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Wandbilder der Gesellschaft

- Kunst im öffentlichen Raum -

Hamburg entwickelt sich weiterhin zur Kreativhochburg, gleich ob digital, medial oder schlicht künstlerisch. Die Graffitis u.a. im Schanzenviertel erscheinen oft als unbequem, gar unsauber und in ihrer unübersichtlichen Vielzahl als ablehnend. Doch wer genau hinschaut, findet manche gelungene Abbildung, oftmals mit gesellschaftspolitischem Hintergrund.

 

Eindeutig dagegen sind die nachstehenden Wandbilder:

  • Altona erhielt 1989 in der Thedestraße das Nicaragua-Wandbild, das von Sönke Nissen-Knaack, Klaus Klinger, Rafael Flores und Baltazar Guitierres  im Rahmen des Kulturaustausches zwischen Hamburg und seiner Partnerstadt Leon entstanden ist. Es zeigte zum Einen die schlichten  Lebensbedingungen in Afrika und zum Anderen die moderne Lebenswelt in Hamburg - sicherlich stellvertretend für Europa. Dazu waren u.a. Hafenkräne und das Chilehaus als Symbole des Fortschritts und des Handels im Wandbild aufgenommen worden. Es stellte Fragen zu den Auswirkungen der Handelsweise der Industrieländer auf die dortigen Bewohner ebenso wie über Nachhaltigkeit und schonender Umgang mit Ressourcen. 2018 ist davon vor Ort nur noch ein unbedeutender schmaler rechter Bilderrand zu sehen (7.Foto). Der Bilderkern wurde durch Bebauung vernichtet. Ein Pendant befindet sich in Leon. Ob es noch besteht, ist hier nicht bekannt.

 

 

  • Davidwache: das interkulturelle Wandbild „Anbetung und Prostitution“ von 2000 - erstellt von dem afrikanischen Künstler Samuel Mbingilo und dem Hafenstraßenkünstler Kai Teschner - entstand im Rahmen der weltweiten Wandmalkampagne MURAL GLOBAL (1.Foto). Beide Künstler erstellten 2001 auch in Windhoek / Namibia das Wandbild: „Black Amanda - the other story of Sisyphos“. Durch einen Anbau der Davidwache verweist nur noch ein Hinweisschild auf dieses gesellschaftskritische Kunstobjekt.

 

  • Frauenarbeit im Hafen: entlang des nördlichen Elbufers befinden sich an traditionsreichen Orten im Umfeld des Fischmarktes visualisierte Gemälde (3.Foto). Sie zeigen diverse Arbeitsfelder im Hafen, die überwiegend durch Frauen erledigt wurden. Beispielhaft sei die Verarbeitung der Rohware Fisch erwähnt.

 

  • Harvestehude: Auf dem Uni-Gelände ist an einer Betonwand vor der Fachbibliothek für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft ein Wandbild vom Graffiti-Künstler Philipp Kabbe angebracht (2.Foto). Es besteht aus einem Portrait von Martha Muchow (1892-1933) sowie Zitaten aus dem Buch „Der Lebensraum des Großstadtkindes”. Sie beschäftigte sich mit Psychologischen Problemen der frühen Erziehung und war Anhängerin der Fröbel-Bewegung. Im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof erinnert ein Stein innerhalb der Erinnerungsspirale an sie.

 

 

  • St. Georg: das Wandbild "Weltbild" an der Stiftstraße war 1983 vom Künstlertrio Eckart Keller, Sönke Nissen und Fritz Steingrobe im Auftrag der SAGA entworfen und auf angeschraubte Eternit-Platten übertragen worden (5.+ 6.Foto). Es zeigte das vielfältige und multikulturelle Miteinander im Viertel sowie Auszüge aus der Geschichte von St. Georg. Der neue Eigentümer ließ das Kunstwerk im Herbst 2015 abtragen und entsorgen, ohne die laut Kulturbehörde mögliche Erhaltung incl. Restaurierung in Anspruch zu nehmen.

 

 

Diese Wandbilder gehör(t)en zum Erscheinungsbild der jeweiligen Standorte und spiegel(te)n Hamburgs vielseitigen gesellschaftspolitischen Aktivitäten wieder.

 

Adresse: - diverse Standorte in Hamburg -

Homepage:  ohne
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