Die drei Mitglieder des Deutschen Kinemathekverbundes, das Bundesfilmarchiv, die Stiftung Deutsche Kinemathek und das Deutsches Filminstitut feierten am 27.10.04 in Wiesbaden zusammen mit den Filmmuseen in Düsseldorf, Frankfurt, München und Potsdam, der Murnau-Stiftung, der Cinémathéque Lübeck sowie dem CineGraph Hamburg e.V. das 25-jährige Bestehen.
Der CineGraph Hamburg e.V. spielte dabei eine wesentliche Rolle, ist er doch eines der versiertesten Institute auf diesem Spezialgebiet, wie Buchveröffentlichungen oder Filmdatenbanken eindrucksvoll erkennen lassen. In den Blick der Öffentlichkeit fällt der Verein verstärkt dann, wenn er cineastische Juwelen aus seiner Schatzkiste (2025 Der verlorene Engel von Barlach / 5.Foto) dem Interessierten zur Ansicht in der KINEMATHEK Hamburg e.V. Kommunales Kino METROPOLIS an der Dammtorstraße freigibt (6.Foto).
Dort hatte der Verein ursprünglich seine Räume angemietet - in dem alten Gebäude der Stadtbäckerei neben dem äußerlich nahezu gleichen Zwillingsbau aus den 80er Jahren (2.Foto). Der Zugang zum Eingang befand sich auf dem nebenstehenden Foto hinter dem Metrobus mit der Sondergröße XXL.
Zwischenzeitlich ist der Verein umgezogen in die Schillerstraße in Altona (1.Foto). Doch auch dort bietet er die Möglichkeit, Einblick zu nehmen
- in das Lexikon zum deutschsprachigen Film und damit in die Biographien der beteiligten Regisseure, Schauspieler, Kameraleute,
- wie auch in die der Autoren, Produzenten oder Publizisten,
- in die Kataloge zum jährlichen cinefest.
- Ebenso berichtet CineGraph e.V. in der Hamburger Film- und Kino-Chronik in einer nach Jahren geordneten Übersicht über die Film- und Kinogeschichte der Stadt sowohl aus politischer und wirtschaftlicher Sicht als auch über Geschichten aus dem alltäglichen Leben.
- Die filmhistorischen Kongresse von 1988 bis derzeit 2004 sind einsehbar in der CineGraph-Buchreihe .
- Mit Blick über Hamburgs Grenzen hinaus hat CineGraph e.V. zusammen mit dem Deutschen Filminstitut ein zentrales Internetportal zum deutschen Film aufgebaut. Ein Einblick lohnt sich!
Zu den Aktivitäten gehören auch die Verleihung des Willy Haas-Preises im Zusammenhang mit dem cinefest-Kongress im Metropolis sowie des Reinhold Schünzel-Preises.
Das ehemalige und durch einen Senatsbeschluss vom 1.6.1928 gegründete Staatliche LandesBILDarchiv mit seinen über eine Millionen Negativen und weiteren 700.000 unterschiedlichen analogen Bildmotiven aus dem Stadtgeschehen war von 2015 bis zum 31.12.03 in das Denkmalschutzamt eingegliedert worden.
Das LandesFILMarchiv befand sich ab 2004 beim Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg-Harvestehude. Dort lagerten 8, 16, 35mm Filme sowie Videoaufzeichnungen in den Formaten DigiBeta, BetacamSP, U-Matic, VHS + DVD, die ebenfalls stadtgeschichtliche Entwicklungen Hamburgs zeigen. Die Bestände sind oftmals Eigenaufnahmen privater Personen, denen aufgrund der Drehorte oder Ereignisse Quellenwert zukommt. Ab 1951 waren sie von der Kulturbehörde erworben, gesammelt und später an das 1928 als Staatliches Lichtbildamt gegründete Landesmedienzentrum abgegeben worden.
Das war nach 75-jährigem Bestehen Ende 2003 aufgelöst worden und "landete" zwischenzeitlich aus nicht nachvollziehbaren Gründen in der Behörde für Bildung und Sport und ab 2004 als fotografische Abteilung beim Denkmalschutzamt.
Zum 01.01.15 zogen die Fotobestände ins Staatsarchiv. Dort wird die Sammlung nach archivischen Kriterien in die Tektonik des Bestandes 720-1 Plankammer integriert, erschlossen, für die Benutzung zur Verfügung gestellt und die Digitalisierung fortgesetzt. Für die Nutzung gelten künftig die Regelungen des Hamburgischen Archivgesetzes und der Benutzungsordnung des Staatsarchivs Hamburg sowie die Gebührenordnung des Staatsarchivs.
