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Die Fotos 5 - 7 sowie das überwiegende Textmaterial sind uns freundlicherweise von der Pressestelle der igs 2013 zur Verfügung gestellt worden. Fotos: igs 2013/Andreas Bock

igs 2013

- internationale gartenschau hamburg -

Am Inselpark befindet sich das Hauptgebäude der igs 2013 - unweit vom S-Bahnhof Wilhelmsburg. Die Gartenanlagen selbst erstrecken sich mit etwa 100 Hektar über ein weitaus größeres Gebiet im Zentrum der Elbinsel bis hin an den Reiherstiieg.

Sah es Mitte des letzten Jahres dort noch ziemlich unfertig aus, ist inzwischen die Farbe eingezogen, Dank vieler prächtig blühenden Blumen und Sträucher! Deshalb dürfen auch die Erwartungen an dieses Mega-Projekt wachsen! So wurden 80 Gärten zwischen Hafen und Kulturlandschaft in Wilhelmsburg - dem Stadtteil mit der jüngsten und vielfältigsten Bevölkerung Hamburgs - trotz langanhaltender Frostperiode mit viel Schnee bis in den April 2013 hinein zeitgerecht fertig. Auch die ab Ende Februar 2013 eingeschwebten futuristisch wirkenden Züge der Gartenschaubahn (siehe 6. Foto) haben ab Eröffnung im April ihre Fahrt auf dem 3,5km langen Rundkurs der Gartenschauanlage begonnen. Dazu steuern sie kontinuierlich die drei Bahnhöfe an. 

Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ nimmt die Schau ihre Besucher mit auf eine Reise durch Kulturen, Klima- und Vegetationszonen dieser Erde. Eingebettet in sieben verschiedene Welten erzählen 15 Gärten in der Welt der Häfen von Fernweh und Reisefieber, 18 Gärten in den Wasserwelten von Wassermangel- und Überfluss. In zehn Gärten der Welt der Kulturen zeigt sich die Vielfalt der Völker, in 16 Gärten der Welt der Kontinente die Fülle an Flora und Fauna. Elf Gärten in der Welt der Bewegung locken mit vielen unterschiedlichen Bewegungsangeboten und kontemplativen Rückzugsbereichen, fünf Gärten in der Welt der Religion mit Ruhe und Einkehr. Und fünf Gärten der Naturwelten faszinieren mit interaktiv animierten Pflanzen der Zukunft.

 

Welt der Häfen

Edle Seide, große Weine, Tee, Kaffee, Kakao: Die Welt der Häfen ist die Welt des Handels, der Seefahrt, des Fernwehs. Schnurgerade führt der Weg vom Haupteingang vorbei an bunten Schaubeeten, im Rastermaß von 40-Fuß-Containern arrangierte Hafengärten. Beim Durchwandern dieser 15 Gärten erfahren die Besucher nicht nur Wissenswertes über pflanzliche Produkte, sondern regen zugleich zum Nachdenken an und klären auf über einen weltweiten „fairen Handel“. London, Mumbai, Hongkong, Singapur - Es ist ein Fest für alle Sinne und eine Würdigung des Tors zur Welt der Gartenschau-Gastgeberstadt und Hafenmetropole Hamburg.

 

Wasserwelten

Sie führen entlang der Rathauswettern durch 18 Gärten mit ökologischen Inszenierungen und aktuellen Bezügen voller Harmonie und Gegensätze. Hier sind Einfluss und Abhängigkeit von Mensch, Tier und Pflanze vom Wasser das Thema. Die Bilder dieser Gärten zeigen vielfältige Situationen vom „Wassermangel zum Wasserüberfluss“, so das Motto der Landschaftsarchitekten für diesen Bereich. Dürre, Überfluss, Steppe, Prärie und Urwald sind dabei prägende Momente. Hier gibt es Antworten auf Fragen des Wasserverbrauchs oder die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser in verschiedenen Klimazonen der Welt. Thematisch und räumlich integriert ist das „Wilhelmsburger Wasserwerk“, das nach fast 100 Betriebsjahren stillgelegt und von der igs 2013 zu einem Gastronomiebereich, seit März 2012 geöffnet, umgebaut wurde.

 

Welt der Kulturen

Im Zentrum des Wilhelmsburger Inselparks, malerisch gelegen rund um den Kuckucksteich, tauchen die Besucher ein in zehn Gärten mit vielen Eindrücken von fremden Kulturen, Sitten und Gebräuchen. Zu sehen sind Gärten, die ein Zusammenleben und die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Ethnien fördern und nachhaltig entwickeln. Kommunikatives Zentrum dieses Parkteils ist ein Pavillon mit Terrasse zum Teich, einem interkulturellen Kiosk, öffentlichen Sanitärräumen und Lagermöglichkeiten etwa für Sport- und Spielgeräte. Verschiedene ethnische Gruppen aus Wilhelmsburg beteiligten sich an Planung und Gestaltung dieses Bereichs. Selbst die Pflege übernehmen während der Gartenschau in Teilen die eingebundenen Gruppen.

