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Friedhof Nienstedten

- Religiöser Ort -

 

Der gut 10 Hektar große Friedhof in Nienstedten am nördlichen Elbufer besteht seit 1814 und ist - wie damals üblich - in geometrischer Form rechtwinklig angelegt worden. Auf diesem nun 200 Jahre altem Ehrenhain stehen diverse Mausoleen sowie Gruften. Doch auffallend sind die Vielzahl von künstlerisch ansprechenden Skulpturen sowie monumentalen historischen Gräbern:

- alte englischsprachige Grabmale liegen unweit entfernt von Grabstätten mit keltischen Grabsteinen;

- moderne Statuen ergänzen viele Gräber mit altehrwürdigen symbolbehafteten Schmucksteinen.

- unübersehbar die monumentale Gedenkstätte in Erinnerung an die Toten im Ersten Weltkrieg (1914-1918). Der Bildhauer Richard Luksch fertigte dieses Denkmal mit dem strengen Christus-Abbild 1920 aus einem Sandstein

- interessant die Museumsbereiche I - IV, in denen verschiedene Grabsteine zusammengeführt wurden und durch aufklärende Tafeln auf unterschiedliche Formen und Materialien hinweisen.

 

 

In Nienstedten sind viele Hamburger Persönlichkeiten beerdigt:

  • Hans Harder Biermann-Ratjen (1901-1969) Senator der Kulturbehörde (1945-53)

 

  • Bernhard von Bülow (1849-1929) Reichskanzler des damaligen Deutschen Kaiserreichs (1900-1909)

 

  • Elsa Essberger, verw. Wolff, geb. Schirmer (1898-1977). Reederin (2.Foto) und u.a. Eigentümerin des Weißen Hauses unter Elbchaussee 547 (weiterhin im Familienbesitz) sowie Kuratoriumsmitglied in der SHK (1970). Das abgebildete Schiff auf dem Grabstein ist eine Nachbildung der damals Reederei eigenen Bark Seute Deern. Das Original - heute ein Museumsschiff - wurde 1919 gebaut und erhielt den plattdeutschen Namen aufgrund der Gallionsfigur am Vordersteven: ein "süßes Mädchen".

 

  • Hubert Fichte (1935-1986) Schriftsteller

 

  • Walter Göttsch (1896-1918) Jagdflieger der deutschen Fliegertruppe im Ersten Weltkrieg; bei Amiens in Frankreich gefallen (6.Foto).

 

 

  • Hans-Henn/ry Jahnn (1894-1959) Schriftsteller, Orgelbauer, Gründer der Freien Akademie der Künste, Mitbegründer der Deutschlandabteilung des P.E.N.-Clubs* (1948)

 

  • Carlheinz Hollmann (1930-2004)  Fernseh- und Rundfunkmoderator sowie Initiator von Großveranstaltungen wie das Alstervergnügen und Hamburger Hafengeburtstag

 

 

  • Anton Emil Langer (1864-1928) Bauherr und Eigentümer des Hotel Reichshof (1910) und des Hotel Esplanade. Die Bronzeskulptur eines Sämanns (1928 / 5.Foto) ist vom Bildhauer Arthur Bock (1875-1957). Im Sockelbereich findet sich der Spruch: "Ich muss wirken so lange es Tag ist, es kommt die Nacht, da niemand wirken kann".

 

 

  • Bernhard Nocht (1857-1945) Tropenmediziner und Berater bei Hamburgs Choleraepidemie 1892 / nach Beerdigung Überführung der sterblichen Überreste auf den Ohlsdorfer Friedhof

 

  • Angehörige der Familie Reemtsma - Tabakwarenfabrikation ab 1922 in Hamburg

 

  • Peter Tamm (1928-2016) Journalist, Verleger, Ehrenkapitän der Rickmer Rickmers, Schiffsmodellsammler bis hin zum Initiator des Internationales Maritimes Museum, in der seine Sammlungen an Modellen, Bildern + maritimen Objekten über die „Peter Tamm Sen. Stiftung“ eingebracht wurde.

 

  • Maria Vogel geb. Fell (1980-1934 / 1.Foto); sie hinterließ vier Kinder, die von Professor Arthur Bock in seiner Skulptur (1934) mit aufgenommen worden sind.

 

  • Eberhard Wolff (1920-1942 / 8.Foto) Jagdflieger der deutschen Fliegertruppe im Zweiten Weltkrieg; in Frankreich gefallen.

 

 

* P.E.N. = POETS - ESSAYISTS - NOVELISTS / international bekannter Autorenverband, gegründet 1921 in London.

 

 

Adresse: Elbchaussee nach 408 in 22699 Hamburg-Nienstedten
Verkehrsanbindung: Bus 286 Station Friedhof Nienstedten und Bus 39 Station Nienstedter Marktplatz

Homepage:  ohne