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Jüdischer Friedhof Ohlsdorf

- religiöse Orte -

Südöstlich angrenzend zum Ohlsdorfer Friedhof befindet sich seit 1883 an der Iflandkoppel der Jüdische Friedhof Ohlsdorf. Die dort vorhandenen 18.000 Gräber waren nach jüdischem Ritus bestattet worden und werden es auch heute noch. Gegenüber der großen Abdankungshalle (Trauerhalle mit Synagoge) - vom Architekten August Pieper (1844-1891) im romanischen Stil errichtet - befindet sich seit 1951 das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus und erinnert durch eine freistehende Urne mit Asche und Erde aus Auschwitz an die über 190.000 deutschen und über 5 Millionen europäischen Juden, die während des zweiten Weltkrieges umgebracht wurden.

Der jüdische Friedhof (Kirkut) ist in Bereiche eingeteilt und mit Großbuchstaben sowie nachfolgenden Nummern gestaltet. So finden sich dort der:

  • Ehrenfriedhof für die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten

 

  • Neuer Jüdische Friedhof

 

 

  • Friedhof Neuer Steinweg, auf dem diverse Grabsteine 1954 umgebettet wurden. Auch die translozierte eiserne Pforte soll an den ehemaligen Standort in der Hamburger Innenstadt unweit vom Hamburger Hummel erinnern. Der Friedhof war damals mit Sondergenehmigung eingerichtet worden, weil aufgrund der Besetzung Hamburgs durch die Franzosen ab 1814 außerhalb der Stadt liegenden Flächen nicht erreichbar waren.

 

  • Historischer Friedhof Ottensen, von dem 1939 + 1941 rund 175 Grabmale unter der Leitung des Oberrabbiners Dr. Carlebach in Ohlsdorf wieder aufgestellt werden.

 

  • Historische Grindel-Friedhof von 1711, bestehend aus dem Portugiesisch-Jüdischen Gemeinde sowie der Deutsch-Israelitischen Gemeinde mit Steinen von 200 Grabmalen des Friedhofs. Im Juni 1937 musste auf Anweisung der damaligen Machthaber der Friedhof am Grindel im Stadtteil Rotherbaum vollständig geräumt werden. Seit 1986 erinnert dort eine Stele mit Gedenkschrift an den ehemaligen Friedhof mit Standort „An der Verbindungsbahn / Ecke Rentzelstraße“. Dort waren bestattet worden der Rabbiner Isaak Bernays und der Jurist Gabriel Riesser.

 

 

In Ohlsdorf ist der hervortretende Grabstein von Gabriel Riesser (1806-1863) zu erwähnen. Er war

  • Schüler des Johanneums; was einen pensionierten Direktor veranlasste, dieses bei seiner Buchvorstellung zur Buchpreisverleihung HamburgLesen 2014 voller Stolz anzumerken.
  • Rechtsanwalt (als Obergerichtsrat war er der erste jüdische Richter in Deutschland),
  • Notar (Dank einer im Mai 1840 verabschiedeten Ausnahmeregelung des Senats, wonach jüdische Hamburger Notare werden können unter der Vorgabe  „künftighin auch ein oder zwei Mitglieder der hiesigen israelitischen Gemeinde, wenn sie sonst dazu qualifiziert wären),
  • Journalist
  • Politiker (1849 Abgeordneter für das Herzogtum Lauenburg in der Frankfurter Nationalversammlung sowie 1859-1862 Mitglied bzw. Vizepräsident der Bürgerschaft).

Am 22.04.13 lud die Bürgerschaft zu einer Feierstunde zum 150. Todestag von Gabriel Riesser ein.  

 

Adresse: Ilandkoppel 68 in 22337 Hamburg-Ohlsdorf
Telefon: 040 6307964
Verkehrsanbindung: U-Bahn Station Ohlsdorf

Homepage:  www.jfhh.org