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15.07.2019

Ohlsdorfer Friedensfest 2019

Vom 20.07.-04.08.19 begeht der Ohlsdorfer Friedhof sein 100-jähriges Jubiläum mit dem Friedensfest 2019 am Bombenopfer-Mahnmal und im Forum Ohlsdorf. Das nachfolgende Programm wurde entnommen der Homepage von www.friedhof-hamburg.de:  

Samstag, 20. Juli - Bombenopfermahnmal

  • 14:00h Eröffnung des 11.Ohlsdorfer Friedensfestes mit einem Grußwort des Historikers Wolfgang Kopitzsch
  • 14:30h Das Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest stellt sich vor
  • 15:00h In meiner Welt gibt es weder Krieg noch Waffen. Lieder von Krieg und Frieden: Shekib Mosadeq und Band

Sonntag, 21. Juli - Bombenopfermahnmal

  • 11:00h Gottesdienst: In vielen Bibeltexten spiegelt sich die Erinnerung an traumatische Erlebnisse. Wie können Menschen mit solchen Erinnerungen so leben, dass der Schmerz ernst genommen und gute Wege in die Zukunft eröffnet werden? Mit Pastorin Dr. Barbara Schiffer (Predigt), Gero Weiland (Trompete) und den evangelischen Kirchengemeinden der Region
  • 12:30h Widerständiges Frauenleben – Gertrud Rast und Erna Halbe: Sie stritten für die Novemberrevolution und gegen den Faschismus in Deutschland. Erzählende Lesung aus der Reihe „Widerständiges Frauenleben“
  • 13:30h Gang zu den Gräbern der Valvo-Frauen und zum Geschwister-Scholl-Ehrenfeld
  • 14:30h Keine Ehre für Adolph Woermann und Justus Strandes! Warum Straßennamen nach Kolonialprofiteuren in Ohlsdorf durch Namen von antikolonialen Widerstandskämpfer*innen ersetzt werden müssen. Vortrag und Diskussion.

Mittwoch, 24. Juli - Bombenopfermahnmal

  • 15:00h Begegnungscafé ehemals NS-Verfolgter. Gast: Staatsrat a. D. Hans-Peter Strenge 

Freitag, 26. Juli - Forum Ohlsdorf, Linne-Halle (Untergeschoss)

  • 17:00h Hass auf Juden: Antisemitismus in Europa WDR-Dokumentation von Andreas Morell und Johanna Hesse aus 2018 über jüdisches Leben in Berlin, Paris und Warschau. Im Anschluss:  Diskussion. Moderation: Hanno Billerbeck, Pastor, Kirchliche Gedenkstättenarbeit an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Samstag, 27. Juli - Bombenopfermahnmal

  • 12:00h Erinnerungskultur in Hamburg. Rückblick, aktuelle Diskussionen und Herausforderungen für die Zukunft. Podiumsdiskussion mit Wolfgang Kopitzsch und Gästen. 74 Jahre nach der Befreiung ist die Kontroverse um „Erinnerung“ an die Nazi-Diktatur noch nicht abgeschlossen (z. B. „Stadthaus“, Lagerhaus Dessauer Ufer). Auch der Umgang mit Hamburgs Kolonialgeschichte oder den rassistischen Morden durch Nazis lassen einen Mangel an historischem Verantwortungsbewusstsein erkennen.
  • 15:00h Die vergessenen Gräber der Kinder von Zwangsarbeiterinnen. Vortrag von Margot Löhr mit anschließendem Gang zu den Gräbern

Sonntag, 28. Juli - Bombenopfermahnmal

  • 12:00h Wir erinnern: Agnes Gierck und Marta Damkowski – zwei Hamburgerinnen im Widerstand. Zwei ver.di-Kolleginnen haben die Lebenswege der beiden Frauen und ihr Wirken während des NS-Regimes erkundet und niedergeschrieben. Sie stellen Kurzbiografien zu beiden Hamburgerinnen vor. Musikalisch begleitet von Sascha Nedelko Bem
  • 13:30h Erzählen und Zuhören: Kinder und Kindeskinder des Widerstands. Widerstand und Verfolgung bestimmten nicht nur deren Leben während des NS-Regimes. Sie blieben nach dessen Ende präsent und beeinflussen über die Generationen hinweg noch deren Familien. Kinder und Enkel erzählen. Musikalisch begleitet von Sascha Nedelko Bem

Freitag, 2. August - Forum Ohlsdorf, Linne-Halle (Untergeschoss)

  • 17:00h Von den „Comedian Harmonists“ bis Zarah Leander: Kurz nach dem ersten Weltkrieg begann in Berlin die Karriere von Charles Amberg, der vor allem Texte für Schlager, Revuen und Filme schrieb. Seine Werke - von den frühen Texten bis zum letzten, im KZ Neuengamme entstandenen Chanson - sind Dokumente der Stimmungen ihrer Entstehungszeit.

Samstag, 3. August - Bombenopfermahnmal

  • 12:00h Carl Bergens zeitgemäße Wirrungen vor und nach dem Krieg. Nach Motiven aus Willi Bredels Romanwerk. Digital umrahmt von Arbeiterliedern aus dem Schallarchiv (Reinhard Otto)
  • 14:00h Rosa Luxemburg - eine Frau mit vielen Facetten. Die Hamburger Schriftstellerin Susanne Bienwald stellt sie vor.
  • 15:00h Was glaubt Ihr denn, was wir sind? - Her mit dem Frauenwahlrecht! Vortrag von Dr. Rita Bake zu 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland mit besonderem Augenmerk auf Hamburg und die dortigen Streiterinnen für das Frauenwahlrecht. 

Sonntag, 4. August - Verwaltungsgebäude (Friedhofsseite), Fuhlsbüttler Straße 756 (Treffpunkt)

  • 10:30h Zu Fuß oder mit dem eigenen Fahrrad zu Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Bombenopfermahnmal

  • 12:00h Kultur und Bildung in der neuen Republik: Universität und VHS in Hamburg, die AWO und der Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge werden neu gegründet (Staatsrat a. D. Hans-Peter Strenge)
  • 14:00h 30 Jahre Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. Vergessen gemachte NS-Opfer Hamburger Bürgerschaft und Senat schufen Ende der 1980er Jahre die Stiftung Hilfe für NS-Verfolgte. Erstmals wurden alle NS-Opfer anerkannt und entschädigt. Stefan Romey, Vorsitzender der Stiftung, berichtet, wie es gelang, die Ausgrenzung bestimmter NS-Verfolgter wie Deserteure, „Zwangssterilisierter“, Menschen mit Behinderungen und sogenannte Asoziale aus Anerkennung und Entschädigung zu beenden. Für Interessierte liegt das Buch „Niemand ist vergessen. 30 Jahre Hamburger Stiftung Hilfe für NS-Verfolgte“ aus.

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