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23.09.2016

Uraufführung Gypsy Orpheus

Am 27.09.16 wird Michael Batz‘ neues Stück Gypsy Orpheus am Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof uraufgeführt. Der Hamburger Künstler widmet dem Gedenkort im Lohsepark in der HafenCity eine szenische Reflexion, in der er das Verhältnis von Erinnerung und Identität thematisiert. Vom ehemaligen Hannoverschen Bahnhof wurden während der Zeit des Nationalsozialismus mindestens 7.692 Juden, Sinti und Roma deportiert.

Kulturstaatsrat Dr. Carsten Brosda: „Den Lohsepark zu bespielen und damit künstlerisch auf diesen Gedenkort aufmerksam zu machen, ermöglicht die aktive Auseinandersetzung mit der Hamburger Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus. Mit Gypsy Orpheus macht Michael Batz diese Geschichte besonders auch für ein jugendliches Publikum erfahrbar. Er gibt Impulse, sich mit Erinnerung und Erinnerungskultur zu befassen. “ Michael Batz: „Nur die eigene Erinnerung ist Erinnerung. Für uns Spätere ist der Gedenkort Lohsepark vor allem ein Ort der Entdeckung und der Transformation von Geschichte. Der antike Mythos vom Verbot des Zurückschauens zu den Toten gibt die Vorlage für die Frage, ob und wie eine solche Transformation gelingen kann.“ Michael Batz setzte sich bereits im 2005 mit seinem Dokumentarstück Der Hannoversche Bahnhof mit dem Lohsepark als Ort des Gedenkens auseinander. Dies führt er nun mit Gypsy Orpheus fort. Der Mythos von Orpheus und Eurydike, vom Verbot des Zurückschauens zu den Toten, dient als Vorlage, die er variiert. Er lädt das Publikum – insbesondere Jugendliche – dazu ein, Geschichte kritisch zu hinterfragen.

Quelle: Pressestelle der Kulturbehörde

 


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