

Schon in den HH-Grundschulen wurde den Jugendlichen gelehrt, dass der Stadtteil Altona früher selbstständig war und erst 1937 zum Hamburger Stadtgebiet hinzukam. Manchen von denen ist auch bekannt, dass der frühere Altonaer Bahnhof im Jahre 1844 im heutigen Bezirksamtsgebäude Altona untergebracht und der Park am „Platz der Republik“ eine Bahnanlage waren.
Wer fleißig die Medien verfolgt weiß, dass sich Hamburg „seit 2014 bemüht“, eine weitere Verlegung des Bahnhofs Hamburg-Altona nach zum Diebsteich in Mitte Altona umzusetzen. Dort soll der neue Knotenpunkt für Fahrgäste im Norden entstehen und ein wichtiges Drehkreuz für den Güterverkehr in der Metropolregion Hamburg gebaut werden. Dieser benachbarte Regional- und Fernbahnhof am S-Bahnhof Diebsteich wird als Durchgangbahnhof sowohl dem Hamburger Westen als auch den angrenzenden Gemeinden Schleswig-Holsteins einen verbesserten Anschluss an das Fern- und Regionalnetz bieten.
Aktuell ist die S-Bahn-Station Diebsteich bereits so umgebaut worden, das ausreichend Platz für die notwendigen Gleise für die Deutsche Bundesbahn entstehen könnten. Aber genau da ist der Haken; die Realisierung dieses Bereichs mit 6 Regional- und Fernbahngleisen sowie 2 S-Bahngleisen verzögert sich seit Jahren. Die Deutsche Bahn (DB-AG) muss die Inbetriebnahme des neuen Fern- und Regionalbahnhofs Diebsteich / Hamburg-Altona auf Ende 2029 verschieben. So stellt u.a. das Kreuzungsbauwerk Langenfelde ein noch zu lösendes plantechnisches Hindernis dar, das die erhebliche Zeitverschiebung verursachte.
Auch die Stadt Hamburg nutzt seitdem die Gelegenheit des verkehrstechnischen Umbaus und plant dort zwei markante Türme, die die neue Stationsanlage prägen und durch Läden, Gastronomie, ein Fahrradparkhaus, ein Hotel und Büros zusätzlich attraktiv machen. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die notwendigen Flächen für Verkehrserschließung und den Bahnhofvorplatz wurden im April 2016 im Bebauungsplanentwurf Altona-Nord 27/Bahrenfeld 72 formuliert. Der Plan beinhaltet verschiedene Vorhaben, die eine Bereicherung des Standorts vorsehen. Auf dem ehemaligen ThyssenKrupp-Areal sind eine Musikhalle und ein Fußball-Regionalligastadion für jeweils bis zu 5.000 Besucher*innen geplant. Mit dem Lunapark soll eine öffentliche Grünfläche neu entstehen.