

Am 03.05.25 fand die Internationale Gedenkveranstaltung mit Überlebenden und Angehörigen ehemaliger Häftlinge des Konzentrationslager Neuengamme aus aller Welt dort anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager statt.
Der Tag danach war der Tag vielfältiger Erinnerungen. Feierlich wurde ein neues Ländergedenkzeichen am Haus des Gedenkens präsentiert. Eine neue kreisförmige Gedenkplatte nennt als Internationalen Mahnmal nunmehr 70 heute bestehende Länder, aus denen Häftlinge des KZ Neuengamme stammen.
Durch diese Erweiterung des Ensembles berücksichtigt die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte im Jahr 2025 die veränderten Staatenbildungen nach 1989/90 und macht Opfergruppen, die durch die Anlage von 1965 nicht repräsentiert sind, sichtbar. Vorbereitet wurde die Erweiterung durch eine Recherche zu den Geburtsorten der Häftlinge des KZ Neuengamme und deren Lokalisierung auf der damaligen wie heutigen Landkarte.
Dazu wurden aus ca. 23.000 verfügbaren Datensätzen zu ehemaligen Häftlingen die nun 70 heutigen Ländernamen ermittelt. Darunter befinden sich neben den postsozialistischen Staaten auch Länder auf dem afrikanischen und dem asiatischen Kontinent. Denn Häftlinge waren beispielsweise auch in ehemaligen Kolonialgebieten geboren worden und über einen Aufenthalt in den Staaten, die von Deutschland überfallen worden waren oder die sich mit Deutschland im Krieg befanden, in deutsche Konzentrationslager gekommen.
Mit dem neuen Ländergedenkzeichen möchte die Gedenkstätte ein multinationales Gedenken ermöglichen, das der heterogenen Zusammensetzung der Häftlinge gerecht wird, aber auch der heutigen Wahrnehmung der Länder vor allem des postsozialistischen Raumes entspricht.
Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten