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22.09.2017

Media Worker lieben Hamburg

Im Rahmen der Initiative #dasmitmedien legen nextMedia.Hamburg, Deloitte und XING die erste Studie zur Bestandsaufnahme der Media Worker in Deutschland vor. Im Spannungsfeld von Digitalisierung, Information und Öffentlichkeit bietet die Initiative eine Plattform zur zukünftigen Positionierung der Medien und ihrer Akteure in einem digitalen Umfeld. Denn die Studie zeigt: Die Zahl der Medienschaffenden in Deutschland nimmt zu: 2017 sind bei XING 528.000 Media Worker registriert – 8% mehr als noch 2015.

Media Worker sind die Medienschaffenden 4.0, die technologieaffin, kreativ und jenseits von gängigen Clusterlogiken Inhalte erstellen und distribuieren. Jeder sechste Media Worker arbeitet nicht mehr in der Medienbranche: Der Anteil der Media Worker in branchenfremden Unternehmen ist seit 2015 um 50% gestiegen. Rund 30% der Media Worker arbeiten in Berlin, Hamburg oder München. Kaum eine Branche wird derzeit so stark vom Sog der digitalen Transformation erfasst wie die Medienindustrie. Sie ist heute ein dynamisches Netzwerk mit vielen Schnittmengen zu anderen Branchen und Medienschaffende sind heute längst nicht mehr nur in Verlagen, Rundfunkanstalten oder Agenturen beschäftigt. In branchenfremden Bereichen ist die Zahl der Media Worker seit 2015 um 50% gestiegen, jeder sechste Medienschaffende ist bereits in einer anderen Branche beschäftigt. Insgesamt steigt die Zahl Media Worker in Deutschland: So sind beim beruflichen Netzwerk XING in diesem Jahr fast 528.000 Media Worker registriert - 8% mehr als noch 2015.

Medienindustrie und Digitalwirtschaft bewegen sich aufeinander zu Die Fähigkeiten von Media Workern sind heute überall gefragt - besonders in der IT-Wirtschaft: Der Anteil der Medienexperten ist hier in den vergangenen zwei Jahren um 39% gestiegen. Gleichzeitig arbeiten auch immer mehr Digitalexperten in der Medienindustrie – seit 2015 ist die Anzahl der IT- und Software-Spezialisten in klassischen Medienunternehmen um 121% gestiegen.

 

Berlin ist die größte, Hamburg die beliebteste Medienstadt Deutschlands

Ein knappes Drittel (31%) der Media Worker arbeitet entweder in Berlin, Hamburg oder München – die meisten von ihnen in der größten Stadt Deutschlands, Berlin. Die beliebteste Metropole für Media Worker aber ist Hamburg: 31% bezeichnen die Hansestadt als attraktivsten Standort, gefolgt von Berlin (23%) und München (15%). Bei der Standortwahl sind nicht nur die reinen Job-Inhalte, sondern das Gesamtpaket der Stadt als Lebensraum relevant. Dabei zahlen vor allem bezahlbarer Wohnraum (23% und gute Freizeitmöglichkeiten (22%) auf die Attraktivität des Standorts ein.

 

Digitalisierung ist zentrales Thema der Media Worker

Die Digitalisierung und der damit verbundene Veränderungsdruck ist in allen Sektoren das zentrale Thema, das Media Worker derzeit am meisten beschäftigt. Die Trendthemen sind dabei vielfältig und reichen von „Usergenerated Content“ über „Automatisierung“ und „personelle Werbung“ bis hin zu „Artificial Intelligence“. Bei den zu erwartenden Content-Formaten liegen aus Sicht der Media Worker „Shortform-Video“, „Video-on-demand“ sowie „Virtual-“ und „Augmented Reality“ vorne. E-Books und E-Paper werden dagegen in Zukunft kaum noch eine Rolle spielen.

 

Ziel der Hamburger Initiative für die Medien- und Digitalwirtschaft ist es, die Spitzenposition der Medienmetropole Hamburg zu sichern und die Rahmenbedingungen für die hiesigen Unternehmen zu verbessern. Sie wird getragen von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH, dem Verein Hamburg@work sowie engagierten Unternehmen und Persönlichkeiten. Die Initiative ist der Ansprechpartner zu allen Fragen der digitalen Wirtschaft für Unternehmen, Institutionen und die Öffentlichkeit in Hamburg.

Quelle: Pressestelle Behörde für Kultur und Medien  


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