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Alte Kantorschule in Döse

- Metropolregion -

Döse ist neben Altenwalde, Duhnen, Groden, Sahlenburg, Steinmarne und Stickenbüttel Ortsteil des Amtssitzes Ritzebüttel im heutigen Cuxhaven. Dort befindet sich die ehemalige Kantorschule (1.Foto) des  Amandus Abendroth (1767-1842). Er war Senator und späterer Bürgermeister von Hamburg und in den Jahren 1809-1811 sowie  1814-1821 als  Amtmann von Ritzebüttel ins Hamburger Schloß Ritzebüttel nach Cuxhaven berufen worden.

Zwischen diesen zwei Wirkungsphasen war Hamburg in das Französische Kaiserreich einverleibt worden und Napoleon herschte über Hamburg und große Teile des Preußischen Reichs.

Neben vielen anderen Hamburger Amtmännern hatte sich Abendroth besonders hervorgetan. In seine Zeit fällt die Einrichtung der Kantorschule, die er 1814 als Schulgebäude errichten ließ. Nachdem die Räume zu klein und eine neue Schule gegenüber gebaut worden war (2.Foto), verkaufte 1847 das Kirchenkollegium der benachbarten neogotischen Backsteinkirche St.Gertrud (3.Foto / gebaut 1886 vom Hamburger Architekten Kirchenpauer) an Privat. Damals wurden Schul- und Kirchenangelegenheiten gemeinsam von der Kirche betrieben.

 

Abendroth´s Wirken ist bis heute präsent. So sollte nicht unerwähnt bleiben:

  • 1814 Einrichtung des Hypothenbuchs als Vorläufer des heutigen Grundbuchs; es regelte von da ab die Besitzverhältnisse der Grundstückseigentümer im Amt Ritzebüttel;
  • finanzielle Abwicklung der "Französischen Liquidationskosten" weit über das Rückzugsjahr der Napoleonischen Truppen hinaus;
  • 1816 Bau der Synagoge in der Western für die jüdische Gemeinde;
  • 1816 Gründung des Seebades Cuxhaven nach britischen Vorbild unter Abendroths persönlicher finanzieller Beteiligung. Das Badehaus befand sich unweit der  Alten Liebe. Baumeister war der dänische Architekt Axel Bundsen (1768-1832), der im Auftrag der Großen Freimaurerloge von Hamburg 1795 das Elisabeth-Freimaurer-Krankenhaus am Kleiner Schäferkamp und 1800 das Freimaurerlogenhaus in der Welckerstrasse 8  in Hamburg-Eimsbüttel erbaute. Cuxhaven erhielt auch ein Strandbad, das während der Niedrigwassertide aufgrund des abgelaufenen Wassers zur Wattwanderung einlud. Damals wurde von Badekarren bzw. Badeschuten aus nackt gebadet; entsprechend aufwendig waren Maßnahmen zur Abwehr von Zuschauern.
  • 1818 Bau einer eigenen Kirche "Martinskirche" am Marktplatz / Südersteinstraße;
  • 1823 Besuch Heinrich Heine in Ritzebüttel als Begleitung des Amtmanns, dem - neben Bürgermeister Bartels -  "gehuldigt"  wurde bei festlicher Beleuchtung und in würdevoller Bekleidung. Siehe dazu einen entsprechenden Hinweis in Heines Bericht "Harzreise".
Adresse: Steinmarner Str. 7 in 27476 Cuxhaven-Döse

Homepage:  keine