufstellung dieses Skulpturenpaares.
Adresse: Fischmarkt Altona
Verkehrsanbindung: Elbfähre Station Fischmarkt

Homepage:  ohne
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