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30.06.2014

Teilrestaurierung der FrauenFreiluftGalerie

Am Altonaer Elbufer gibt es eine Open Air Galerie mit 14 Wandgemälden zwischen Fischmarkt bis Neumühlen. Stadt- und industriegeschichtlich interessante Gebäude sind Bild-Träger der Wandgemälde eines einzigartigen Kunstprojektes: der Open Air-Bilder der FrauenFreiluftGalerie am Altonaer Elbufer. Gestaltet von internationalen Künstlerinnen, erzählen sie von Frauenberufen und vom Wandel weiblicher Wirtschaftskraft in Hamburgs Hafen seit 1900.

Längs der Großen Elbstraße vom Fischmarkt bis Neumühlen entstand in den letzten 20 Jahren auf zwei Kilometern die FrauenFreiluftGalerie Hamburg. Republikweit einzig, legt sie eine Spur in einer Transformationslandschaft mit ehemals hafenindustriell geprägter Arbeitswelt zum Ort heutigen Freizeit- und Dienstleistungsgewerbes.

Einer Collage ähnlich werden in den Wandgemälden Porträts und Arbeitssituationen sowie Hafenatmosphärisches mit einander verknüpft – Einblicke in das, was sonst fernab in der Hafen-Arbeitswelt und für die Öffentlichkeit nahezu unzugänglich vor sich geht.
Migration, Arbeitsstreik, Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg, Gleichstellungspolitiken am Arbeitsplatz gehören zur Thematik der Wandgemälde.
Erinnerungspolitisch und künstlerisch markieren die Gemälde diesen Stadtraum als Nach-Denk-Orte.
Diese  rundum-die-Uhr-Galerie hat sich mittlerweile zu einem eindrucksvollen Ort in Hamburgs Kulturlandschaft entwickelt: Ein Kunstgenuss, Erkenntnisgewinn, Spazieren und Disku-tieren für alle, ob aus Hamburg oder von außerhalb, bei freiem Eintritt.
Um den Bestand der Gemälde der Galerie zu erhalten, sind Restaurierung, Beseitigung von Übersprühung / Beschmieren, technische Reparatur notwendig. Bislang wurden diese Arbeiten ehrenamtlich getätigt. Das übersteigt beim wachsenden Gemäldebestand die finanziellen Kräfte der Projekts.

Seit 20 Jahren arbeitet die FrauenFreiluftGalerie Hamburg ehrenamtlich mit  kulturpolitischem und geschlechterdemokratischem Engagement. Das Projekt wird gefördert durch öffentliche Mittel, z.B. Kulturbehörde, Bezirksversammlung Altona, durch Stiftungen, private Förderer sowie Wirtschaftsunternehmen.

Die Anerkennung des Projektes FrauenFreiluftGalerie zeigt sich u.a. auch darin, dass für die beiden letzten Wandgemälde zwei Hamburger Senatorinnen die Schirmfrauschaft übernahmen:

  • Senatorin für Justiz und Gleichstellung Jana Schiedek für das Bild „Mädchen in Sicht - Zukunft im Hafen“, 2012,

 

  • Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler für das 2013 entstandene Bild „Frauenarbeit im Hafen von New York und Hamburg - ein Brückenschlag“.

 

Jetzt werden zwei Gemälde der Open-air-Galerie restauriert, finanziellunterstützt durch die Bezirksversammlung Altona:

  • „Streik der Kaffeeverleserinnen“ und „Putzfrau“.

Ab dem 3. Juli ist Malerin Hildegund Schuster beim Restaurieren zu erleben.

Quelle: Dr. Elisabeth von Dücker

 


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