Anno 2006 war es geschafft. Der Spielbudenplatz war + ist neu bebaut und einer Betreibergesellschaft um das Schmidt Tivoli übergeben worden. Zwei große bewegliche Bühnen an den beiden Enden des Platzes ruhen auf Gleisen. Dadurch können sie in Bedarfsfalle zusammengeführt und zu einer Großraumbühne vereint werden. Für Veranstaltungen dieser Art genau das Richtige, für eine ansprechende Platzgestaltung zu wenig.
Gleichwohl besser so als das, was zuvor gelaufen war. Nur Planungen ohne Realisierungschancen. Zurückblickend standen zur Debatte:
- 1997 wurde ein Bürgerwettbewerb durchgeführt mit dem Ergebnis, dass eine Idee von Niki de Saint Phalle verwirklicht werden sollte - u.a. bekannt durch ihren "Fontaine Igor Stravinsky" Nahe des Palais de Pompidue in Paris oder den zwei Figuren vor den Zelt vom König der Löwen gegenüber den Landungsbrücken. Doch noch vor der Vertragsunterzeichnung verstarb die Künstlerin, sodass ihr Vorschlag nicht mehr realisiert werden konnte.
- 2002 hatte dann die damalige Baubehörde Verbindung mit dem amerikanischen Pop-Art Künstler Jeff Koons aufgenommen. Doch sein Vorschlag einer Dauerbaustelle, bestehend aus beleuchteten Kränen, war von der Bevölkerung abgelehnt worden. Richtig so.
- Denn die nachfolgenden Vorschläge im Jahre 2004 versprachen eine spannende und vielseitige Gestaltung. Bald lagen erste Ergebnisse vor, z.B. das Modell der Landebahnerweiterung vom Airbus in Finkenwerder / Neufelde oder so ähnlich. Mit dem Damenstrumpf-Modell wäre sicherlich eine reizvolle Variante gefunden worden, zumal in rot, passend zum Vergnügungsmeile. Doch offen blieb, wie der "Strumpf" denn genutzt werden könnte. Rein und Raus - passend zum Milieu - und was dann? Nun hatten wir das Theater.
Weitere Informationen zum Spielbudenplatz und St. Pauli finden sich unter Reeperbahn.
