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nördliche DEICHTORHALLE

- Museum zeitgenössischer Kunst -

 

Zwischen der Hamburger City und der HafenCity liegt der ehemalige Stadtteil Klostertor, seit 2007 Bestandteil des neuen Stadtteils HafenCity. Bekannt ist er durch seine interessanten Kontorhäuser (Chilehaus), kulturellen Einrichtungen (Kunsthaus, Kunstverein, Hamburger Bücherhallen etc.) und seine Nähe zum Hauptbahnhof.



Als herausragende Industriebauwerke befinden sich gegenüber am Deichtorplatz die große Deichtorhalle mit zeitgenössischer Kunst und die kleine Deichtorhalle (Haus der Photographie). Diese äußerlich den Kontorhäusern angepassten und deshalb aus Backstein erstellten Gebäuden sind mit einer Stahlkonstruktionen versehen, die vom Amt für Ingenieurwesen in der Zeit von 1911-14 entwickelt worden sind und damals als Höhepunkt deutscher Ingenieurskunst galten: Die nördliche größere Halle als dreischiffige Basilika, die südliche als stützenfreien Zentralbau mit über Kreuz verbundenen Hauptträgern. Ursprünglich als Überdachung des zu Beginn dieses Jahrhunderts eingerichteten Deichtormarktes erbaut, dienten sie bis 1972 als Blumengroßmarkthallen. Und obwohl nicht für den Einzelhandel bestimmt, suchten und fanden findige Mitbürger oftmals einen Durchlass, um so an frische und kostengünstige Ware zu kommen.

 

Dank der großzügigen Spende des Industriellen und Mäzen Kurt A. Körber konnten beide Gebäude mit insgesamt 6.000m² Nutzfläche ab 1989 von Grund auf restauriert und danach als ein international renommierter Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst und Fotografie genutzt werden. Hatte Hamburg bis dahin kaum Möglichkeiten, Gegenwartskunst angemessen zu präsentieren, fielen durch diese großzügige Spende sowie dem zeitnahen Bau der Galerie der Gegenwart als Erweiterungsbau der Kunsthalle nun die "Ausstellungs-m² nur so vom Himmel".

2013 begannen in der großen Deichtorhalle erneut erheblichen Sanierungsmaßnahmen. Doch rechtzeitig zum 25.Jubiläum zeigte sich die nun schwellenlose nördliche Deichtorhalle am TAG DER OFFENEN TÜR in ihrer weiträumigen und lichtdurchflutenen Schönheit. Gleichwohl sind Sicherheit und technische Ausstattung den modernen und internationalen  Anforderungen auf höchstem Niveau entsprochen worden. Beispielhaft sind Oberlichter komplett in Isolierverglasung mit UV-Schutzgläsern erneuert und die Beleuchtung auf LED umgerüstet worden.

 

Seit 2001 stellt in den Phoenix-Hallen in Hamburg-Harburg der Sammler, Jurist und ehemalige Unternehmer Harald Falckenberg (*1943) seine inzwischen rund 2000 Kunstobjekte der Gegenwartskunst aus; 2007 erwarb er das Gebäude und ließ es von dem Berliner Architekten Roger Bundschuh zu einem Ausstellungshaus für seine Sammlung umbauen. Im Januar 2011 schloß die Sammlung Falckenberg mit den Deichtorhallen Hamburg einen Kooperationsvertrag. Unter der Leitung des Intendanten Dr. Dirk Luckow wird das bewährte Ausstellungskonzept rund um die Sammlung Falckenberg fortgesetzt und um neue Aspekte ergänzt.

 

Auch der Vorplatz zu den Deichtorhallen wurde umgestaltet  und durch  Kunst im öffentlichen Raum in die zeitgenössische Ausrichtung einbezogen. So hat 2002 Rupprecht Matthies zwei neue Skulpturen für den Parkplatz der Deichtorhallen entwickelt. Diese zwei "Sprachzylinder" sind pavillonförmige Stahlzylinder, deren Gitter aus Begriffsreihen "Öffentlich Rumlungern", "Hirnachterbahn", "Spaßkritik" bestehen. Ziel ist es, den Betrachter zum Mitdenken anzuregen.

Dass vorübergehend auf diesem Parkplatz auch ein blauer PKW auf dem Dach stehend "eingeparkt" hatte, ist ebenfalls Kunst und soll so sein, so der Künstler Feldmann. Dieses Objekt erinnert an das Projekt "Engpass" von Roman Signer in der HafenCity, das dem Protest der Anwohner zum Opfer fiel und entfernt werden mußte.

 

Doch weitaus auffälliger war etwas anderes. Im Jahr 2013 nahm die Größe eines Zuschauers mit neun Meter beachtliche Maße an. Dafür war kein Platz mehr für einen Maßanzug oder andere Kleidungsstücke. Nur bis Anfang Juni 2013 schaute "David" ungeschützt im eisigen Wind des Deichtorhallenvorplatzes auf die geheizten Ausstellungshallen. Ebenfalls geschaffen von Hans-Peter Feldmann (*1941) für dessen Ausstellung mit dem passenden Titel "Kunstausstellung".

Dauerhaft verbleiben dürfen die von Stephan Balkenhol für seine Ausstellung aus 2009 angefertigten zwei Reliefs an den Giebelseiten der großen Deichtorhalle - sie sind eben nicht nackt!

 

Die fünf renommierten Kunsthäuser im Zentrum Hamburgs: die Kunsthalle, das Bucerius Kunst Forum, die Deichtorhallen mit der Ausstellungshalle "Aktuelle Kunst" und dem Haus der Photographie in der südlich gelegenen kleineren Halle, der Kunstverein Hamburg und das Museum für Kunst und Gewerbe haben sich unter dem Label Kunstmeile Hamburg zusammengeschlossen.

Adresse: Deichtorstr. 1-2 in 20095 Hamburg-HafenCity
Telefon: (040) 32 10 30
Verkehrsanbindung: U1 Station Steinstrasse; Metrobus 3 Station Messberg

Homepage:  www.deichtorhallen.de
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