Das sind die Neuen: Tilda von Amrum, Hedda von Vollerwiek und Ida von Westerhever (1.Foto). Alle drei sind Heuler, so heißen im Sommer neugeborene Seehunde, die mit ihren Rufen Kontakt aufnehmen zu ihrer Mutter. Die genannten Orte befinden sich im Weltnaturerbe Wattenmeer an der Nordsee-Küste von Schleswig-Holstein; ähnlich dem des Nationalpark Hamburger Wattenmeer.
Weitere dauerhaft von der Mutter getrennt aufgefundene und teilweise beim Auffinden nur wenige Tage alte Jungtiere sind seit Mai 2026 in der Seehundstation Friedrichskoog hinzugekommen. Sie wurden zuerst im Quarantänebereich versorgt und untersucht, um danach in den Aufzuchtbereich der Seehundstation umziehen zu können. Sobald sie ein gewisses Gewicht erreicht haben, werden sie wieder ausgewildert, damit sie in der Nordsee selbständig Fisch als ihre Hauptnahrung fangen und sich auf einer der vielen Sandbänken ausruhen können. Kegelrobben sind die zweite einheimische Robbenart und gebären im den Wintermonaten.
Mehrere größere und damit wesentlich ältere Seehunde und Kegelrobben leben dauerhaft in der Seehundstation. Sie verbleiben dort, weil eine Auswilderung aufgrund ihrer Aufwuchssituation nicht erfolgreich wäre. Ihnen werden Aktivitäten beigebracht, die in „Show-Veranstaltungen“ den Besucher*innen die Seehunde näherbringen.
Diese Show ist mit einem medizinischen Training verbunden. So gleiten sie an das Beckenufer und spielerisch in einen entsprechend angepassten offene Holzkasten und gewöhnen sich daran, in einem solchen ggfs. zu einer tierärztlichen Untersuchen transportiert zu werden (2.Foto). Weitere Übungen ermöglichen das Abtasten ihres Körpers und ihrer Flossen oder den Blick in ihre Mäuler (3.Foto). Die Art der Vorführung sorgt zusätzlich für heiteres Verhalten bei den Gästen.
Überraschend ist es, wenn einer der Seehunde einen Sprung vorführt ähnlich dem eines Delphins (4.Foto). Interessant sind die zusätzlichen Informationen in der großen Ausstellungshalle (5.Foto)
