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MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE

- mkg -

Es begann 1866 mit dem "Museum für Kunst und Industrie", das sich erst 1874 als “Museum für Kunst und Gewerbe“ zu einem der führenden Museen für angewandte Kunst in Europa entwickelte. Es genießt ein weltweites Ansehen wegen seiner abwechslungsreichen Ausstellungen und herausragenden Sammlungen. Das Museum präsentiert angewandte europäische Kunst und Plastik vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Kunst der Antike, eine bedeutende Sammlung ostasiatischer Werke, Kunst des Nahen und Fernen Ostens, sowie Volkskunst- und Textilsammlungen, ebenso modernes Design, graphische Arbeiten und Photographien von internationalen Künstlern. Aufgrund dieser Vielfalt kann der Besucher, wie sonst nirgendwo in Deutschland, die Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Kulturen und Epochen wahrnehmen und begreifen.

So legte bereits 1883 der Museumsgründer, Juristen und Kunstkritiker Justus Brinckmann (1843-1915) die Grundlage für die Ostasiensammlung mit dem Aufbau einer Japan-Sammlung. 350 chinesische Objekte aus unterschiedlichen Materialien und Zeiten stiftete später der Fabrikant und Mäzen Philipp F. Reemtsma dem Museum zu.

 

Der Architekt Carl Johann Christian Zimmermann errichtete das Gebäude u.a. als Gewerbeschule, in dem heute das mkg ausstellt. Dank mehrjähriger Werbung durch die Patriotische Gesellschaft für ein deutschlandweit 4. Kunstgewerbemuseum mit Standort Hamburg konnte ein Senatsbeschluss erwirkt werden, die Schule ab 1874 auch dafür zu nutzen.

Parallel dazu kaufte der spätere Museumsdirektor noch als Mitglied eines Gewerbevereins entsprechende Kunst aus Privatmitteln ein, u.a. auf der Wiener Weltausstellung von 1873. Um 1900 erwarb nun der Museumsdirektor Prof. Dr. Justus Brinckmann zeitgenössische Kunst auf der Pariser Weltausstellung. Dazu passend das Pariser Zimmer, das als eine der vielen Perlen des Museums gesehen wird. Weitere Raum-Konstellationen sind im mkg zu Hause:

  • 1987 Spiegelsaal aus 1909
  • 1961 Blohmzimmer aus 1912
  • 1911 Louise-Seize-Raum und Milde-Speckter-Zimmer um 1830
  • 1978 japanisches Teehaus genannt "Sho-sei-an"
  • 2011 Spiegel-Kantine aus 1969 (5.Foto).

Dieses erstgenannte besonders hervorzuhebende Kleinod der Hamburger Bürgerkultur mit dem 16m langen und 8m breiten Saal - umgeben mit Spiegeln - befand sich früher im Palais Budge, der heutigen Hochschule für Musik und Theater. Der Saal erhielt zusätzlich 2005 mit dem „Wolkenzug“ eine passende Deckenbemalung durch den bekannten Landschaftsmaler Klaus Fußmann (2.Foto).

 

Ein weiterer bemerkenswerter Ausbau - besser Einbau - erfolgte 2000 mit dem Schümann-Flügel, der seit Fertigstellung über 150 Tasteninstrumente (Cembali, Spinette, Virginale, Clavichorde sowie Hammerflügel, Tafelklaviere etc. / 3.Foto) beherbergt. Ein Highlight, wenn der Hamburger Sammler und Mäzen sowie Musikwissenschaftler und Physiker Prof. Dr. A. Beurmann (1928-2016) seine Instrumente aufsuchte, um dem staunenden Publikum darauf klangvolle Stücke vorzuspielen.

 

In diesem Gebäudeteil befindet sich auch die „Gerd Bucerius Bibliothek“, benannt nach dem Verleger und ZEIT-Gründer Gerd Bucerius. Bemerkenswert dort auch die großen Bestände an illustrierten Kinderbüchern.

1978 kam das bereits o.g. japanisches Teehaus dazu. Aktuell die Neugestaltung des Mittelbaus als „Hartog-Flügel“, der seit 2006 eine beeindruckende Sammlung von  Fayence- und Porzellan-Kostbarkeiten zur Schau stellt.

Im Nordflügel befinden sich Werke der expressionistischen Künstler, u.a. von Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff, gefolgt von einer Vielzahl von Gemälden der Hamburgischen Sezession. Der Expressionismus zeigt Werke des Bauhauses und des Art Déco.

Über 100.000 Werke umfasst die Sammlung Fotografie, die um wertvolle Einzelstücke aus der Sammlung Gundlach im Haus der Fotografie ergänzt werden konnte.

Interessante Werke insbesondere Hamburger Künstler zeigt die neue Haspa-Galerie im mkg.

Die grafische Sammlung besteht im Wesentlichen aus den Ornamentstichen, der Gebrauchsgrafik  und der Plakatsammlung. Diese verfügt über herausragende internationale Bestände aus dem Jugendstil, unter denen die Plakate des französischen Malers und adligen Lebemanns Henry de Toulouse-Lautrec besondere Aufmerksamkeit findet. Aus dem Bestand der Gebrauchsgrafik ist noch erwähnenswert, dass sie mit karolingischen Schriften beginnt und bis zu Drucken heutiger Websites reicht.

Als weitere wichtige "Abteilung" wird von den Gästen wie auch Kennern des Museums das Restaurant  "Café Destille" gesehen.

Eine echte Hamburgensie „landete“ 1910 im nördlichen Innenhof: ein Portal aus der Kleinen Reichenstraße (6.Foto).

 

Wichtiger Förderer sind die „Campe'sche historische Kunststiftung“, gegründet 1909 vom Verlagsbuchhändler Wilhelm Heinrich Campe sowie die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlung (SHK). Sie bereichern dieses Haus sowie die Kunsthalle alljährlich mit ausgesuchten Kostbarkeiten. Zum  50. Jubiläum der SHK erhielt das Museum 2007 ein Tischspiel aus dem Jahre 1626 von erlesener Qualität als Dauerleihgabe.

Adresse: Steintorplatz in 20099 Hamburg-St.Georg
Telefon: 040 428 134 880
Verkehrsanbindung: Zentraler Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof schräg gegenüber

Homepage:  www.mkg-hamburg.de
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