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Hamburgische Kulturstiftung

- Privatrechtliche Kulturstiftung -

Die Aufgaben der 1988 von der Kulturbehörde ins Leben gerufenen Kulturstiftung sind vielfältig. Im Vordergrund steht die Unterstützung der zeitgenössischen Kunst in Hamburg; das sind Bildende Kunst, Fotografie, Film, Literatur, Musik, Tanz, Theater, Performance sowie Kinder- und Jugendkulturprojekte.

Zur Umsetzung ihrer Ziele kooperiert sie mit anderen Stiftungen und Hamburger Institutionen mit Interesse an kultureller Förderung. Dazu lädt sie Privatpersonen ein, sich durch Zustiftungen an dieser Kulturförderung zu beteiligen.

Bis 2014 befand sich der Standort der Stiftung in der Fischertwiete 2 im Chilehaus A. Die bis dahin mietfrei überlasssenen Stiftungsräume wurden aufgrund der Kündigung Anfang des Jahres aufgegeben und neue Flächen in den Hohen Bleichen unweit der Hauptförderin Kulturbehörde angemietet.

In der Öffentlichkeit wirkt sie auch durch die Verleihung einer Vielzahl von Kulturpreisen u.a.:

  • Karl-Heinz Zillmer Preis
  • Rita-Tanck-Glaser-Schauspielpreis
  • Final Cut - Nachwuchsfilmpreis
  • Kurzfilmpreis "Flotter Dreier"
  • Werner Burkhardt Musikpreis
  • Hamburger Kindertheaterpreis.

Doch neben dem Stadtteilkulturpreis hat die Verleihung des KulturMerkur-Preises eine besondere Ausstrahlung. Allerdings leben wir in Zeiten knapper finanzieller Mittel. Deshalb versucht die Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit der Handelskammer seit 1999 alljährlich Hamburger Unternehmen zur privaten Kulturförderung anzustiften. Dafür ist der KulturMerkur - Preis Hamburgs Dank und Auszeichnung für unternehmerische Kulturförderung; er ist deutschlandweit die älteste Auszeichnung dieser Art und wird an jeweils ein "großes" und ein "kleines“ kulturförderndes Hamburger Unternehmen vergeben.

 

Vergabekriterien: Das kulturelle Engagement der Unternehmen soll insbesondere den folgenden Kriterien entsprechen. Die Juryentscheidung ist jedoch unabhängig und nicht anfechtbar.

- Innovativer Ansatz - Das kulturelle Engagement eines Unternehmens kann auf zweierlei Arten innovativ sein: Erstens durch ein Engagement für zeitgenössische Kunst und Kultur und zweitens durch eine neuartige Form der Förderung. Ausgezeichnet werden z.B. die Förderung experimenteller Theaterprojekte, Konzerte moderner Musik oder Ausstellungen moderner Kunst. Der KulturMerkur soll mutige Förderentscheidungen belohnen, bei denen das fördernde Unternehmen nicht auf Gefälligkeit und Publikumseffekt, sondern auf Modernität und hohen künstlerischen Anspruch setzt. Eine neue Förderart kann zum Beispiel durch intelligente Sachspenden erfolgen. So können Unternehmen mit Sachspenden nach ihren Möglichkeiten (Kommunikationsagenturen pflegen Internetauftritt, Hotels übernehmen "Zimmer-Sponsoring" für Künstler) einen innovativen und unternehmensnahen Ansatz pflegen.

- Kontinuität des Engagements - Der KulturMerkur zeichnet Unternehmen aus, die Kultursponsoring kontinuierlich und über mehrere Jahre betreiben. Beispiele hierfür sind regelmäßig stattfindende Kulturprojekte oder Veranstaltungen oder längerfristige Partnerschaften mit Institutionen oder einzelnen Künstlern. Einzelne oder einmalige Förderungen sind zwar auch lobenswert, doch schöpfen sie die Möglichkeiten des Sponsorings als Partnerschaft nicht vollständig aus.

- Verankerung in der Unternehmenskultur - Will sich ein Unternehmen einen "kulturellen touch" geben oder zielt das Engagement auf weitergehende gegenseitige Nutzeffekte? Wenn Kunst und Kultur nicht nur im Marketing eine große Rolle spielen, sondern fest in das unternehmerische Leitbild integriert sind, ist das ein auszeichnungswürdiger Ansatz im Sinne des KulturMerkur. Eigene kulturelle Veranstaltungsreihen, Sonderveranstaltungen, Kooperationen, Förderpreise oder ein Leitbild können hierfür Indikatoren sein.

