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23.06.2024

100-jähriges Bestehen von PEN Deutschland

Das PEN-Zentrum Deutschland führte seine Jahrestagung vom 17.-23.06.24 in Hamburg durch. Kultursenator Carsten Brosda hieß die 150 Mitglieder des PEN Deutschland im Rathaus mit einem Senatsempfang am 20. Juni 2024 willkommen. Es sprachen außerdem der PEN-Generalsekretär Michael Landgraf, die PEN-Vizepräsidentin Astrid Vehstedt und der Schriftsteller Gino Leineweber.

 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der PEN versteht sich seit jeher als Anwalt und Schutzpatron für verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller weltweit. Er setzt sich dafür ein, dass Autorinnen und Autoren die Mittel, die Arbeitsbedingungen und die Freiheit haben, um angstfrei leben zu können. Auch und gerade, wenn ihre Meinung den jeweils Regierenden möglicherweise nicht passt. Dieses Engagement für das freie Wort und für die Sicherheit der Autorinnen und Autoren gewinnt leider gerade wieder deutlich an Bedeutung. Denn die Lage in der Welt ist noch unübersichtlicher, noch kriegerischer, noch gefährlicher geworden für alle Menschen, besonders aber für diejenigen, die auch schreibend mit künstlerischen Mitteln gegen das Unrecht ankämpfen. Wir brauchen starke Stimmen, die sich für Freiheit, für Gerechtigkeit und für Frieden in der Welt einsetzen. Der PEN ist eine solche Stimme und wir heißen die Mitglieder in Hamburg herzlich Willkommen. Mit dem Empfang im Hamburger Rathaus wollen wir Danke sagen für dieses wichtige Engagement und für dieses sich Einsetzen für die Freiheit und für die Sicherheit von Schriftstellerinnen und Schriftstellern.“

 

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im internationalen PEN vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter „Poets, Essayists, Novelists“. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Mitglied des PEN kann werden, wer von einem der Zentren in den verschiedenen Ländern aufgrund besonderer schriftstellerischer Leistungen hinzugewählt wird und sich durch seine Unterschrift unter die Charta zu den Prinzipien des Clubs bekennt.

Das deutsche PEN-Zentrum besteht seit 1924 und fördert das literarische Leben im Land, vor allem durch Veranstaltungen. Besonders intensiv widmet sich der PEN Deutschland dem Programm „Writers-in-Exile“. Die Behörde für Kultur und Medien förderte die Jahrestagung mit 40.000 Euro aus den Mitteln der Kultur- und Tourismustaxe.

 

Quelle: Behörde für Kultur und Medien

 


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