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07.10.2017

TOM täglich

Auch 2017 öffneten 17 Moscheen in Hamburg am 3. Oktober ihre Türen für jederman zum Tag der offenen Moschee (TOM). Bewußt parallel zum Tag der Deutschen Einheit, um damit die Zugehörigkeit der muslimen Bevölkerung zur Bundesrepublik zu zeigen. Das diesjährige Motto lautete: Gute Nachbarschaft - bessere Gesellschaft.

Doch die Moschee der arabisch-sunnitischen Al-Nour-Gemeinde plant über diesen jährlichen Tag hinaus. Sie beabsichtigt, auch weiterhin nahezu täglich mit den Nachbarn zu kommunizieren und dementsprechend nicht nur einmal jährlich die Tür für Alle zu öffnen.

Noch ist der Umbau der ehemaligen Kapernaumkirche zur Moschee nicht abgeschlossen. Innenarbeiten werden wohl erst 2018 fertiggestellt sein. Äußerlich zeigt sich das Gebäude im alten Glanz. Allerdings befindet sich auf dem Turm nun der arabische Schriftzug für "Allah".
 

 

 

 

 

Der Umbau von einer Kirche zu einer Moschee habe weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt, berichtete Abdin. Sogar japanische Sender hätten die Baustelle besucht, auch in der "New York Times" gab es einen größeren Bericht. Die Gemeinde führte Dialoge mit Nachbarn sowie christlichen Gemeinden und erhielt zusammen mit der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Horn einen Preis für die Zusammenarbeit. "Wir wollen auch künftig nicht nur am 3. Oktober für alle offen sein", sagte Daniel Abdin. Hier entstehe eben auch eine besondere interreligiöse Begegnungsstätte. "Wir wollen aber sichtbar werden, um unser Hinterhof-Image loszuwerden", sagte Abdin.


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