
St. Petris ist der Gründung nach Hamburgs älteste Pfarrkirche; als Bauwerk gehört sie wesentlich dem 19. Jahrhundert an. Denn die mittelalterlichen Vorgängerbauten wurden im "Hamburger Brand von 1842" zerstört. Doch der Wiederaufbau wurde noch im Jahre 1842 beschlossen und dem französischen Architekten Alexis de Chateauneuf übertragen.
Gelungen die im Frühjahr 2009 abgeschlossenen baulichen Veränderungen im Inneren der Kirche. Moderne Arbeitsräume wurden so sensibel in den südlichen Teil des Kirchenschiffs eingepasst, dass sie die Harmonie nur unwesentlich beeinflussen. Auch die baulichen Veränderungen zwischen den neugotische Darstellungen der Evangelisten an der südlichen Außenfassade wurden dezent dem Gesamtbild der Kirche angepaßt.
Unübersehbar dagegen ist die Bronzestatue von Fritz Fleer, eine Erinnerung an den in der NS-Zeit inhaftierten Pastor Dietrich Bonhoeffer - dargestellt in Sträflingskleidung und mit gefesselten Händen - und damit Mahnung an die Greueltaten der damaligen Zeit zugleich.
Der linke bronzene Türzieher mit Löwenkopf am Hauptportal (Turmeingang) ist das älteste Kunstwerk Hamburgs. Seine Umschrift belegt die Grundsteinlegung des 132 m hohen Turms im Jahre 1342.
Erwähnenswert, dass der schon 1724 aufgegebene Hochaltar Meister Bertrams durch den frühzeitigen Standortwechsel nicht Opfer der Flammen wurde. Der Altar steht bis heute in der Hamburger Kunsthalle. Die zwei Ölgemälde von Gottfried Libalt "Jacobs Traum" und "Christi Geburt" aus dem 17. Jahrhundert sind dagegen im Oktober 2001 frisch restauriert in die Kirche zurückgekehrt, nachdem sie 1977 durch ein Säureattentat derart beeinträchtigt waren, dass sie nur durch großzügige Spenden in zeitaufwendiger Feinarbeit wiederhergestellt werden konnten.
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