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Abschied und Schicksal / Ohlsdorfer Friedhof

- Kunst im öffentlichen Raum -

Geschaffen wurden die Skulpturen von dem Berliner Jugendstilkünstler Prof. Hugo Lederer (1871 - 1940). Er wurde in Anerkennung seiner Verdienste 1923 in den vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. gestifteten Orden „Pour le mérite“ aufgenommen, zeitgleich mit Gerhart Hauptmann, Max Liebermann und Albert Einstein.
 

Mit der Figurengruppe "Das Schicksal", das seit 1956 auf dem Friedhof Ohlsdorf an hervorgehobener Stelle steht, ist Hugo Lederer ein weitaus beeindruckenderes Werk  gelungen als der Klotz des Bismarck-Denkmals im alten Elbpark.
Es zeigt eine aufrecht stehende Frau in strenger Gestalt und mit unbewegtem Gesicht, die die nackten Körper eines junges Paar - an den Haaren gepackt - am Boden neben sich her schleift. Das Mädchen hat die Augen geschlossen, Zeichen, dass es den Kampf bereits aufgegeben hat. Der Jüngling versucht noch mit letzter Kraft, sich am Boden festzukrallen. Doch auch er wird seinem Schicksal nicht entgehen können.

 

Ebenfalls beachtenswert ist Lederers Marmorstatue "Abschied" von 1904 am Grab der Familie Cohen. Der ausgewachsene, aber noch junge Mann wird von einer ihn überragenden Frauengestalt erfaßt, gar abgeführt - vermutlich ins Jenseits. Seine Hilfe suchenden Blicke treffen auf einen ihm gegenüber sitzenden nackten "Knaben" vom Bildhauer Fritz Behn (1878 - 1970), der hilflos zurückzublicken scheint.

 

Die von Hugo Lederer 1926 fertiggestelltes Heinrich Heine-Denkmal im Stadtpark mußte 1933 demontiert und 1943 eingeschmolzen werden. Darauf nimmt die von Waldemar Otto (1929) auf dem den Rathausmarkt 1982 aufgestellt neue Skulptur Bezug.

Adresse: Westring / Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf
Verkehrsanbindung: U1 u. S1 Station Ohlsdorf plus 10min. Fußweg

Homepage:  ohne