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HAMBURGER KUNSTHALLE / GALERIE DER GEGENWART

Der 1817 gegründete „Kunstverein in Hamburg" ist für die Entstehung der Kunsthalle verantwortlich. Durch Schenkungen wuchs die Sammlung damals so schnell, dass ein eigenes Gebäude auf dem Grundstück der ehemaligen Bastion Vincent errichtet werden musste, das 1869 eröffnete und 2006 restaurierte rötliche Backsteingebäude der Architekten Schirrmacher und von der Hude. Diesen Altbau erweiterte 1921 Fritz Schumacher um einen Anbau aus Muschelkalkstein und der heute für den Bau charakteristischen Kuppel, unter der sich der Haupteingang zu einer Ausstellungsfläche von insgesamt rund 6.000 m² befindet.
 
Die Geschichte dieser Gebäude und ihrer Sammlungen sind eng mit dem ersten Direktor der Kunsthalle, Alfred Lichtwark verknüpft. Unter seiner Leitung entstanden die Gemäldegalerie für die deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts, das Kupferstichkabinett sowie die Sammlungen der Geschichte der Malerei in Hamburg mit den Schwerpunkten „Hamburger Künstler des 19. Jahrhunderts“ (1988) und „Bilder aus Hamburg“ (1889). Auf seine Einladungen hin entstanden Ansichten der Stadt durch die Künstler wie Max Liebermann, Lovis Corinth, Anders Zorn, Pierre Bonnard oder Edouard Vuillard. Ergänzt wurden die Sammlungen mit zeitgenössischer Kunst durch Bürgerschenkungen bzw. durch großzügige Vermächtnisse von alten Zeichnungen und Druckgraphiken durch Sammler wie Georg Ernst Harzen und Johann Michael Commeter. Aus dieser Zeit stammen auch die Erwerbungen von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge.
 
Seit 1950 stellte sich die Sammlungspolitik im Wesentlichen auf die internationale Kunst um: Dazu wurde 1997 der Neubau von Oswald Mathias Ungers eröffnet. Die Galerie der Gegenwart bietet auf  5.600 m² Ausstellungsfläche Raum für die internationalen Entwicklungen der letzten 40 Jahre: Hier werden Arbeiten von Balkenhol, Baselitz, Beuys, Koons, Kounellis, Nauman, Polke, G. Richter, Warhol u.a. präsentiert. Ebenso sind in der Galerie englische Pop Art, Nouveaux Réalistes, Fluxus sowie Konzept- und Videokunst zu sehen.

Gleichwertig daneben bietet die Hamburger Kunsthalle Malerei von der Gotik bis zur Gegenwart. In Kunststreifzügen sieht man u.a. Beckmann, Meister Bertram, Cézanne, Courbet, Degas, Gauguin, Kandinsky, Klee, Kirchner, Lorrain, Manet, Marc, Monet, Menzel, Picasso, Rembrandt, Rubens und viele andere bekannte Malereien. In fachkundigen Führungen werden Einblicke vermittelt, die das Verstehen erleichtern. Dazu fördert der 1923 gegründete Verein „Freunde der Kunsthalle“ sowohl den Zugang zu den Kunstobjekten - und ist mit mehr als 13.000 Mitgliedern (Stand 2007) größter Unterstützerkreis eines Kunstmuseums in Deutschland - als auch durch finanzielle Beiträge beim Ankauf von Werken ( www.freunde-der-kunsthalle.de).
 
Nicht unerwähnt bleiben sollte die Stiftung für die Hamburger Kultursammlungen (www.shk-museum.de), die die Kunsthalle neben dem Museum für Kunst und Gewerbe durch jährliche Leihgaben von nicht unerheblichen künstlerischen wie auch finanziellen Wert seit über 50 Jahren begleitet.  
 
2004 eröffnete die Kunsthalle das Hubertus-Wald-Forum. Dank einer großzügigen Spende des Namengebers wurden die Räume des ehemaligen Theaters in der Kunsthalle (TiK) so umgebaut, dass jetzt die Voraussetzungen für internationale Ausstellungen auf einer Fläche von mehr als 700 m² realisiert werden konnten.

Adresse: 20095, Glockengießerwall
Telefon: (040) 428 54 26 12
Verkehrsanbindung: Bus: 112 (Ferdinandstor), U/S- Bahn: Hauptbahnhof

Homepage:  www.hamburger-kunsthalle.de