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Grindel-Hochhäuser

- Kunst im öffentlichen Raum -

Im hamburgmuseum (Museum für Hamburgische Geschichte) wird interessant dargestellt, wie sich die jüdische Gemeinde in Hamburg Eimsbüttel zwischen den Straßenzügen Grindelberg bis Mittelweg und Dammtor bis Klosterstern und weit darüber hinaus entwickelt hatte. Markant die Synagoge am Bornplatz, Nähe Grindelhof. Sie, wie auch viele der eleganten Patrizierhäuser fielen den Bomben des 2. Weltkriegs zum Opfer.
 

Danach war es die Entscheidung der zuständigen britischen Besatzungsmacht, neue Gebäude im Gebiet zwischen Grindelallee, Hallerstraße, Brahmsallee und Oberstraße zu errichten. Der erste Plan, dort eine britische Kommandantur zu bauen, wurde glücklicherweise zu Gunsten Frankfurt a.M. aufgegeben. Stattdessen wurde eine Gruppe von acht "unbelasteten Architekten, der "Gruppe der Grindelberg" u.a. mit Bernhard Hermkes, Rudolf Jäger, Rudolf Lodders und Heinz Jürgen Ruscheweyh, beauftragt, moderne und für den sozialen Wohnungsbau geeignete Hochhäuser zu planen. In 10-jähriger Bauzeit wurden 1956 zwölf lang gestreckte Gebäude mit jeweils 9 -12 Geschossen und über 2.000 Wohnungen realisiert. Sie beinhalteten überwiegend kleinere Wohnungen mit nur 20 m², aber in den Dachgeschossbereichen auch penthausartige Wohnateliers.
 
Alle Häuser stehen unter Denkmalschutz. Sie stehen in Nord-Süd-Richtung in fünf Reihen versetzt. In die großen Abstände sind überwiegend Grünanlagen eingebettet worden. Einheitlich mit hellem gelben Klinker verkleidet, achteten die Architekten auf jeweils eigene "Gesichter" aufgrund unterschiedlicher Fensterrhythmen und -formen, Loggien, Kragdächern und Ausbildungen der obersten Geschosse. Gleichwohl ist der einheitliche, geschlossene Eindruck der Wohnsiedlung erhalten geblieben.
 

Erwähnenswert sind noch die Hinweise, dass sich unter der Adresse Grindelberg 66 das Bezirksamt Eimsbüttel befindet, Verwaltungssitz und quasi Rathaus des Hamburger Bezirks Eimsbüttel. Im Erdgeschoß

  • bewegt sich unablässig ein beliebtes Objekt insbesondere für Jugendliche - ein Paternoster; er transportiert bis heute seine Besucher bis in den 10 Stock. Die eine Etage zur Kantine und zum großen Sitzungssaal muss per Treppe gemeistert werden.
  • steht eine Bronze von Fritz Fleer - siehe 7. Foto -, die im Rahmen von Kunst für städtische Gebäude dort installiert wurde.
  • befand sich im unter Grindelberg 68 über Jahre eine Kinderbibliothek der Zentralbibliothek; sie ist zwischenzeitlich aufgegeben worden.

  In die Grünanlagen sind 5 Skulpturen von Hamburger Künstlern installiert worden, von denen die "Große Liegende", 1956 von Barbara Haeger, an der Ecke Grindelallee / Hallerstraße aus dem vorbeifahrenden Metrobus 5 des HVV gut wahrgenommen werden kann.   Auch die anderen Skulpturen sind modern, aber erkennbar gegenständlich und nachvollziehbar:

  • "Schreitende", 1956 von Hans Martin Ruwoldt, Mitglied der Hamburgischen Sezession. Seine bekannte Skulptur "Panther" ist in Planten un Blomen zu finden
  • "Schwäne", 1958 von Karl-August Ohrt,
  • "Eselreiter", 1956 von Ursula Querner,
  • "Großer Speerträger", 1957 von Fritz Fleer.
Adresse: Grindelalle, Hallerstraße
Verkehrsanbindung: U3 Station Hoheluftbrücke Metrobus: 5 bis Bezirksamt Eimsbüttel

Homepage:  keine
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