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MUSEUM DER ARBEIT

- Stiftung historische Museen Hamburg -

Das Hauptthema des Museums ist die Wandlung von Leben und Arbeit in den letzten 150 Jahren. Es geht auch der Frage nach, welche Auswirkungen der Prozess der Industrialisierung und der daraus folgende soziale, kulturelle und ökonomische Wandel auf Mensch, Gesellschaft und Natur gehabt hat. Bereiche der hamburgischen Arbeitswelt, wie die Druck- oder Fischindustrie, die Handel-, Kontor- und Hafenarbeit, aber auch die Arbeit im Haushalt, stehen hierbei zunächst im Vordergrund. Bei allem bilden die Menschen, und nicht die Maschinen, den Ausgangs- und Mittelpunkt der Betrachtung. Daher wird auch das Leben der Menschen jenseits der Arbeitsplätze ins Blickfeld (historischer Betrachtung) gerückt. Befindlichkeiten, wie Stolz oder Ängste und andere Umgangsformen mit dem Alltag werden widergespiegelt.  

  • Bei all diesen Fragen hat das Museum auch die "Geschlechtergeschichte" im Blick und zeigt die unterschiedlichen Lebenssituationen von Männern und Frauen in der Geschichte.

 

  • Auch das graphische Gewerbe und seine Entwicklung und die New York Hamburger Gummiwaren Compagnie  sind Themen des Museums.

 

  • In Jahre 2006 spiegelte die Sonderausstellungen „Sexarbeit - Prostitution -Lebenswelten und Mythen“ einen speziellen Arbeitsbereich insbesondere auch in Hafenstädten wie Hamburg wieder. "Sexarbeit" - der Begriff geht auf die amerikanische Prostituiertenbewegung und ihre Forderung nach rechtlicher und sozialer Gleichstellung zurück - ist eine traditionsreiche Dienstleistung und stellt auch heute einen beträchtlichen Wirtschaftsfaktor dar: Etwa 200 000 vorwiegend Frauen arbeiten hierzulande im Sexgewerbe, der Jahresumsatz wird auf ca. 14 Milliarden Euro geschätzt. Prostitution ist heute als Berufstätigkeit anerkannt und legal. Das Gesetz von 2002 hat die Diskriminierung der Prostitution als sittenwidrig aufgehoben. Seit 2006 wird dieses Thema in informativen bzw. aufklärenden Lesungen – oftmals mit szenischer Begleitung – weiterverfolgt. Diesbezügliche Veranstaltungen finden sich unter den news von www.kulturkarte.de.

 

  • Ebenso hatte das Museum den Wandel im Arbeitsleben für Frauen in typischen Männerberufen thematisiert. Beispielhaft das verbreitete Vorurteil: „Unnerröck an Bord, dat gifft Malheur“?Jahrhunderte lang waren seefahrende Berufe ausschließlich Männern vorbeihalten. Seefahrt war zwar schon im 17. Jahrhundert nicht nur Männersache, z.B. dienten Frauen als Männer verkleidet als Seesoldaten. Aber erst im 20. Jh. begann eine Öffnung der „Männerdomäne Arbeit auf Schiffen“: in den 1950/60ern arbeiteten erste Seefunkerinnen in Deutschland und seit den 1970ern erwarben Frauen erstmals nautische und technische Befähigungszeugnisse an bundesdeutschen Hochschulen. Doch die Palette der Klischees ist nach wie vor reichhaltig: Bis heute wird der Seeleute-Beruf mit konventionellen Rollenbildern verknüpft. In dieser Männerdomäne gilt nicht selten, Frauen nach wie vor technische Begabung oder ihre Kompetenz für verantwortungsvolle Arbeit auf dem Schiff abzusprechen.

 

Es war naheliegend, dass 1989 zum 800. Hafengeburtstags das Thema durch die FrauenFreiluftGalerie Hamburg aufgegriffen und durch eine Openair-Galerie den Besuchern in der Region der früheren Hafenindustrie am nördlichen Elbufer präsentiert wurde. Eine Vielzahl von Gemälden mit Beiträgen von Frauenarbeit in der Hafenwelt heute und einst - sei sie unbeachtet, wie die Arbeit in der Hafenlogistik, oder ungeachtet, wie die der Sexarbeiterin am Straßenstrich - von den Künstlerinnen aus verschiedenen Weltgegenden in den öffentlichen Blick gerückt. Das Projekt FrauenFreiluftGalerie Hamburg ist einzig in der Republik und besteht seit 1994. Aktuell wurde das neuste Wandgemälde „FRAUEN ZUR SEE – Seefrauen einst und jetzt“ der Hamburger Malerin Barbara-Kathrin Möbius 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Es befindet sich an der Fassade des Pumpwerks Nr. 69, Neumühlen 3. Das zwölf Gemälde umfassende Projekt steht in der Tradition politischer Wandbilder im öffentlichen Raum, wie etwa der mexikanischen Wandmalerei. Infos zum Bild von Barbara-Kathrin Möbius unter Mitarbeit der Künstlerin Hildegund Schuster sind erhältlich bei Dr. Elisabeth von Dücker.   Eine im wahrsten Sinne des Wortes gewaltige neue Errungenschaft ist seit 2004 die Trude. Tief Runter Unter Die Elbe fräste sie die 4. Elbtunnelröhre. Ihr gewaltiger Schneidekopf steht vor dem Museum der Arbeit. Ein gleichnamiges Restaurant sowie die Zinnschmelze runden das Angebot vor Ort ab.

Interessant sind auch die Außenstelle Speicherstadtmuseum in der Speicherstadt sowie das Hafenmuseum, das 2005 in einem der Kopfbauten an der 50er Strecke aufgebaut wurde. So nennen sich die Kontorgebäude der unter Denkmalschutz stehenden Schuppen der Stiftung Hamburg Maritim inmitten des Hamburger Hafens.

Die Stiftungsanlage kann mit dem PKW über den Veddeler Damm mit Abbieger in die Australiastraße erreicht werden. Interessanter ist die wasserseitige Anbindung über die Maritime Circle Line, die die 50er Schuppen und das Hafenmuseum im Aufbau über einen Anleger am Hansahafen (Bremer Ufer) mit seinen hafentypischen Barkassen direkt angefahren werden kann.

 

Eine der letzten Ausstellungen im Kaispeicher A - heute Baustelle für die neue Elbphilharmonie - gestaltete das Museum der Arbeit. Thema war das historische Fotoarchiv der Reemtsma Cigarettenfabriken.

 

Adresse: Wiesendamm 3 in 22305 Hamburg-Barmbek-Nord
Telefon: 040 428 133-0
Verkehrsanbindung: U2 u. U3 sowie S1 u. S11 Station Barmbek

Homepage:  www.museum-der-arbeit.de
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