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10. Längengrad (Meridian)

- Kunst im öffentlichen Raum -

Den Hamburger wurde schon seit Jahrzeiten der von Nord nach Süd (also senkrecht) verlaufende 10. Längengrad nicht auf einem Tablett serviert, sondern vielmehr auf einer Brücke. So finden sich entsprechende Hinweise im östlichen Teil der Kennedybrücke (vormals Neue Lombardsbrücke).
 
Doch erst der Neubau der HafenCity hat diese originelle Gegebenheit in das Blickfeld der Hamburger wie auch Besucher gerückt. So wird denn auch nach Fertigstellung des Überseezentrums eine Straße mit „Am 10. Längengrad“ benannt. Diese wird exakt auf dem 10. Meridian verlaufen und führt vertikal vom zukünftigen ScienceCenter mit einem „Ableger“ des Planetariums direkt zur im Bau befindlichen Station HafenCity der Hochbahnlinie U4.

Doch auch die Kunst im öffentlichen Raum hat eines Ihrer Projekte danach benannt: „Treffen wir uns bei 10° Kunst“ hieß die Ausstellung aus 2006, die das Kulturkarte.de-Team mit Zustimmung der Hamburger Kulturbehörde mit dieser Seite verlinken durfte. Der Besucher erfährt mit Unterstützung eines Podcast der Kulturbehörde eine kostenlose Audioführung vom Jungfernstieg bis in die HafenCity. Auf dem Weg sind verschiedene Kunstwerke sowie historische Orte und Monumente zu entdecken. Dazu haben viele Hamburger Persönlichkeiten ihre Eindrücke und Ansichten mitgeteilt. Sie sind passend zu den Objekten parallel abhörbar.
 

Nicht uninteressant in diesem Zusammenhang:

Natürlich müsste es korrekt heißen 10° Ost - sprich östlich von Greenwich bei London. Denn dort beginnt die Messung aller Längengrade (auch Meridian genannt = alle sind gleich groß und verlaufen vertikal) mit Null Grad in beide Himmelsrichtungen, West bzw. Ost. In horizontaler Richtung verlaufen die Breitengrade, die in Nord- bzw. Südpolnähe die kleinste und mit dem Äquator die größte Länge aufweisen. Zusammen bilden sie ein Koordinatengitter, das auf jeder Weltkugel bzw. in jedem Atlas zu finden ist.

Interessierte sollten dazu www.welt-atlas.de aufsuchen. Entlang der Meridiane richten sich die Zeitzonen aus, in die die Erde aufgeteilt ist. Da die Erde an einem Tag eine volle Umdrehung um die eigene Achse macht, entspricht diese 360 Grad. Die volle Umdrehung dauert also einen Tag, gleich 24 Stunden bzw. 1.440 Minuten. Demzufolge beträgt der Zeitabstand zwischen zwei Meridianen genau 4 Minuten (1.440 min.: 360°).

Spannend dazu auch das Buch von Dara Sobel mit dem Titel „Längengrad“, in dem die Entdeckung des schottischen Uhrmachers John Harrison beschrieben wird. Ihm gelang es im 18. Jahrhundert, mit der Konstruktion einer Uhr ein nautisches Problem zu lösen: die Bestimmung der Längengrade.

Adresse: Kennedybrücke in Hamburg-St.Georg
Verkehrsanbindung: U2 Station Hauptbahnhof-Nord mit 5min. Fußweg

Homepage:  ohne