- Mitarbeitereinbindung - Die Wurzeln eines kulturellen Engagements sind umso stärker, je intensiver die Mitarbeiter des Unternehmens einbezogen werden. Vernissagen, Lesungen, Theaterstücke, Konzerte oder Ausstellungen exklusiv oder auch für die Mitarbeiter machen Kulturförderung auch nach innen lohnend. In einigen Unternehmen wird Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, sich selbst kulturell zu betätigen. Entsprechend ihren Qualifikationen und Neigungen arbeiten sie an kulturellen Projekten aktiv mit. Mit derartigen Aktivitäten tragen Unternehmen einerseits zur aktiven und sinnvollen Freizeitgestaltung bei, andererseits signalisieren sie die Bereitschaft, mehr als das Übliche für ihre Mitarbeiter zu tun. Mitarbeiter profitieren vom kulturellen Engagement des Unternehmens, indem sie Ausstellungen oder Konzerte besuchen oder mit den Künstlern ins Gespräch kommen. Letztlich wird ihr kulturelles Bewusstsein durch die verschiedenen Veranstaltungen geweckt und geschärft.

- Konzeptionelle Darlegung - Positiv im Sinne der konzeptionellen Darlegung ist für die Jury, wenn Kultur als ein Bereich eines langfristig angelegten Kommunikationskonzeptes gesehen wird, das nach innen und nach außen wirkt. In den Konzepten sollen die Ziele der Kulturförderung festgelegt werden. Nur mit einem glaubwürdigen Konzept für die Kulturförderung wird ein Unternehmen ein berechenbarer Partner für kulturelle Einrichtungen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kultur und Wirtschaft wird umso besser, je stärker das Konzept.

- Große/kleine Unternehmen - Alle Kriterien sind gleichermaßen für große und kleine Unternehmen anwendbar. "Groß" und "klein" sind im Sinne des KulturMerkur relative Begriffe. Es gibt keine klare Definition anhand harter Kriterien. Umsatz, Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl geben jedoch Anhaltspunkte für die Kategorisierung. Fest steht, dass in jedem Jahr ein Preisträger größer ist als der andere.

 

Bisherige Preisträger

  • 1999: British American Tobacco GmbH / Feldtmann Röhrengroßhandel GmbH & Co KG
  • 2000: ExxonMobil Central Europe Holding GmbH / Arthur Hinrichs GmbH
  • 2001: MontBlanc International GmbH / Hamburger Feuerkasse Versicherungs AG
  • 2002: Beiersdorf AG / Carlsen Verlag GmbH
  • 2003: Vereins- und Westbank AG / Hotel Wedina
  • 2004: Hamburgische Electricitäts-Werke AG / Levantehaus Hamburg
  • 2005: Hapag-Lloyd AG / ondesign
  • 2006: Gruner + Jahr AG & Co KG / Monika Rahardt Pelze
  • 2007: Otto Wulff Bauunternehmung GmbH&Co.KG / Pianohaus Trübger
  • 2008: Norddeutsche Affinerie AG / Groothuis, Lohfert, Consorten
  • 2009: Hamburger Sparkasse AG / Unternehmensgruppe Deiters & Florin
  • 2010: J.J. Darboven GmbH & Co. KG / ProQuartier Hamburg Gesellschaft für Sozialmanagement und Projekte mbH
  • 2011: Berenberg Bank / Parkresidenz Rahlstedt
  • 2012: Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG / hit-Technopark GmbH & Co. KG
  • 2013: Hamburger Volksbank eG / Hotel Louis C. Jacob
  • 2014: BMW Niederlassung Hamburg / Ernst A. Geese GmbH

 

Die Jury für den Kulturmerkur setzt sich aus geborenen und gekorenen Mitgliedern zusammen:

- Geborene Mitglieder sind der Präses der Kulturbehörde, zugleich Stiftungsratsvorsitzender der Hamburgischen Kulturstiftung, der Präses der Handelskammer, der Präsident der Handwerkskammer sowie die Preisträger des vorangegangenen Jahres.

- Gekorene Mitglieder sind zwei Vertreter von kulturschaffenden Institutionen, die in jedem Jahr neu hinzugewählt werden.

 

Freunde braucht die Kulturstiftung auch weiterhin - möglichst in wachsender Anzahl. Deshalb fand 2017 die 7. Überraschungsgala der Hamburgischen Kulturstiftung im Hansa Theater statt, zu der 300 Gäste rund 33.000 Euro spendeten.

Das Programm bot Einblicke in die Förderprojekte der Stiftung. U.a. aus den Bereichen Junge Kunst und Kultur sowie Kinder- und Jugendkultur. Beeindruckend waren aber auch eine Schar von Wellensittichen, die trotz einiger Selbstdarstellungen durch Einzelgänge manchen kuriosen Wunsch des Herrn Direktors locker absolvierten. So, wie man es im Hansa Theater gewohnt ist. Man muss nur hingehen und für die Stiftung jederzeit viel spenden!

Adresse: Hohe Bleichen 18 in 20354 Hamburg-Neustadt
Telefon: 040 33 90 99
Verkehrsanbindung: U2 u. diverse Buslinien Station Gänsemarkt

Homepage:  www.kulturstiftung-hh.de
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