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Verlorene Kunst

- Kunst im öffentlichen Raum -

Zuerst eine erfreuliche Nachricht: im ehemaligen Nebengebäude des Johanneum (1905 /  Architekt Carl Johann Christian Zimmermann) in der Armgartstraße, heute der Campus der HAW Hamburg des Department Modedesign, Kostümdesign, Textildesign und Bekleidung (vormals „Meisterschule für Mode“) wurden im Treppenhaus des Eingangsbereichs zwei Mosaike wiederentdeckt. Die zuvor mit Pinnwänden verkleidet gewesenen Glasmosaike mit Vögeln und Schmetterlingen (1955) sind von Annette Caspar (1916-2003) und befinden sich in gutem Zustand. Dagegen weisen ihre drei Glasmosaike „Wasser - Luft - Erde (1957) in der Schule Paul-Sorge-Straße in Niendorf erhebliche Schäden auf.

 

Verheerend ist die Situation mancher Objekte nicht nur von namhaften KünstlerInnen an Hamburgs öffentlichen Gebäuden und Flächen:

  • Bronze Stelzenläufer (1965 / 3.Foto) von Otto Peters (1882-1952) liegt abgebaut im Heizungskeller der Schule Volksdorfer Damm.

 

  • Reliefplastik (1956) von Barbara Haeger im Treppenhaus der Schule Anna-Susanna-Stieg ist verschollen.

 

  • Wandbild (1956) von Arnold Fiedler in der ehemaligen Kantine der Baubehörde wurde beim Verkauf des Gebäudes an der Stadthausbrücke aufgegeben

 

  • 3 Wandkeramiken(1956) von Johannes Ufer sind an der Schule Mittelweg durch Ergänzungsbauten den Maßnahmen zum Opfer gefallen.

 

  • Steinrelief Mutter mit 2 Kindern + Lamm (1953) von Erwin Scharff vor der ehemaligen Gesundheitsbehörde in der Testorpfstraße wurde bei Bauarbeiten zerstört.

 

  • Nach der Aufgabe der Räumlichkeiten durch den Kunstverein am Ferdinandstor und Neubau der Galerie der Gegenwart verschwanden diverse Kunstobjekte. Während die "Tunnelplastik" des Bochumer Bildhauers Friedrich Gräsel (2.Foto) hinter dem Künstlerhaus Sootbörn  still vor sich hin rostet, konnten die Grafiken von Werner Nöfer bisher nicht aufgefunden werden.

 

  • Mit dem Neubau des Areals um das alte und neue Metropolis-Kino verschwanden im alten Innenhof auch 5 Wandbilder (6.-8.Foto) aus 1986, die Metropolis Farblichtspiele von Adam Jankowski (*1948) und Dagmar Fedderke (*1949).

 

Zwei nicht temporär sondern ursprünglich dauerhaft angelegten Projekte der stadtweiten Freilichtausstellung Außendienst (2000 in Kooperation von Kulturbehörde und Kunstverein) wurden auf Veranlassung der Stadt kurzer Hand abgebaut:

  • das Projekt "Engpass" in der HafenCity von Roman Signer (1.Foto). Da die zwei Betonwände mit eingequetschtem PKW Aufsehen erregten, wurden sie von den Verantwortlichen unverständlicher Weise alsbald nach Fertigstellung wieder demontiert werden. Dabei war im Vorwege schon darauf geachtet worden, dass Motoröl etc. nicht die Umwelt verschmutzen konnte. Doch der (kulturell beabsichtigte) Anblick eines verunfallten PKW sinnbildlich für einen Engpass im Leben war gesellschaftspolitisch nicht dauerhaft durchzuhalten. Die Entscheidung des Abbaus war kulturell gesehen eine Fehlentscheidung!

 

  • Gleiches geschah mit dem Projekt Ceasar´s Cosmic Garden des amerikanischen Künstlers Ronald Jones, erstellt neben dem Museum für Kunst und Gewerbe und den Bahngleisen am Steintorplatz (4.+5.Foto). Der quadratisch angelegte Garten war mit kreuzförmigen Wegen und elektrischer Beleuchtung versehen, in dessen Mittelpunkt ein Bäumchen (des Himmels) stand. Insgesamt bestand die Anlage aus Quadrat, Kreis und Kreuz und waren
  1. in der Spätantike Formeln für den Kosmos, die in den Klostergärten des Mittelalters und der Architektur der Renaissance wieder aufgenommen wurden. Sie repräsentieren die Harmonie der göttlichen Schöpfung.
  2. hier eine Nachbildung des Barockgartens im KZ Auschwitz-Birkenau. Eine Luftaufnahme der Air Force / USA aus 1944 zeigt direkt hinter dem Eingang zum Hof des Krematoriums des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau einen solchen Ziergarten vor der Gaskammer, für tausende Opfer des Holocausts ein letzter Blick auf Natürliches in der damaligen unmenschlichen Welt.
  3. 2008 wurde die Gedenkstätte aufgegeben und durch schlichten Rasen ersetzt.

 

 

Wissenswert sind in diesem Zusammenhang auch die Informationen zu Arbeiten am Kunstwerk und zu Kunstraub.

Adresse: diverse Standorte

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