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Rote Flora im Schanzenviertel

- Stadtteilkultur -

Das Gebäude der Roten Flora liegt im Schanzenviertel, einem spannenden Szeneviertel, das schon immer seine Besonderheiten hatte. So befindet es sich heute im Hamburger Dreiländereck, sprich: hier treffen sich die Bezirksgrenzen von Eimsbüttel, Altona und Hamburg-Mitte.

Doch auch schon vor 1900 lag das Eckgebäude Schulterblatt / Schanzenstraße direkt an der Stadtgrenze des vormals preußischen (und davor dänischen) Altona und der Stadt Hamburg. Damals wie heute zeigt das Eckgebäude im Fassadenschmuck auf Seiten des Schulterblatt das Altonaer Torwappen und an der Schanzenstraße das geschlossene Hamburger Tor.

Und ab Mitte des 19. Jh. siedelten sich am Schulterblatt mehrere Gartenlokale an, die so genannten Tivolis. Davon nutzte eines ein Walfisch-Schulterblatt als Aushängeschild - daraus sollte sich später der Straßenname ableiten.

Bereits 1855 baute ein Herr H.F.P Schmidt das "Tivoli am Schulterblatt", das nachfolgend durch die Verbindung der Geschäftsleute Mutzenbecher und Lerch  1895 zum „Concerthaus Flora“ umgebaut und erhielt als Operettenhaus unter den Hausnummern 71 - 73 den Namen Flora. Drumherum entstanden neben mehreren kleineren Restaurants u.a. das Milchcafé Hirte. Der Innenhof wurde für Freiraumkonzerte genutzt und später überdacht und der Crystallpalast war geboren.

Neben ‚Concerten’, Varietékünstlern und Artisten traten dort in den dreißiger Jahren auch Ringkämpfer auf. Interessant auch anzumerken, dass in dieser Zeit die erste Leuchtreklame entwickelt und als zusätzlicher Werbeslogan mit dem Hinweis „elektrische und großartig fantastische Beleuchtung bei eintretender Dunkelheit“ ins Programm mit aufgenommen wurde.
 

Die heutige Rote Flora wurde unter dem Namen Concerthaus Flora eröffnet und war bald eines der führenden deutschen Varieté-Theater. Es wurde bis 1943 bespielt, war über Kriegsende hinaus Möbellager, ab 1949 dann wieder kurz Operettenhaus, um ab 1953 als Kino mit rd. 800 Plätzen genutzt zu werden. Von 1964 bis 1987 wurde das Gebäude als Warenhaus von der Firma „1000 Töpfe“ genutzt.

Mitte 1987 sollte es durch einen Neubau für ein Musicaltheater ersetzt werden. Nachdem 1988 bereits wesentliche Teile des Gebäudekomplexes abgerissen waren, konnte durch heftigen Anwohnerprotest wenigstens noch der Eingangsbereich gerettet werden. Heute wird das Gebäude durch die Rote Flora-Bürgerinitiative genutzt.
 

Und in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Kunsthaus 73, in dem sich junge Künstler zum Austausch und zur Diskutieren einfinden. Seit zwei Jahren findet dort auch das Kaltstart - TheaterFestival für junge Nachwuchskünstler aus dem Bereich der darstellenden Kunst statt.
 

 

Übrigens der Musicalneubau Neue Flora entstand danach an der Kreuzung Stresemannstraße / Alsenstraße gegenüber der S-Bahn-Station Holstenstraße.

Adresse: Schulterblatt 71 in 20357 Hamburg-Sternschanze
Verkehrsanbindung: U-Bahn/ S-Bahn Station Sternschanze und 5 min. Fußweg

Homepage:  www.roteflora.de
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