Der Blick vom Leuchtfeuer Baakenhöft aus auf die Innenstadt von Hamburg ist gewaltig - gutes Wetter vorausgesetzt. Die Türme der Hauptkirchen und des Rathauses zeichnen sich am wolkenklaren Himmel ab, während die sich entwickelnde HafenCity mit vielen abgeschlossenen Bauprojekten fast malerisch ins Bild einfügt (1.+ 6.Foto). Im Hamburger Hafen bestehen noch weitere Leuchtfeuer. Das Leuchtfeuer Ellerholzhöft steht unter Denkmalschutz.
Vor Ort befindet sich der Betrachter auf einer ehemaligen Hafenfläche - genauer: auf dem Gebiet des ehemaligen Afrika-Terminal (4.Foto). Entlang des Kirchenpauerkai wurde die Landzunge in den vergangenen Jahren von Baufirmen überwiegend für die Lagerung von Kies, Sand und anderen Baumaterialien genutzt. Dabei entstanden auch reizvolle Bilder beim Blick auf die Norderelbe (2.+ 3.Foto).
Am westlichen Ende des Kirchpauerkais nicht weit Leuchtfeuer Baakenhöft befindet sich der Schuppen 29. Der hätte es sich auch nicht träumen lassen, erst entmietet und zur Hälfte abgerissen zu werden, um danach für neue Planungen bereit zu stehen. Denn der verbliebene Teil der ehemaligen Lagerhalle sollte laut der HafenCity GmbH zu einer Kultur- und Eventhalle "mutieren".
DOCH SEIT DEM 08.02.25 STEHT FEST: DORT ENTSTEHT DIE NEUE HAMBURGISCHE STAATSOPER. Die Kosten übernimmt die Kühne-Stiftung. Die Stadt stellt das Grundstück und übernimmt die standortbedingten Kosten für den Flutschutz.
Die Freifläche vor der zuvor geplanten 8.000m² große Festhalle - nur durch den Magdeburger Hafen vom Überseequartier getrennt - wurde bereits mit einem Neubau für einen weiteren Schiffsterminal bebaut, ähnlich wie CCI + CCII sowie die Anlage in Altona.
Über die im Bau befindliche dreispurige Lohsebrücke zur geplanten Grünanlage Lohsepark und zur Gedenkstätte in unmittelbarer Nachbarschaft ist eine zügige Anbindung zur Hamburger City bzw. zum Hauptbahnhof fertiggestellt. Auch die fußnah gelegene U-Bahn-Station HafenCity-Universität der U4 erleichtert interessierten Besucher*innen des neuen Areals ein schnelles An- und Abfahren.
Im Februar 2025 einigten sich die Stadt und die Stiftung des Milliardärs Klaus-Michael Kühne, am Baakenhöft in der HafenCity ein neues Opernhaus für die Staatsoper Hamburg, das Hamburg Ballett und das Philharmonische Staatsorchester zu errichten. Es soll ein Opernhaus von Weltrang werden, das wie die Elbphilharmonie die Kultur in unserer Stadt bereichern und ihre internationale Strahlkraft beflügeln soll. So soll es Hamburgs derzeitiger 1.Bürgermeister formuliert haben.
Dafür wurden fünf international anerkannte Architekturbüros ausgewählt, darunter auch Vertreter aus Dänemark und Paris. Im November 2025 soll der Siegerentwurf gekürt werden. Dem Neubau steht ein Gelände von 42.000m² zur Verfügung, das Hamburg auf Staatskosten für rund 150 Mio. Euro gegen Sturmfluten und Hochwasser ertüchtigen wird.
Das Gebäude soll ein begehbares Dach vorsehen. Im Inneren werden die Belange für die Oper und das Ballett bedarfsgerecht berücksichtigt; ein Mangel an der bestehenden Oper in der Dammtorstraße. So ist es den Besucher*innen kaum bewusst, dass z.B. die Größe und Beschaffenheit der Hauptbühnen, die der Seitenbühnen, der Hinterbühnen und auch des Zuschauerraums incl. Akustik wesentlich sind, ebenso wie die der Probenräume für das Hamburg Ballett.
