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Walter Jungleib

- Gedenkstätte -

Ein Mahnmal in Schnelsen-Burgwedel erinnert an 20 jüdischen Kinder, die im November 1944 in das Außenlager der heutigen KZ Gedenkstätte Neuengamme - der Schule am Bullenhuser Damm in HH-Rothenburgsort - verbracht wurden. Dort erhängten SS-Männer diese jungen Opfer in der Nacht zum 21.04.45. Zuvor waren sie für unerträgliche medizinische Versuche zur Entwicklung von Impfstoffen gegen Tuberkulose mißbraucht worden. Mit ihnen wurden zwei niederländische Häftlingspfleger und zwei französische Ärzte getötet, die die Kinder schon im KZ Neuengamme betreut hatten.

 

Eine Vielzahl der neu gebauten Straßen in dem dortigen Wohnbaugebiet erhielten ihre Namen. Zu den Opfern zählte auch der zehnjährige polnische Junge Roman Zeller, nach dem der zentrale Platz in Burgwedel benannt wurde.

Dort steht seit 2000 auch eine Stele des russischen Künstlers Leonid Mogilevski (*1931 / 4.Foto), deren eine Seite mit einem Bronzerelief der Porträts der zwanzig ermordeten Kinder versehen ist und dazu deren Namen aufführt (5.Foto). Auf der Rückseite wird das Geschehene beschrieben. Die Errichtung des Mahnmals ging auf Initiative der Bürgerinnen und Bürger zurück, die dieses Kunstwerk über Spenden finanziert, ermöglicht und am 13.07.01 eingeweiht hatten.

Dem Jugendclub Burgwedel wurde anvertraut, das Haus nach Lea Klygerman zu benennen. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden „wider dem Vergessen und für die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte“.

 

Auch der zwölfjährige Junge Walter Junglieb aus Jugoslawien - so die Schreibweise von ehemalige Häftlingen -  wurde in einer Namensliste aufgeführt und 1945 in dem Buch „Rapport fra Neuengamme“ abgedruckt. Er war einer der 20 jüdischen Kinden, doch bis 2015 war mehr über ihn nicht bekannt.

Dank der unermüdlichen Recherchen von Bella Reichenbaum aus Haifa erhielt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme im Juli 2015 einen Brief aus Israel mit den Hinweisen, dass

  • auf einer Liste eines Häftlingstransportes von Auschwitz nach Lippstadt der Name Jungleib festgehalten worden war
  • dort die 85-jährige Grete Hamburg, geboren in Hlohovec / Slowakei (3.Foto) bestätigen konnte, dass es sich um ihren Bruder handelt - um Walter Jacob Jungleib!

 

Quelle: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Adresse: Walter-Jungleib-Straße in 22457 Hamburg-Schnelsen - Burgwedel
Verkehrsanbindung: Metrobus 5 und AKN Station Burgwedel

Homepage:  ohne
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