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Großneumarkt mit Jubiläumsbrunnen

Der Großneumarkt wurde in Folge der Weiterentwicklung der heutigen Altstadt mit Grimm (Altstadt / bischöflicher Stadtteil des damaligen Hamburg um 1200) und Cremon (Neustadt / gräflicher Teil) der Mittelpunkt der Neuen Stadt und zeitgleich Zentrum der damaligen Bürgerwache. Durch den 2. Weltkrieg ist auch in diesem Viertel vieles zerstört worden.
Die Hamburger Feuerkasse stiftete 1976 der Stadt Hamburg einen Brunnen, der hier auf dem Großneumarkt in Blickweite der St Michaeliskirche - Wahrzeichen von Hamburg und volksnah Michel genannt - seinen Standort fand. Der aus Bronze gefertigte insgesamt 4 m hohe Brunnen von Doris Waschk-Balz zeigt eine Wendeltreppe mit diversen Wasserspendern entlang der Stufen, auf denen die Künstlerin in unterschiedlichen Größen Figuren gestellt bzw. Körperteile gesetzt hat und die vom herabfließenden Wasser umspült werden. Die 1679 gegründete Hamburger Feuerkasse erinnert damit an ihr 300jähriges bestehen. Sie ist damit die älteste Feuerversicherung der Welt. Sie führte ein, dass die Gebäude nach ihrem tatsächlichen Wert versichert wurden. Heute scheint es wie selbstverständlich, dass der Verkehrswert Grundlage aller Grundstücks- und Gebäudekaufpreisermittlungen darstellt. Erst 1997 entfielen Monopol und Pflichtversicherung der Feuerkasse für den Großraum Hamburg. Daneben schmückt ein gewaltiger Kandelaber den Platz, der aber im Gegensatz zu den mächtigen Kandelabern auf der Hamburger Öffentlichen Leihbibliothek, ebenfalls an den Kohlhöfen gelegen sowie die "Pelikan-Apotheke", die bereits Ende des 17. Jahrhunderts an diesem Standort namentlich erwähnt wird. Vom Großneumarkt aus ist über die Wexstraße in wenigen Minuten ein Modell der Stadt Hamburg zu erreichen. Auf einer Fläche von ca. 110 m² spiegeln aus geweißtem Lindenholz gefertigte Modelle den inneren Stadtbereich von Augustinum im Westen bis Blumen- und Gemüsegroßmarkt im Osten und dem Völkerkundemuseum im Norden bis zur HafenCity im Süden im Maßstab 1:500 wieder. Als zusätzliche Information werden geplante Neubauten in das Modell eingepaßt, verbleiben aber bis zur Realisierung noch in der hölzernen Lindenholzfarbe; es wird ständig aktualisiert.
Doris Waschk-Balz hat auch andere Aufträge für Skulpturen im öffentlichen Raum verwirklicht, so z.B. 1982 den Brunnen auf dem Veddeler Marktplatz, nicht weit von dem neuem Museum Auswandererwelt Hamburg, das unter dem Namen "BallinStadt"  am 04 Juli 2007 eröffnet wurde (Nationalfeiertag der USA).

Adresse: Großneumarkt in Hamburg-Neustadt
Verkehrsanbindung: S-Bahn Stadthausbrücke

Homepage:  keine