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Brunsbütteler Schleusen

- Metropolregion -

"Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen etc. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags, was folgt:

§. 1.

Es wird ein für die Benutzung durch die deutsche Kriegsflotte geeigneter Seeschiffahrtskanal von der Elbmündung über Rendsburg nach der Kieler Bucht unter der Voraussetzung hergestellt, daß Preußen zu den auf 156.000.000 Mark veranschlagten Gesamtherstellungskosten desselben den Betrag von 50.000.000 Mark im Voraus gewährt.

§. 2.

Der Reichskanzler wird ermächtigt, die Mittel zur Deckung der vom Reich zu bestreitenden Kosten bis zum Betrage von 106.000.000 Mark im Wege des Kredits zu beschaffen und zu diesem Zweck eine verzinsliche, nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 19. Juni 1868 (Bundes-Gesetzbl. S. 339) zu verwaltende Anleihe aufzunehmen und Schatzanweisungen auszugeben.  [...]

§. 3.

Von den nicht zur Kaiserlichen Marine und zur Bauverwaltung gehörigen Schiffen, welche den Kanal benutzen, ist eine entsprechende Abgabe zu entrichten."

(Quelle: Auszug aus dem Reichsgesetzblatt vom 16. März 1886).

 

Was 1886 vom damaligen Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck initiiert und mit einem in Stein (1.Foto) gehauenen Wappenadler des Kaisers "besiegelt" worden war, weihte er am 21.06.1895 von seiner Yacht "Hohenzollern" aus ein; den Nord-Ostsee-Kanal mit zwei noch heute sich in Betrieb befindlichen südlich gelegenen Schleusenkammern mit einer Nutzgröße von jeweils 125m x 22m im heutigen Brunsbüttel.

Diese Kammern wurden - ebenso wie die in Kiel-Höltigbaum - durch Stichkanäle mit Wasser für die Flutung beliefert. Gebaut wurden sie unter der Aufsicht vom Geheimen Oberbaurat Dr.-Ing. E.H. Gustav Meyer (1868-1913), Ehrenbürger der Stadt Brunsbüttelkoog.

Doch schon 1914 wurden zwei nördlich gelegene weitaus größere Schleusenkammern mit jeweiliger Nutzgröße von 310m x 42m fertig gestellt. Jede Schleuse besteht aus der Schleusenkammer, den Schleusentoren - vorn wie hinten - sowie versetzte Mauernischen, in die die Tore sich nach dem Öffnen einfügen und damit die Durchfahrt nicht behindern. Das gesamte Areal ist Betriebsgelände, das nur von dort Beschäftigten betreten werden darf. Für Besucher gibt es drei Aussichtsplattformen.

Mit der Eröffnung der Schleusen

  • ist der Tidehub der Bundeswasserstraße Elbe durch Ebbe und Flut kein Hindernis mehr für einlaufende bzw. ausfahrende Schiffe

 

  • verminderte sich die Fahrzeit der Schiffe in die nördliche Region Europas insbesondere entlang der Küste der Ostsee um ein Vielfaches

 

  • wurde der Nord-Ostsee-Kanal zur weltweit meistbefahrenen künstlichen Seeschifffahrtsstrecke

 

  • konnte als Nebeneffekt das angrenzende ländliche Umfeld bei starken Regenfällen sinnvoll entwässert werden.

 

Im Schleusen-Museum "Atrium" werden neben Planmaterial und Funktionsmodellen, technischen Objekten + Daten sowie historischen Unterlagen anhand von Schiffsmodellen der Schleusenvorgang und die engen Gegebenheiten bei der Durchfahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal vorgeführt. Aufgrund der steigenden Bruttoregistertonnen (BRT) der Schiffe sind sich heute die maritimen Fachleute einig, dass in Brunsbüttel eine fünfte, weitaus größere Schleuse gebaut werden muss.

 

Erwähnenswert sind das nahegelegene Leuchtfeuer sowie die Tafel mit dem Hinweis auf Kaiser Wilhelm II. Ihm zu Ehren trug die Schleusenanlage für relativ kurze Zeit seinen Namen (... oder den seines Großvaters, da keine Nummernbezeichnung den Namen ergänzte).

Zum Schleusenbau gehör(t)en nachstehende Bauten:

  • die Kaiserhalle mit Bahnanschluss,
  • das Elblootsenhaus (Teilbestandsbaukörper steht unter Denkmalschutz)
  • das Canallootsenhaus wurde 1980 abgebrochen ....
  • das südlich gelegene Leuchtfeuer auf Mole 1 (von insgesamt 4 Leuchttürmen) mit einem aus Gusseisen genietetem weißen Turm incl. weißem Dach auf schwarzer Galerie (1895 / Komplettsanierung 1993 / 6.Foto).

 

Adresse: Elbe / Nord-Ostsee-Kanal in 25541 Brunsbüttel

Homepage:  www.vhs-brunsbuettel.de/gaestefuehrer/2-1-0-0.ix
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