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1. Foto ist dankenswerter Weise von
© Thrun / Museum f. Kunst und Gewerbe überlassen worden.

MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE

- mkg -

Es begann 1866 mit dem "Museum für Kunst und Industrie", dass sich erst 1874 als “Museum für Kunst und Gewerbe“ zu einem der führenden Museen für angewandte Kunst in Europa entwickelte.
Es genießt ein weltweites Ansehen wegen seiner abwechslungsreichen Ausstellungen und herausragenden Sammlungen. Das Museum präsentiert angewandte europäische Kunst und Plastik vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Kunst der Antike, eine bedeutende Sammlung ostasiatischer Werke, Kunst des Nahen und Fernen Ostens, sowie Volkskunst- und Textilsammlungen, ebenso modernes Design, graphische Arbeiten und Photographien von internationalen Künstlern.
Aufgrund dieser Vielfalt kann der Besucher, wie sonst nirgendwo in Deutschland, die Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Kulturen und Epochen wahrnehmen und begreifen.

So legte bereits 1883 der Museumsgründer, Juristen und Kunstkritiker Justus Brinckmann die Grundlage für die Ostasiensammlung mit dem Aufbau einer Japan-Sammlung. 350 chinesische Objekte aus unterschiedlichen Materialien und Zeiten stiftete später der Fabrikant und Mäzen Philipp F. Reemtsma dem Museum zu.

Um 1900 kaufte Prof. Dr. Justus Brinckmann zeitgenössische Kunst auf der Pariser Weltausstellung. Dazu passend das Pariser Zimmer, das als eine der vielen Perlen des Museums gesehen wird.

Besonders hervorzuheben der Einbau eines Kleinods der Hamburger Bürgerkultur mit dem 16m langen und 8m breiten Spiegelsaal im Jahre 1987.  Er befand sich früher im Palais Budge, der heutigen Hochschule für Musik und Theater. Der Saal erhielt erst 2005 mit dem „Wolkenzug“ eine passende Deckenbemalung durch den bekannten Landschaftsmaler Klaus Fußmann.

Ein weiterer bemerkenswerter Ausbau - besser Einbau - erfolgte 2000 mit dem Schümann-Flügel, der seit Fertigstellung über 150 Tasteninstrumenten (Cembali, Spinette, Virginale, Clavichorde sowie Hammerflügel, Tafelklaviere etc.) beherbergt. Ein Highlight, wenn der Hamburger Sammler und Mäzen Prof. Dr. A. Beurmann seine Instrumente aufsucht, um dem staunenden Publikum darauf klangvolle Stücke vorzuspielen.

In diesem Gebäudeteil befindet sich auch die „Gerd Bucerius Bibliothek“, benannt nach dem Verleger und ZEIT-Gründer Gerd Bucerius. Bemerkenswert dort auch die großen Bestände an illustrierten Kinderbüchern.

Aktuell die Neugestaltung des Mittelbaus als „Hartog-Flügel“, der seit 2006 eine beeindruckende Sammlung von  Fayence- und Porzellan-Kostbarkeiten zur Schau stellt.

Im Nordflügel befinden sich Werke der expressionistischen Künstler, u.a. von Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff, gefolgt von einer Vielzahl von Gemälden der Hamburgischen Sezession (1919-1933). Der Expressionismus zeigt Werke des Bauhauses und des Art Déco.

Über 100.000 Werke umfasst die Sammlung Fotografie, die um wertvolle Einzelstücke aus der Sammlung Gundlach im Haus der Fotografie ergänzt werden konnte.

Die grafische Sammlung besteht im Wesentlichen aus den Ornamentstichen, der Gebrauchsgrafik  und der Plakatsammlung. Diese verfügt über herausragende internationale Bestände aus dem Jugendstil, unter denen die Plakate des französischen Malers und adligen Lebemanns Henry de Toulouse-Lautrec besondere Aufmerksamkeit findet. Aus dem Bestand der Gebrauchsgrafik ist noch erwähnenswert, dass sie mit karolingischen Schriften beginnt und bis zu Drucken heutiger Websites reicht.

Als weitere wichtige "Abteilung" wird von den Gästen wie auch Kennern des Museums das Restaurant  "Destille" gesehen. Eine echte Hamburgensie „landete“ 1910 im nördlichen Innenhof ein Portal aus der Kleinen Reichenstraße. Und 1978 kam ein japanisches Teehaus genannt "Sho-sei-an" dazu.

Wichtiger Förderer ist die „Campe'sche historische Kunststiftung“, gegründet 1909 vom Verlagsbuchhändler Wilhelm Heinrich Campe. Und die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlung bereichert dieses Haus sowie die Kunsthalle alljährlich mit ausgesuchten Kostbarkeiten. Zum  50. Jubiläum der Stiftung erhielt das Museum 2007 ein Tischspiel aus dem Jahre 1626 von erlesener Qualität als Dauerleihgabe.
Adresse: Steintorplatz
20099 Hamburg - St.Georg
Telefon: (040) 428 134 - 880

Email: : service@mkg-hamburg.de
Verkehrsanbindung: ZOB - Zentraler Omnibusbahnhof
sowie Hauptbahnhof in unmittelbarer Nähe

Homepage:  www.mkg-hamburg.de
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