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Copyright für 3.Foto: Museumsdienst Hamburg / Frank Krems

Kirchenfeiertage

- religiöse Orte -

Kirchenfeiertage sind nicht trendy, aber beständig. Ab Herbst kommt wieder die Zeit der kirchlichen Feiertage. Nach dem Erntedankfest (1.Foto / Adventskirche) folgen der Reformationstag,  danach Allerheiligen / Halloween (2.Foto) / Totensonntag - Buß- und Bettag - Volkstrauertag - Adventszeit - Nikolaus (4.Foto) - Weihnachten (5.Foto / St.Michaelis).

Da die Feiertage zunehmend in Vergessenheit geraten, bietet das Kulturkarte.de-Team an, mit nachfolgend erläuternden knappen Worten einen kleinen Beitrag zum Erhalt des religiösen Kulturgutes beizutragen.

Das bei uns verbreitete Erntedankfest  geht vermutlich auf römisches Brauchtum zurück und ist kein weltweit verbreiteter einheitlicher Festtermin. 1972 ist der erste Sonntag im Oktober von der deutschen Bischofskonferenz dafür festgelegt worden. In ländlichen Gemeinden gibt es aus diesem Anlass Jahrmärkte (Kirchweih bzw. Kirmes,), gut zu erkennen durch die auf den Feldern aufgestellten Strohpuppen, die an diesem Tag verbrannt werden. Alternativ gibt es Regionen, da wird stattdessen das Weinlesefest oder der Alm-Abtrieb (Kühe, Schafe etc.) begangen.

 

Der Reformationstag  soll an den Anschlag der 95 Thesen (religiöser Verhaltenskodex) durch Martin Luther erinnern. 1517 hatte er diese an die Kirchentür vom Schloss Wittenberg genagelt und damit die Teilung der evangelischen von der römisch-katholischen Kirche bewirkt. Dieser Tag ist in den meisten Bundesländern kein staatlicher Feiertag und fällt häufig in die Herbstferien.

 

Wer sich in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ins Freie wagte, „war in Gefahr zu sterben, denn Geister und Dämonen drohten mit viel Ungemach“. In der heutigen Zeit wird dieser Abend als Halloween-Nacht gefeiert mit karnevalistischen Gecks, viel Spaß und Ulk. Mittelpunkt der Feiern sind ausgehöhlte und von innen leuchtende Kürbisse. Zurückblickend bis ins 8./9. Jahrhundert war der 1. November Winterbeginn und zugleich Jahresanfang, dementsprechend der 31. Oktober letzter Tag des ausklingenden Kirchenjahres.

 

Am Volkstrauertag  gedenken wir in Deutschland der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft. Angeregt durch den Volksbund als Träger dieses Gedenktages wurde nach Ende des 1.Weltkrieges entschied, den Volkstrauertag regelmäßig am 5.Sonntag vor Ostern zu begehen. Missbraucht und umbenannt durch die Nationalsozialisten in Heldengedenktag, wurde 1952 erneut durch den Volksbund der Volkstrauertag eingeführt und auf den 2.Sonntag vor dem 1.Advent verlegt.

 

Der Buß- und Bettag  fällt regelmäßig auf den Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres Ende Oktober. Ursprünglich wurde dieser Feiertag vom römischen Staat eingeführt, um in schwierigen Zeiten die Götter gnädig zu stimmen. Ab 1981 wurde er in ganz Deutschland einheitlicher gesetzlicher Feiertag und seit 1995 zugunsten der Finanzierung der Pflegeversicherung als arbeitsfreier Feiertag abgeschafft.

 

Der Alte Fritz  - König Friedrich Wilhelm III. von Preußen - ordnete 1816 an, den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen zu begehen bzw. dem Sterben der noch Lebenden. Dieser Feiertag wurde schnell von anderen evangelischen Landeskirchen übernommen, der Totensonntag  wurde damit zum evangelischen Gegenstück zur Feier von Allerseelen. Am Totensonntag werden vielerorts die Friedhöfe besucht und die Gräber geschmückt bzw. winterfest gestaltet.

 

Der 1.Advent beginnt oftmals bereits im November. Er soll die Gläubigen vorbereiten auf Weihnachten, beginnend mit dem Heiligen Abend am 24.12., dem Tag der Geburt von Jesus Christus. Zugleich stellt der erste Adventssonntag den Beginn des christlichen Jahreskreises dar.

 

Der Nikolaustag am 06.12 ist für Kinder ein ganz besonderer Tag, denn abends zuvor stellen sie ihre Schuhe vor die Tür und hoffen auf Obst, Kekse und Süßigkeiten. Dieser Brauch hatte sich aus der Perikopenordnung der Kirche entwickelt. Für den 6. Dezember beschreibt die Bibel unter Matthäus 25, 14 - 23 das Gleichnis der Talente (damals Begriff für Silbergeld). Dort rief ein Mann seine Diener und gab ihnen je nach Fähigkeit einen Teil seines Vermögens, um selbst eine lange Reise anzutreten. Nach seiner Rückkehr befragte der Herr seine Diener, was sie mit dem Geld gemacht hatten. Im Ergebnis wurde dem gegeben, der hat. Wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Daraus wurde der bekannte Brauch abgeleitet, in dem der Nikolaus die Kinder befragt, ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien und entsprechend belohnt!

 

Auch unter den Muslimen ist Jesus eine vertraute Person. Wie Mohammed ist er nach dem Koran einer der führenden Propheten (arabisch: nabi) und ein Gesandter Gottes (rasul). Das Bekenntnis der 2. Sure, 136 schildert die göttlichen Botschaften gegenüber Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen Israels. Auch über die Gebote an Moses und Jesus von ihrem Herrn wird dort berichtet, ohne dass der Islam einen Unterschied macht - denn im Koran ist Jesus nicht Gottes Sohn.

 

Ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht darin, dass in vielen muslimischen Ländern religiöse Angelegenheiten mit staatlichen Aufgaben verbunden sind. In Europa gilt das Säkularitätsprinzip: Trennung zwischen Staat und Religion.

Gleichwohl nutzte die Kulturbehörde Hamburg 2018 den Reformationstag, um EinwohnerInnen und BesucherInnen sowie Flüchtlinge der Stadt Hamburg zu einem kostenfreien Besuch in 25 Museen einzuladen (3.Foto). Die Migranten wurden dazu vom Museumsdienst bereits Tage zuvor von dieser Einladung informiert. Die Museumsführungen erfolgten unterschiedlich auf Deutsch, Englisch, Russisch, Spanisch, Koreanisch, Arabisch und in Gebärdensprache. Das galt für die Dauerausstellungen in diesen öffentlichen und privaten Museen ebenso wie für deren Sonderausstellungen.

Adresse: diverse

Homepage:  keine
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