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Alte Schleuse

- Maritimes -

Der Reiherstieg war wasserseitig das Verbindungsstück zwischen dem Hamburger Hafen und dem Harburger Binnenhafen und durchquert dabei die größte Flussinsel Europas - den Stadtteil Wilhelmsburg. Wo früher Bauernhäuser und Katen standen, wurden kurz nach der Jahrhundertwende Werften und Industrieanlagen gebaut. Davon entwickelte sich an den Ufern des Seitenarms Veringkanal eine Vielzahl. Der Kanal und eine der großen Straßen in Wilhelmsburg wurden benannt nach der Familie Vering, von denen Hermann Vering auch der Erbauer der Alten Schleuse in Brunsbüttel 1880 wesentlichen Anteil hatte.
Doch eben auch in Wilhelmsburg wirkte die Fa. Vering durch die Erschleißung des Reiherstiegviertels. Um dieses zu erreichen, wurde 1896 der Veringkanal  die Alte Schleuse gebaut und später durch ein Sperrwerk verstärkt, da sie für den Hochwasserschutz zu niedrig ist. Aufgrund des Strukturwandels gaben viele Betriebe auf oder gingen in Konkurs. Die Nordischen Oelwerke Walter Carroux waren der letzte gewerbliche Nutzer des Kanals. Am südlichen Ufer bestehen noch Holzverarbeitungsbetrieb, die excellente Hölzer aus Übersee exportieren.

Zwangsläufig nahm der Schiffsbetrieb erheblich ab. Dennoch wurde 2013 die Alte Schleuse renoviert, denn als historische Industrieanlage steht sie unter Denkmalschutz. Die bis heute handbetriebene Kammerschleuse hat am Außen- und am Binnenhaupt je zwei Stemmtorpaare - insgesamt also acht Tore! So können Boote und Kähne bei jedem Wasserstand in den tideabhängigen Reiherstieg geschleust werden - aktuell nur Freizeitschiffer.

Neben der Idustieanlage baute die Stadt im Zusammenhang mit der igs 2013 das Umfeld kräftig um: alte Werk- und Betriebsräume aus dem ehemaligen Hafengebiet wurden abgeräumt und großzügige Spazierwege entlang des Wassers angelegt. Eine neue eingehängte 116 Tonnen schwere Fußgängerbrücke Veringkanal mit einer Spannweite von 52m gestattet einen Einblick in die erhaltene Wassertechnik der Alten Schleuse.

Am gleichnamigen Straßenverlauf liegt der Eingang zum Dockville. Das Festival konnte sich dort etabliere, weil die Stadt die sanierungsbedürftigen Industrieflächen einem Mineralöl-Großkonzern abkaufen mußte. Denn es ist Hafengebiet und muss - so schreibt es das Hafengesetz vor - von der Stadt erworben werden - notfalls durch Ausübung des gesetzlich verankerten Vorkaufsrechts.

Adresse: Schlengendeich 13 in 21107 Hamburg-Wilhelmsburg
Öffnungszeiten: 040 75 78 88 / Schleusenmeister

Homepage:  keine