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Denkmalschutzamt

incl. Restaurierungswerkstätten

Hauptaufgaben des Denkmalschutzamtes sind der Denkmalschutz und die Denkmalpflege sowie die Bodendenkmalpflege - letzteres durchgeführt durch das Museum für Archäologie und die Geschichte Harburgs, genannt Helms-Museum nicht weit vom Harburger Rathaus (7.Foto / Ausgrabungen an der Schloßstraße).

 

Erstmals seit 1993 und dann jährlich wiederkehrend tritt das Denkmalschutzamt am Tag des offenen Denkmals besonders in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Ansonsten "fällt das Amt nur auf", wenn vertraute Gebäude in Hamburg nicht durch das Denkmalschutzamt geschützt werden. Die Anfang 2018 noch bestehenden City-Höfe oder das ältere Commerzbankgebäude in der Innenstadt sind dafür beispielhaft.

Doch auch positive Meldungen sind zu vermerken: Das 1980 vom Hamburger Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) fertiggestellte Hanseviertel als eingeschossige Einkaufspassage zwischen Poststraße und Großen Bleichen gilt als ein städtebaulich und architektonisch herausragendes Bauwerk der Postmoderne in Hamburg (1.Foto).

Gleichwohl stellte sich Ende 2017 der jetzige Eigentümer die Frage: kann das weg (?) bzw. rechnet sich diese oberflächlich betrachtet ohne die Anfangsmieter Mövenpick, H&M sowie Schacht und Westrich "schlichte Einkaufspassage jetzt noch"? Auszeichnungen wie

- 1981 zum Bauwerk des Jahres (AIV)

- 1984 mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis,

was waren sie noch wert?!

Doch Anfang 2018 stellte das Denkmalschutzamt das Hanseviertel unter Denkmalschutz. Chapeau!

 

Das Amt beteiligt sich selbstverständlich auch an Großprojekten wie der HafenCity (3.+4.Foto / Kaispeicher B), genehmigze den Abbruch denkmalgeschützter Objekte (5.Foto / Europahaus) zugunsten der Europapassage oder förderte die Neugestaltung des Jungfernstiegs. Ebenso liegen Parkanlagen wie der Ohlsdorfer Friedhof oder der Stadtpark, ja selbst kleine Anlagen wie der Garten der Alma de l'Aigle in Eppendorf in ihrem Focus.

 

Weniger spektakulär sind Projekte wie die Erhebung der Inschriften auf den Grabsteinen vom Friedhof sowie die Restaurierung des Friedhofs an der Königstraße (2.Foto). Das Amt leistet hier erhebliche Koordinierungsarbeit für die Zusammenarbeit an dem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Stiftung DENKMALPFLEGE, der HERMANN REEMTSMA Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Eine Vielzahl von Einblicken in die Arbeit des Denkmalschutzamtes finden sich auf der Kulturkarte. Alphabetisch sortiert, bietet eine Liste einen Überblick über spannende Objekte. So sind dort u.a. das Schillerdenkmal am Dammtor sowie ein historisches Ensemble an der Kastanienallee aufgenommen und erläutert worden.  Das Denkmalschutzamt

 

  • sorgt für die Beschilderung ausgewählter Denkmale (weiße Schrift auf blauem Grund)

 

  • führte und aktualisiere eine Liste mit etwa 1400 aufgrund des konstitutiven Denkmalrechts durch einfachen Verwaltungsakt unter Schutz gestellten Objekten. Tatsächlich sind es nur noch 1200, da ein Teil bereits im Krieg zerstört oder durch Städteneubau (wie die o.a. Europapassage) abgerissen wurde.

 

Etwa 8000 bis 9000 weitere Bau- und Kunstdenkmale konnten bis zum Erlass des neuen Hamburger Denkmalschutzgesetzes vom 01.05.13 durch das so genannte "ipsa-lege"-Prinzip (lat.: ipsa lege, das Gesetz [für sich] selbst) beschleunigt und vereinfacht unter Schutz gestellt werden, wie bereits in den meisten anderen Bundesländern üblich. Damit war in Hamburg als eines der letzten Bundesländer noch lange gearbeitet worden.

Durch das neue Gesetz ist kein besonderer Verwaltungsakt mehr notwendig, um entsprechende Objekte unter Schutz zu stellen. Vielmehr genießen Denkmäler nun durch das Gesetz selbst den gebotenen Schutz. Seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes stehen zusätzlich alle sogenannten „erkannten Denkmäler“ unter Schutz, die zuvor nicht in die Denkmalliste eingetragen waren. Damit hat sich die Zahl der denkmalgeschützten Objekte in Hamburg auf rund 4.800 erhöht.  

Seit Mitte 2004 ist die Landesbildstelle, 1928 durch Senatsbeschluß gegründet,  bzw. nachfolgend das Landesmedienzentrum Hamburg mit seinen über eine Millionen Negativen und weiteren 700.000 unterschiedlichen Bildmotiven aus dem Hamburger Stadtgeschehen in das Denkmalschutzamt und seit 2015 in das Staatsarchiv eingegliedert worden (siehe dazu auch das Stichwort CineGraph e.V.).

Das LANDESFILMARCHIV befindet sich seit 2004 beim Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (IfL).  

Das Denkmalschutzamt ist am 01.06.2011 von Imstedt 18-20 (9.Foto / Dehnhaide) ins Hanseviertel umgezogen. Die Restaurierungswerkstatt befindet sich inzwischen in der Speicherstadt (Weltkulturerbe).

Adresse: Große Bleichen 30 in 20354 Hamburg-Neustadt (Eingang im Hanseviertel)
Telefon: Hotline 428 24 718
Verkehrsanbindung: U2 Stationen Gänsemarkt und Jungfernstieg

Homepage:  www.denkmalschutzamt.hamburg.de
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