 

Welt der Kontinente

Umrahmt von einem blauen Blütenmeer wandelt der Besucher hier durch alle fünf Kontinente dieser Erde und erlebt in 16 Gärten Afrikas, Amerikas, Asiens, Australiens und Europas bewegende Farbkontraste und den Formenreichtum unterschiedlicher Gartenkulturen. Landschaftsarchitekten und Hochschulen aus aller Welt liefern hierfür fantasievolle Entwürfe. Sie sind Ausdruck kultureller Entwicklungen und manifestieren so auch ihre unterschiedlichen Haltungen in Fragen zur Gestaltung unserer Umwelt. Im wahrsten Wortsinn eine Welt voller Überraschungen.

 

Welt der Bewegung

Elf Gärten in dieser Welt bieten Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für jede Generation, mit und ohne Handicaps, in Hülle und Fülle an. Eine Skater-Anlage wird zum Treffpunkt für Jugendliche. Ein Hochseilgarten fordert Kraft, Balance und höchste Konzentration. Große und kleine Kinder kommen auf Spielplätzen und –orten auch abseits von normierten Geräten auf ihre Kosten. Eine 850m² große Kletterhalle mit einer zu öffnenden 17m hohen Glasfassade bietet ein völlig neues Klettergefühl. Ein modernes, energieeffizientes Schwimmbad setzt auf Freizeit-, Vereins- und Schulsport und wird zugleich Leistungszentrum für Wasserball. Der Bouleplatz steht für mediterranes Flair im Grünen. Duftende Blumen und Kräuter in Meditations- und Tai-Chi-Gärten wirken beruhigend und entspannend auf die Gartenschaubesucher.

 

Welt der Religionen

Fünf Religionen, fünf Gärten, ein gemeinsamer Brunnen als Zeichen von Respekt und Toleranz: Hier am Westeingang zur Gartenschau präsentieren sich die fünf Weltreligionen Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum, erzählen ihre Geschichte, informieren über ihre Vorstellungen. Die Besucher erwartet ein Ort mit einer besonderen Atmosphäre. Eine alte sanierte Kapelle ist Mittelpunkt interkultureller und spiritueller Begegnungen und Kommunikation. Darum gruppieren sich 120 unterschiedlich gestaltete Mustergräber des Ausstellungsbeitrags „Grabgestaltung und Wettbewerb“ mit drei verschiedenen Pflanzteppichen im Frühling, Sommer und Herbst – bei Gartenschauen stets Publikumsmagnete – und einem Memoriam-Garten.

 

Naturwelten

Wie kleine Inseln in einem wogenden Meer aus Grün liegen die fünf Gärten in einer großen Riedfläche leicht verborgen. Sie zeigen visionäre oder utopische Bilder von Natur- und Kulturlandschaften und kontrastreiche Inszenierungen, die verblüffen und den kritischen Blick auf unsere Umwelt schärfen: interaktiv animierte Pflanzen, interplanetarische Gärten oder Nahrungsmittel einer überfischten Zukunft: Planktonkuchen, Quallenschnitzel, Algensalat.

 

 

Damit wird die lange Tradition internationaler Gartenschauen in Hamburg

- von 1953-1973 in Planten un Blomen, dem alten Botanischen Garten sowie den kleinen und großen Wallanlagen -

  • 1953 mit der Installation des Margarethenbrunnen sowie der Wasserlichtorgel,
  • 1963 mit der Herstellung der fußläufig durchgängigen Verbindung  incl. einer ca. 1.400m lange Gondel-Seilbahn vom Dammtor bis zum Millerntor sowie dem Bau der Schaugewächshäuser incl. Mittelmeerterrassen
  • 1973  mit dem Bau des Teehauses im japanischen Garten sowie der Eisbahn, der Erneuerung der Wasserorgel sowie mit hafenspezifischen Emblém: einem "Kapitän hoch zu Schiff" (siehe 4. Foto),

fortgesetzt und zugleich mit dem neuen Standort in Wilhelmsburg ein neuer Impuls gesetzt für die Realisierung des nach wie vor akuten städtischen  Vorhabens "Sprung über die Elbe".

Adresse: Am Inselpark 1 in 21109 Hamburg-Wilhelmsburg
Telefon: 01805 042013
Öffnungszeiten: dienstags - freitags 10 - 18.00h samstags sonntags 14 - 18.00h
Verkehrsanbindung: S-Bahn Station Wilhelmsburg

Homepage:  www.igs-hamburg.de
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