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Jüdischer Friedhof in Altona

- Religiöser Ort -

Vielen Hamburgern und insbesondere den Altonaern ist die parkähnliche Anlage an der Königstraße bekannt, doch nur wenige wissen, dass es sich um einen jüdischen Friedhof handelt. Aufgrund seiner Größe und seines Alters zählt er mit zu den beeindruckensten jüdischen Friedhöfen in Europa und wäre es wert, zum Unesco-Weltkulturerbe zu gehören.

Deutlicher wird dies beim näheren Herantreten an den hohen schützenden Zaun, hinter dem auf den aschkenasischen und sefardischen Grabfeldern eine große Zahl von Grabplatten erkennbar werden.

Noch vor nicht all zu langer Zeit waren sie durch Kriegseinwirkungen und Witterung stark beeinträchtigt und von Moos bedeckt bzw. Bäumen bedrängt. 
Eine Initiative Hamburger Stiftungen, darunter die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius (Bucerius Kunstforum) sowie die koordinierende Stiftung Denkmalpflege hatten dann ab 1997 mit Unterstützung des Denkmalschutzamtes mit der behutsamen Instandsetzung der Gesamtanlage sowie der wissenschaftlichen Erfassung  verschlüsselter Informationen aus den liegenden und stehenden Zeugen der Vergangenheit begonnen und für eine denkmalgerechte Erhaltung des Friedhofs gesorgt.

Bekannt war bereits, dass auf dem seit 1869 geschlossenen Friedhof seit Beginn des 17.Jahrhunderts portugiesische (sephardische) Juden mit mehr als 1800  und aschkenasische Juden ihre letzte Ruhestätte fanden. Beide Friedhofsteile unterscheiden sich deutlich:

 

  • Die Sepharden verwendeten liegende Grabplatten, oft mit portugiesischen Inschriften und bildreichem Reliefschmuck.

 

  • Im aschkenasischen Teil mit mehr als 6000 Gräbern stehen die Grabsteine als Stelen aufrecht und die Inschriften sind hebräisch. Vereinzelt finden sich Name und Daten in lateinischer Schrift auf der Rückseite der Steine. Insofern ist die Beschreibung des 400 Jahre alten Friedhofs als Bibliothek im Freien zutreffend.

 

  • Auch für die heutige Zeit bekannte Namen sind die der dort beerdigten Toten aus der Familie Mendelssohn, und Heine.

 

2007 erhielt der Friedhof als ältestes Zeugnis jüdischen Lebens in Hamburg ein Eingangsgebäude. Damit und durch die Namensgebung  Eduard Duckesz-Haus wird dem Wirken durch ihn wie auch anderer Rabbiner die lange verwehrte Aufmerksamkeit ermöglicht.

Die Besichtigungen beginnen hier, verbunden mit einer bemerkenswerten Ausstellung über Grabkunst, Familiengeschichten und das Wirken der hier aktiven Rabbiner und Gelehrten. 

Adresse: Königstraße in 22767 Hamburg-Altona-Altstadt
Verkehrsanbindung: S3 Station Königstraße

Homepage:  www.denkmalstiftung.de
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