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Litfaß-Säulen

- Denkmalschutz und Werbung -

Der Drucker und Verleger Ernst Theodor Amandus Litfaß (1816-1874) erfand 1855 in Berlin den nach ihm benannten Außenwerbungsträger.

 

In Hamburg stehen noch 7 historische Litfaßsäulen; eine achte an der Südseite der Lombardsbrücke wurde im Winter 2010 leider zusammengefahren (2.Foto) und danach originalgetreu nachgebaut. Sie sieht den historischen somit ähnlich, ist aber neu (1.Foto)

Sie bestehen aus einem aus Ziegeln gemauerten Sockel, der von einem Rosettenkranz abgerundet ist. Die darauf liegende Eisenkonstruktion ist mit einem grünen Keramikdach in Form eines Kegels gedeckt, dessen Spitze die sog. „Hamburger Rose“ zeigt.

Die Standorte der unter Denkmalschutz stehenden Litfaßsäulen befinden sich:

 

Daneben gibt es Säulen, die

- schlichterer Bauausführung sind und in klassischer Weise mit Werbung beklebt werden.

- ausschließlich für kulturelle Informationen gedacht sind (Kultursäulen / 3.Foto) mit der blauen Banderole incl. Schriftzug „KULTURSTADT HAMBURG“ bzw. „KULTUR IN HAMBURG“.

- beleuchtete Werbeträger unter einer durchsichtigen Plexiglasscheibe zeigen und diese um ihre Achse drehen.

- vereinzelt zusätzlich ein WC beherbergen und durch Münzeingabe von jedermann genutzt werden kann (Hopfenmarkt / 4.Foto).


Zum „200. Geburtstag Ernst Litfaß“ hatte die Bundesregierung am 11.11.15 per Beschluss eine 20-Euro-Gedenkmünze prägen lassen, die im Juli 2016 in den Verkehr gebracht wurde (5.Foto). Die Berliner Künstlerin Susanne Jünger entwarf dafür die Vorlage. Die Wertseite zeigt einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, Wertziffer und Wertbezeichnung, das Prägezeichen „D“ des Hauptmünzamtes in München, die Jahreszahl 2016 sowie die zwölf Europasterne. Zusätzlich ist die Angabe „SILBER 925“ aufgeprägt als Hinweis auf den Silberbestandteil von 925/1000 (+ 75 Tausendteile Kupfer). Der glatte Münzrand der 18g schweren Münze enthält in vertiefter Prägung die Inschrift: „RUNDUM INFORMIERT RUNDUM INFORMIERT“. Sie ist ein offizielles Zahlungsmittel!

 

 

Durch den Film „Der Dritte Mann“ wurden die Litfaßsäulen von Wien berühmt. Einige dienen als Zugang zu den unterirdischen Entsorgungskanälen. Deren Verzweigung wurde in dem Film ausführlich dargestellt und beeindruckten zusätzlich zum Filminhalt und der Handlung.

Adresse: - diverse -

Homepage:  ohne