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Bojen und Wracks

- Maritimes -

Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen in Deutschland und liegt nach Rotterdam / Niederlande im ewigen Wettstreit mit Antwerpen / Belgien um den Rang als zweitgrößter Hafen in Europa. Durch diverse Schifffahrtsrouten ist Hamburg weltweit mit mehr als 900 Häfen verbunden.

Der Hamburger Hafen liegt an der Unterelbe und ist ein Tidehafen; Gezeiten Ebbe + Flut wirken sich auf das Geschehen im Hafen aus. Dies wird für den Zuschauer insbesondere bei Hochwasser bzw. bei Sturmfluten deutlich sichtbar.

Die Elbe-Fahrrinne ist ab Cuxhaven relativ schmal und für große vollbeladene Containerschiffe oftmals zu flach. Damit diese wie auch bedeutend kleinere Schiffe nicht auf eine der vielen Sandbänke im Elbestrom auflaufen, ist die Fahrrinne mit Bojen markiert.

 

Dennoch ist es nichtverwunderlich, dass im Elbstrom sowie auf den sich ständig verändernden Sandbänken eine Vielzahl von Schiffswracks liegen:

  • Die unter dänischer Flagge fahrende Galeasse "Gottfried" sank im März 1822 zwischen Cuxhaven und der Insel Helgoland in einem mehrtägig andauernden Orkan. Mit dem Frachtensegler gingen kostbare antike ägyptische Fundstücke verloren, die damals vom Freiherr Menu von Minutoli (1772 - 1846) im Umfeld von Luxor ausgegraben bzw. angekauft worden waren. Empfänger wäre der preußischen König gewesen, der in Berlin damit das Ägyptische Museum ausstatten wollte. Unterwasser-Nachforschungen mit neuestem technischen Gerät blieben zuletzt 2010 erfolglos.

 

  • Im Oktober 1936 kenterte und versank im ewigen Mahlsand das 52m lange Feuerschiff Elbe1 bei einem starken Orkan. Gebaut wurde es 1912, der Standort war die Elbmündung. Neben der Funktionsbezeichnung ELBE 1 war Namensgeber Bürgermeister O`Swald;

 

  • im Dezember 1961 strandete der englische Dampfer „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“;

 

  • im Januar 1962 folgte die "Fides" auf ihrem Weg in den Nord-Ostsee-Kanal;

 

  • seit Oktober 1926 und noch heute erkennbar liegt der finnische Motorseglers „Polstjernan“ am Falkensteiner Ufer. Er wurde dorthin abgeschleppt nach einem Brand im Maschinenraum im Nord-Ostsee-Kanal.

 

  • drei Schiffsleichen liegen vor Bützfleth; ein historischer Elbsegler seit 400 Jahren, ein 40m langers Minensuchboot und ein Kriegsschiff seit dem Zweiten Weltkrieg. Gefunden wurden sie durch das neue 7,5m lange Vermessungsboot "Level-A", das durch Hydrographie (Vermessung u.a. von Flussböden) für eine sichere Fahrrinne sorgen sollte. Bei einem Einsatz im Rhein wurde das Forschungsschiff selbst Opfer einer Kollision und zum Wrack.

 

Vorab folgende Hinweise:

Die Spitze eines Schiffes wird als Bug bezeichnet, das Ende nennt sich Heck oder auch Achtersteven. Das unter Wasser liegende Ende dagegen heißt Kiel. Wer die Augen zum Bug richtet sollte wissen

  • Backbord ist links - mit roten Positionslichtern
  • Steuerbord liegt rechts - mit grünen Positionslichtern.

 

Und nun zu den Bojen:

Entsprechen farblich markiert sind die Bojen, auch Tonnen genannt, die die Befahrbarkeit des Gewässers begrenzen: links schwimmen die fest verankerten roten Bojen, rechts die grünen nautischen Wegweiser.

Neben den Markierungsbojen gibt es Signalbojen für Taucher, Rettungsbojen, Bojen zum Festmachen eines (eigenen) Bootes oder Bojen für Forschungszwecke. Sie haben jedoch unterschiedliche Formen. Gleich ob kugel-, kegel- oder tonnenförmig bzw. mit Aufbau oder schlicht, alle sind schwimmfähig; egal ob aus Metall, Kunststoff oder Kork (selten noch Holz).

Künstlerisch bekannt geworden sind sie durch die Männer auf Bojen. Repariert und neu angestrichen werden sie in Hamburg in einer Stackmeisterei - z. B. der beim Anleger Finkenwerder.

Auch vor dem Museumshafen Övelgönne liegen große Tonnen an Land.

 

Doch in der Hafenstadt Hamburg finden sich weitere Nautische Signale:

Adresse: - diverse Standorte -

Homepage:  ohne