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Klein Erna

- Kunst im öffentlichen Raum -

Klein Erna ist ein echtes Hamburger Original – wie auch der Hummel Hummel oder die Zitronenjette.

Sowohl als reale Person, da ihr Anfang der neunzehnhundertzwanziger Jahre bei einer Schiffstaufe auf den Namen „Klein Erna“ das Malheur passiert sein soll, dass die Sektflasche nicht am Bug des Bootes zerschellte.

Als auch als Anekdote. Denn diese Geschichte wurde in Hamburg aufgegriffen und durch weitere Döntjes - wie man in Hamburg zu sagen pflegt - ausgebaut und verbreitet.

Viele der Storys kamen später als Witz daher und inspirierten die Schriftstellerin Vera Möller (1911-1998), darüber erstmals 1938 ein Buch über ganz dumme Hamburger Geschichten mit dem Titel „Klein Erna“ zu schreiben. Da Vera Möller auch Illustratorin und Künstlerin war, zeichnete sie ansprechende Bilder zu den Kurzgeschichten. Dazu zwei Beispiele:

  • Freundin Frieda: „Kannst Du mir den Unterschied zwischen ne Jungfrau und Persil sagen“ - Klein Erna: „Nee, sag mal!“ -„Persil bleibt Persil

 

  • Klein Erna ist nun im Blumenladen angestellt und soll einen Kranz zum Krematorium in Ohlsdorf bringen. Nach drei Stunden – die Beerdigung ist längst vorbei – kommt sie mit dem Kranz wieder und sagt: „´n Krämer Meyer und ´n Krämer Schmidt habe ich gefunden, aber einen Krämer Torium konnt und konnt ich nich finden!

 

Später - als Vera Mohr-Möller - fertigte die Schriftstellerin auch Skulpturen an. So sitzt Ihre kleine Robbe aus Stein seit 1959 am Harburger Rathausplatz. Die „Stehende“ wartet seit 1958 am Lokstedter Steindamm auf die Straßenbahn Linie 2 / aktuell Metrobus 5 und ist – quasi, die erwachsen gewordene Erna, aber weiterhin typisch hamburgisch - nackt doch ohne Scham und Scheu.

Weitere Schönheiten wie die Aurora von Ursula Querner sonnen sich in Anlagen von Planten un Blomen.

 

Wer sich fragt, was Persil ist, sollte sich in der Nähe vom Kaffeemuseum Burg die Werbung an der seitlichen Fassade von Hoheluftchaussee 83 ansehen. Dort wurde 1920 eine Wandreklame für „SEIFIX – Dr. Thompsons selbsttätiges Bleichmittel“ angefertigt, die später durch den angrenzenden Bau einer Polizeistation verdeckt wurde. Als diese 1986 aufgegeben und  das Gebäude abgerissen wurde, kam das historische Wandbild zum Vorschein. Während Persil auch heute noch als Waschmittel bekannt ist, gibt es das Bleichmittelt SEIFIX seit den 1960er Jahren nicht mehr, doch das Bild war damals mit großem handwerklichen Geschick angefertigt worden. Deshalb ließ das Denkmalschutzamt diese uralte Werbung 1991 restaurieren und konservieren; der nachfolgende Neubau musste eine entsprechende Sichtfuge einbauen.

Ein weiteres großes Wandbild findet der aufmerksame Betrachter an der Außenseite des Gebäudes von Grindelberg / Oberstraße (Katze / U-Bahn-Station Hoheluft) sowie bis 2008 eine weitere Wandreklame  am Hein-Köllisch-Platz gegenüber vom Kölibri. Das wurde leider entfernt; es passte wohl nicht mehr zum derzeitigen Zeitgeist – schade!
 

Adresse: Lokstedter Steindamm 74 in 22529 Hamburg-Lokstedt
Verkehrsanbindung: Metrobus 5 Station Veilchenweg

Homepage:  ohne