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15.06.2019

missing icons

Von 1933 bis zur Ausbombung 1943 befanden sich in den heutigen Stadthöfen (ehemalige Baubehörde) das Polizeipräsidium sowie die Leitstellen von Kriminalpolizei und Gestapo. Dort wurden Männer und Frauen verhört, misshandelt oder ermordet.

Am 14.06.19 wurde nun endlich entschieden, dass erstmals an die Geschichte dieses Ortes Gebäude Stadthausbrücke 8 angemessen erinnert und zum Geschichtsort Stadthaus wird mit Ausstellungsflächen, sogenanntem Seufzergang und Arkadengang. Dazu soll im öffentlichen Raum direkt vor dem Gedenkort ein Denkzeichen, eine Installation geschaffen werden, für deren Realisierung die Hamburgische Bürgerschaft 250.000 Euro bewilligt und die Behörde für Kultur und Medien im Rahmen eines Wettbewerbs Künstler*innen eingeladen hatte, Entwürfe einzureichen.

Eine unabhängige Jury zeichnete die Hamburger Künstlerinnen Ute Vorkoeper und Andrea Knobloch, die seit 2013 unter dem Namen missing icons gemeinsam arbeiten, mit dem ersten Preis des künstlerischen Wettbewerbs aus. Sie sehen vor, dass auf dem Fußweg vor dem Gedenkort in breiter Front eine deutlich farblich hervorgehobene irritierenden Markierung die Passant*innen provoziert und dazu verleitet, Fragen zu stellen und Antworten zu fordern. Bleibt zu hoffen, dass im Inneren des Gebäudes dazu Entsprechendes vorgehalten wird.

 

Quelle: Pressestelle der Kulturbehörde und eigene Recherchen


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