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02.09.2020

Frischfisch nicht marktgerecht

1934  wurden die Vereinigten Fischmärkte Altona und Hamburg G.m.b.H. gegründet, Hafenbecken angelegt und Verkaufshallen und Tiefkühlhäuser gebaut. Sinn dieser Maßnahmen war das Anlanden von Frischfisch und der Verkauf direkt vor Ort. Das endete spätestens mit der Entlassung des Fischereihafenareals in Altona aus dem Hafenentwicklungsgesetz, also 2006. Gleichwohl ist der Standort nach wie vor geprägt vom Fischbetrieb, so von den Verarbeitungs- und Veredelungsdienstleistungen rund um Tiefkühlprodukte aller Art.

Zwischenzeitlich hatte sich eine neue Form des Fischmarkts etabliert. Der Handel mit  lebenden Geflügel, Obst, Gemüse, Käse und Fleischwaren ersetzte den Frischfischverkauf. Es folgten Kleidung, ...wohl eher Klamotten ... sowie Trödel und Kuriosa. Und das frühmorgens ab 5.00h, sodass die Schnapsleichen aus den Kneipen von St. Pauli etc. noch zu einer Prise Frischluft kamen.

 

Das geht nicht mehr wegen Corvid 20. Doch nach fünf Monaten Marktstillstand hatte das zuständige Bezirksamt Altona und die Gesundheitsbehörde die Marktöffnung ab 10/20 um sechs Stunden verschoben, sodass sie nun als Mittagsveranstaltung erfolgt. Neu ist auch die Einbahnstraßenregelung, die Überwachung der zugelassenen Besucher*innen sowie die Ausschreibung der Marktbeschicker*innen - aber all das kann ein positiver Anfang für eine neue Art Altonaer Fischmarkt werden!


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