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Lombardsbrücke

- Sehenswürdigkeit -

Die Lombardsbrücke markiert in Verlängerung der Wallanlagen mit dem heutigen Planten un Blomen den alten Verlauf der Stadtbefestigung von Hamburg, die das damals ländliche Gebiet "but'n Dammtor" von der Stadt Hamburg trennte.

In Verlängerung der Wallanlagen befindet sich heute mit der Kunsthalle und Galerie der Gegenwart der Anfang der Kunstmeile, die bei den Deichtorhallen ihren derzeitigen Abschluss findet.

 

Bis 1865 verbanden die Gemeinden Rotherbaum und St. Georg hölzerne Stege und Brücken über den noch schmalen Alsterlauf und führten damals schon den Namen eines Pfandleihhauses mit der italienischen Bezeichnung Lombard (entsprechend den Lombarden, im Mittelalter Kaufleute aus Italien, die Leihhäuser betreiben durften), das westlich der Brücke gelegen im Schutz der "Bastion Diderus" gestanden haben soll.

1865 wurde die erste steinerne Brücke nach Entwürfen des verbeamteten Bauingenieurs Johann Hermann Maack (1809 - 1868) gebaut. Die Brücke, bestehend aus drei Korbbögen mit jeweils einer lichten Weite von 17m und einer Breite von ursprünglich 32m, wurde für den Bau der Verbindungsbahn Hamburg - Altona benötigt und war etwa 69 m lang. Heute beträgt ihre Breite in Höhe der Bögen ca. 48 m, über die der Eisenbahnverkehr parallel zur vierspurig ausgebauten Straße viergleisig geführt wird und unter denen die Alsterdampfer durchfahren.

Die Lombardsbrücke ist beiderseits mit massiven rechteckigen Vorköpfen versehen, die bis zur Höhe des auskragenden Geländers hochgeführt sind. Darauf ruhten früher insgesamt acht gusseiserne vierarmige Kandelaber geschmückt mit jeweils fünf Glaskugeln, entworfen von dem Bildhauer Carl Börner (1828 - 1905), Schüler von Justus Lippelt, dessen Schiller-Denkmal er 1866 vollendete. Börner hatte überwiegend Statuen entworfen,

  • so einige für das Hamburger Rathaus - Delphinengruppe an der Fassade, Teil der Brautpforte sowie die Berufsgruppe im Eingangsbereich,
  • Kersten Miles (? - 1420) an der gleichnamigen Kersten-Miles-Brücke - ehemaligen Bürgermeister (1378-1420) und beteiligt an der Hinrichtung von Störtebeker
  • die Columbus-Statue 1903 an der Kornhausbrücke.

Heute stehen auf der Lombardsbrücke nur noch zwei reichlich geschmückte Flaggenmasten (unter anderem mit Abbildungen von den Alsterschwänen und vom Hamburg-Wappen) und vier große attraktive Kandelaber (mal mit und mal ohne Möwe) auf Seiten hin zur Binnenalster, zwei weitere große Kandelaber auf Seiten hin zur Kennedybrücke sowie diverse kleinere Kandelaber - alle gegossen in der Carlshütte in Delligsen / Niedersachsen auf dem Weg unterhalb der Lombardsbrücke und der Kennedybrücke, vorbei an der Skulptur "Jüngling mit Möwe", eine 1955 vom Künstler Fritz Fleer geschaffene Bronze.

 

 

Da die Lombardsbrücke den Straßenverkehr nicht mehr bewältigen konnte, wurde nördlich und parallel zu ihrem Verlauf 1953 die Neue Lombardsbrücke vom Architekten Bernhard Hermkes hinzugefügt. Sie wurde 1963 in Kennedybrücke umbenannt in Gedenken an den ermordeten amerikanischen Präsidenten J.F. Kennedy. Zusätzlich ist sie auf der östlichen Seite mit dem Hinweis gekennzeichnet worden, dass der 10. Meridian Hamburg vertikal durchläuft.

Unter der Lombardsbrücke befindet sich eine Messstation der Hamburger Stadtentwässerung. Dort werden u.a. die üblichen physikalischen und chemischen Parameter wie pH-Wert, Wassertemperatur oder gelöster Sauerstoff gemessen. Aber auch der Stand der Konzentration der Blaualgen, Grünalgen, Kieselalgen und Cryptophyceae wird hier ermittelt.

Adresse: Außenalster und Binnenalster in Hamburg-St.Georg
Verkehrsanbindung: U2 Station Hauptbahnhof-Nord mit 5min. Fußweg

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