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STAATS- UND UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK

Neben der Bibliothek des Staatsarchivs Hamburg mit über 150.000 Beständen (Bücher, Urkunden, Druckschriften etc.) und der HÖB mit Medien in 26 Sprachen - davon 1,6 Mio. Bücher; 55.000 Videos und DVDs; 130.000 Kassetten und CDs und über 3.100 Zeitschriften-Abonnement in- wie auch ausländischer Zeitungen - ist die Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek (Stabi) eine der Großen in Hamburg.
Vollständig lautet ihr Name Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, benannt nach dem 1889 in Hamburg geboren Journalisten (Herausgeber der „Die Weltbühne“), Pazifisten und Nobelpreisträger (Verleihung in Haft rückwirkend für das Jahr 1935).
Carl von Ossietzky war 1933 aufgrund seiner politischen Herkunft und seiner Bedeutung in der Weimarer Republik von den Nazis unter Spionageverdacht inhaftiert worden. Er verstarb 1938 in Berlin nach schweren Misshandlungen und infolge einer Tuberkuloseerkrankung.
 
Aus der Rathsbibliothek (um 1480) und der Büchersammlung des Johanneums (um 1530) entstand 1751 die öffentliche Stadtbibliothek. Ab 1919 wird aus ihr die Universitätsbibliothek, die erst 1953 in den jetzigen Altbau der Stabi einziehen konnte, dem damaligen Standort des Wilhelm-Gymnasiums.
Das Gymnasium - 1883 per Verleihungsurkunde des Hamburger Senats benannt nach Kaiser Wilhelm I - war neben dem Johanneum eine der „Neuen Gelehrtenschulen“ Hamburgs und zog 1885 an die Moorweide und 1953 nach Ausbombung mit in das Gebäude am Kaiser-Friedrich-Ufer, in dessen unmittelbarer Nähe am 15.05.1933 der SA-Studentensturm auf einem Scheiterhaufen Schul- und Bibliotheksbücher u. a. von Heine, Tucholsky und Kästner als Folgetat der Reichskristallnacht vom 10.05.1933 verbrannte.
Das Gymnasium befindet sich heute am Klosterstieg in Harvestehude.

Die Stabi bewahrt, sammelt und erforscht fortgesetzt und seit Eröffnung des gewaltigen Neubaus in das verstärkte Ausmaß nicht nur die Geschichte und das Leben in und um Hamburg.
Auch Nachlässe wichtiger Hamburger Schriftsteller (u.a. Wolfgang Borchert) und die Viten weiterer Hamburger Persönlichkeiten (u.a. C.H. Stuhlmann, Gustav Mahler) sind nachlesbar. Ähnlich wie im Staatsarchiv befinden sich im Bestand auch alte Drucke und Kartenmaterialien, die mit erheblichem Erhaltungsaufwand (gegen Säurefraß) für den interessierten Leser vorgehalten werden. Doch nur Materialien mit einem Alter von unter 50 Jahren dürfen ausgeliehen werden.
Eine Vielzahl von Pflichtexemplaren über alle in der Stadt veröffentlichten Druckwerke und Tonträger runden das „Angebot“ ab. Dazu gehören auch umfangreiche Sammlungen der Hamburger Presselandschaft. Aufgrund des Umfangs werden über einen besonderen Campuskatalog der Einblick und die Vorab-Suche digital bzw. über den Zugriff per Homepage erleichtert. Voraussetzung dafür ist der Besitz eines Bibliotheksausweises.  Erwähnenswert auch die Aluminiumskulptur „Gedankenflug“ von Detlef Birgfeld (1983).
 

In dem bereits oben genannten und unter Denkmalschutz stehenden Altbau der Stabi befindet sich das Zentrum für Theaterforschung mit unterschiedlichsten Materialien.
Nicht zu vergessen auch die Vielzahl der angeschlossen Museen der Universität Hamburg mit den jeweiligen Fachbibliotheken, so z.B.:

-       das Mineralogische Museum
-       das Biozentrum Grindel und Zoologische Museum
 

Adresse: Von-Melle-Park 3
20146 Hamburg
Telefon: (040) 428 38 5857
Öffnungszeiten: Leihstelle: Mo-Fr 10-18, Sa 10-13 Uhr
Lehrbuchsammlung: Mo-Fr 10-16 Uhr
Verkehrsanbindung: Bus: 4,5 bis Staatsbibliothek
S-Bahn: Dammtor

Homepage:  www.sub.uni-hamburg.de