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27.09.2025

Red Storm Bravo

Unter diesem Namen fand vom 24.- 27.09.25 eine dreitägigen Militärübung überwiegend nachts in Hamburg statt. Hauptstandort war der O'Swaldkai im Hamburger Hafen. Dort übte die Bundeswehr ihre Fähigkeiten bei der Abwehr von Drohnen im urbanen Raum. Dazu gehörte als mögliche Abwehrtechnik das Einfangen der fremden Drohnen mit einem Netz. Ist das gelungen, werden zum Selbstschutz sogenannte "Drohnenhunde" zum Entschärfen eingesetzt.

Um die rund 500 Soldat*innen und zivilen Beteiligten zum Übungsgebiet zu bringen, musste auch eine kilometerlange Kolonnenfahrt von 70 Lastwagen der Bundeswehr durch das Hamburger Stadtgebiet organisiert werden. Denn selbst das muss geübt werden, da nicht einfach umsetzbar! Während auf Panzer verzichtet wurde, mussten zur Absicherung aus der Luft Hubschrauber die Kolonne begleiten.

Im Hamburger Hafen wurde dann ein Massenanfall von Verletzten simuliert, zu dem Bundeswehr und Hamburger Feuerwehr gemeinsam Verletzte von der Ersthilfe bis zum Abtransport in Krankenhäuser versorgen mussten. Sinn war die Bewältigung von derart großen Aufgaben im Zusammenspiel von Militärsanitätern und Zivilbevölkerung.

 

Auch die Hamburger Arbeitsagentur war eingebunden. Ihre Aufgabe war es, die Anwendung des Arbeitssicherstellungsgesetzes sicherzustellen. Dieses Gesetz regelt im Kriegsfall, dass es genug Arbeitskräfte dort gibt, wo sie gebraucht werden: u.a. im Krankenhaus, in der Logistik sowie in der Energieversorgung. Das kann dazu führen, dass Arbeitnehmer*innen verpflichtet werden können, einen anderen Job zu machen. 

Dieses Gesetz tritt aber nur in Kraft, wenn Bundestag und Bundesrat den Verteidigungsfall feststellen. Dazu ist eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich.

 

Selbst die angekündigten rund 10.000 Demo-Teilnehmer*innen mit Protesten gegen das Manöver waren Bestandteil der Übung. Denn es ist in der Realität davon auszugehen, dass auch dann mit Beeinträchtigungen durch Demonstranten zu rechnen ist und gehändelt werden muss.

 


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