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11.09.2025

Opfergruppe des NS-Regimes

Vom 09.05. - 11.09.25 zeigte das Polizeimuseum Hamburg in seiner Sonderausstellung: „Zwischen Zwangsfürsorge und KZ – Arme und unangepasste Menschen im nationalsozialistischen Hamburg“ die Geschichten hunderter betroffener Hamburger*innen auf. Betroffen waren Menschen, die in Armut lebten oder als gesellschaftlich unangepasst galten. Tausende wurden ab 1933 vom NS-Regime als angeblich „asozial“ verfolgt. Nachfolgend wurden sie entmündigt, zwangssterilisiert, in Anstalten eingesperrt oder in Konzentrationslager deportiert.

So waren Wohlfahrtsinstitutionen, Fürsorgebehörden und insbesondere die Polizei Hamburg an der systematischen Ausgrenzung beteiligt. Heute nun schlägt sie mit dieser Ausstellung eine Brücke zur Gegenwart. Denn die gesellschaftliche Stigmatisierung von Menschen als „asozial“ wirkt in Teilen bis heute fort. Erst im Jahr 2020 erkannte der Deutsche Bundestag diese Menschen offiziell als NS-Opfer an.

 


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